Viktoria Goch bleibt weiter ohne Fehl und Tadel.
Viktoria Goch bleibt weiter ohne Fehl und Tadel. – Foto: Ayleen Grosse

Viktoria Goch siegt ganz einfach weiter

Bezirksliga: Das Duell Spitzenreiter gegen Schlusslicht war die erwartet glatte Angelegenheit. Die Viktoria macht mit einem ungefährdeten 4:0 gegen den SV Rindern im sechsten Anlauf Saisonsieg Nummer sechs perfekt.

Bezirksliga-Tabellenführer Viktoria Goch schreitet weiter ohne Punktverlust durch die Saison. Am Sonntag setzte sich das Team von Trainer Daniel Beine 4:0 (2:0) gegen den SV Rindern durch und machte damit das halbe Dutzend voll. Der Heimerfolg war überaus verdient, die Gäste aus Kleve boten praktisch keinen Widerstand.

„Es war eine recht einseitige Partie. Der SV Rindern stellt sich hinten rein und wartet auf Umschalt- oder Standardsituationen. Wir haben aber sehr passend reagiert und unser Spiel durchgezogen. Deshalb ist der Sieg auch in der Höhe verdient“, sagte Coach Daniel Beine nach dem Schlusspfiff.

Von Beginn an waren die Gastgeber das bessere Team. Dennoch dauerte es recht lange, bis der Bann gebrochen war. In der 31. Minute hatte es Angreifer Michel Wesendonk mit einem Abschluss versucht, doch Rinderns Torwart Bjarne Janßen parierte zunächst sensationell. Beim zweiten Anlauf von Luca Palla sah der Keeper dann nicht mehr allzu glänzend aus, der Ball kullerte regelrecht zum 1:0 ins Tor. Der Torschütze hätte nach einem Konter in der 40. Minute erhöhen können. Dieser Aufgabe kam stattdessen Ex-Oberliga-Stürmer Levon Kürkciyan (42.) nach. Der 27-Jährige war im Strafraum von Konrad Kaczmarek freigespielt worden und spitzelte den Ball durch die Beine von Janßen.

„Heute war für uns einfach nicht mehr möglich. Viktoria Goch ist der verdiente Sieger. Wir haben vielleicht mal den einen oder anderen gefährlichen Eckball gehabt, ansonsten aber viel zu wenig herausgespielt. Wir waren ungefährlich, offensiv klappte wenig“, sagte Christian Roeskens, Trainer des SV Rindern. Er musste zusehen, wie die Gocher im zweiten Durchgang immer souveräner auftraten. In der 65. Minute zeigte der Unparteiische auf den Elfmeterpunkt, nachdem Levon Kürkciyan im Strafraum gefoult worden war. Kosovar Demiri trat an und verwandelte sicher. Für den Endstand sorgte Björn Gatermann, der sich nach einem Standard den zweiten Ball geschnappt und aus 20 Metern Entfernung draufgehalten hatte – ein sehenswerter Treffer ins untere Eck.

Der eingewechselte Ernes Tiganj (85.) traf noch ans Lattenkreuz, Levon Kürkciyan (87.) lief völlig unbedrängt auf Rinderns Tor zu. Doch der Armenier scheiterte am Keeper. „Wir hätten sogar noch das eine oder andere Tor mehr schießen können, die Chancen waren da“, sagte Daniel Beine. Beim SV Rindern ist die Lage im Kampf um den Klassenerhalt unterdessen zusehends angespannt. Die „Zebras“ stehen nach sechs Spieltagen mit einem Zähler am Tabellenende. Die Leistungen stimmen nicht. „Uns fehlt aktuell die Power nach vorne. Die Jungs, die da sind, machen das gut. Doch es fehlt an der Geschwindigkeit. Man darf aber auch nicht vergessen, dass bei uns aktuell einige Leute ausfallen, die fürs System sehr wichtig sind“, sagte Coach Roeskens. Zudem sei Viktoria Goch eine starke Bezirksliga-Mannschaft. „Sie haben sich in diesem Sommer auch noch einmal deutlich verstärkt und spielen richtig guten Fußball. In jeder Minute hat Viktoria Goch uns mit dem Pressing das Leben schwer gemacht. Da haben wir kaum Lösungen gefunden“, so Roeskens.

Viktoria Goch: Schmitz – Ernesti (73. Bozan), Hahn, Rix (60. Miri), Zaß – Kaczmarek, Palla (67. Gatermann), Alt (60. Erkis), Kürkciyan – Demiri (67. Tiganj), Wesendonk.

SV Rindern: B. Janßen – Hildebrandt, E. Janßen, Thurau, Ukaegbu – Verfürth (67. Lestang), Müller, Zwartjes, Kadriu – Langenberg, Tissen (75. Wisniewski).

Aufrufe: 018.9.2022, 21:30 Uhr
Maarten OversteegenAutor