2025-12-03T05:51:34.672Z

Spielbericht
Für Viktoria Goch gab es die zweite Heimniederlage in Folge.
Für Viktoria Goch gab es die zweite Heimniederlage in Folge. – Foto: Arno Wirths

Viktoria Goch kassiert zweite Heimniederlage

Die Gocher verlieren in der Landesliga gegen die DJK Blau-Weiß Mintard mit 0:1. Trainer Kevin Wolze ist aber bis auf eine Ausnahme zufrieden mit seiner Mannschaft, die einen gesperrten Spieler nicht ersetzen kann.

Viktoria Goch hat in der Landesliga die zweite Niederlage in Folge vor eigenem Publikum kassiert. Vier Wochen nach dem 0:1 gegen den PSV Wesel musste sich der Aufsteiger am Freitagabend vor 150 Zuschauern im Hubert-Houben-Stadion gegen die DJK Blau-Weiß Mintard ebenfalls mit 0:1 (0:0) geschlagen geben.

Nachdem Trainer Kevin Wolze seine Schützlinge eine Woche zuvor nach dem 3:2-Erfolg bei der DJK Essen-Schönebeck noch für einen schwächeren Auftritt kritisiert hatte, machte er ihnen diesmal bis auf eine Ausnahme keine großen Vorwürfe. „Ich wusste, dass es eine sehr schwere Aufgabe auf einem schlecht zu bespielenden Rasen gegen einen unangenehmen Gegner werden würde. Die Jungs haben es gut gemacht. Nur unsere Standards waren nicht gut“, sagte der Ex-Profi nach einer Partie mit viel Kampf und nur wenigen Höhepunkten.

Viktoria Goch vermisste Kapitän Plum

Dass beim Gastgeber in fußballerischer Hinsicht nicht allzu viel zusammenlief, hatte vor allem einen Grund. Der Kapitän war nicht an Bord. Luca Plum, der das Spiel im defensiven Mittelfeld ordnet und viele Akzente im Aufbau setzt, musste zuschauen, nachdem er beim Sieg in Schönebeck die fünfte Gelbe Karte erhalten hatte. „Es wird sehr schwer, ihn zu ersetzen“, hatte Wolze vor der Partie gesagt. Er behielt recht.

Das Fehlen des ehemaligen Oberliga-Spielers fiel bei der Defensivarbeit zwar nicht ins Gewicht. Die Viktoria verteidigte viel konzentrierter und geschlossener als beim Erfolg in Schönebeck. Niklas Zaß und Luca Palla vertraten den Kapitän im Mittelfeld bei der Defensivarbeit gut.

Doch im Spiel nach vorne fehlten die Ideen von Plum. Die Viktoria tat sich gegen den sehr geschickt mit einer Fünferkette verteidigenden Kontrahenten schwer, offensive Akzente zu setzen, weil zu oft das Tempo und die Präzision im Spiel fehlten. Bezeichnend war, dass es erst kurz vor der Pause den ersten nennenswerten Schuss auf das Tor des Gegners gab, als Marvin Hitzek das Ziel von der Strafraumgrenze recht deutlich verfehlte (43.).

Ansonsten versuchte der Aufsteiger, der in der Abwehr erstmals mit einer Dreierkette spielte, was nicht das Mittel der Wahl bleiben dürfte, sein Glück in erster Linie mit langen Bällen. Der Trainer hatte diese Marschroute ausgegeben. „Wir wollten auf diesem tiefen und schlechten Rasen mit langen Pässen operieren und dann auf die zweiten Bälle gehen“, so Wolze. Die Taktik ging nicht auf, weil dafür oft die Genauigkeit bei den Pässen fehlte und offensiv viele Zweikämpfe verloren wurden.

Beiden Teams fehlte Präzision

Die Folge war eine Partie ohne große Höhepunkte, in der sich beide Mannschaften viele Ungenauigkeiten leisteten. „Es war eigentlich ein typisches 0:0-Spiel. Doch wir haben dann einen entscheidenden Fehler gemacht und verloren“, sagte Wolze. Seine Mannschaft ließ dem Gegner in einer Szene ein wenig zu viel Raum, was Lukas Mühlenfeld die Gelegenheit eröffnete, mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze aus den Siegtreffer zu erzielen (64.).

Die Viktoria versuchte danach, den Ausgleich zu erzielen. Marius Alt hatte mit einem Schuss aus spitzem Winkel die beste Gelegenheit (66.).

Ansonsten gab es aber keine große Chance für den Aufsteiger mehr, obwohl er in der Schlussphase auf eine Viererkette umstellte und in den letzten Minuten Innenverteidiger Max Fuchs, der über Jahre im Sturm gespielt hat, in den Angriff beorderte.

Aufrufe: 016.11.2025, 19:00 Uhr
Joachim SchwenkAutor