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Vierkampf oben, Zweikampf unten: Die große Halbzeitbilanz der A-Klasse 5

Fußball-Rückblick

von Franziska Kugler · 28.12.2025, 15:00 Uhr · 0 Leser
Dieses Ergebnis machte das Meisterrennen richtig spannend: Der Tabellenzweite SV Pulling (in Blau) besiegte Mitte Oktober den SC Massenhausen mit 5:0 – und fügte dem Spitzenreiter damit die bisher einzige Saisonniederlage zu.
Dieses Ergebnis machte das Meisterrennen richtig spannend: Der Tabellenzweite SV Pulling (in Blau) besiegte Mitte Oktober den SC Massenhausen mit 5:0 – und fügte dem Spitzenreiter damit die bisher einzige Saisonniederlage zu. – Foto: Lehmann

Der SC Massenhausen überwintert als Herbstmeister der A-Klasse 5 – doch die Konkurrenz schläft nicht. Im Tabellenkeller sieht es für ein Team zappenduster aus.

Landkreis – Bisher konnte Absteiger SC Massenhausen (27 Punkte) seiner Favoritenrolle in der A-Klasse 5 durchaus gerecht werden: Das Team überwintert auf Tabellenplatz eins. Mit dem SV Pulling (24), dem VfB Hallbergmoos II (24) und dem TSV Allershausen II (22) liegen allerdings gleich drei Verfolger auf der Lauer. Derweil deutet sich im Tabellenkeller ein Zweikampf an. Ein Rückblick auf eine spannende und ereignisreiche erste Saisonhälfte.

Der Herbstmeister

„Es ist alles nach Plan gelaufen – bis auf das Spiel gegen Pulling. Und da wissen wir, woran es gelegen hat“, sagt Massenhausens Coach Andreas Langer, der den Zusammenhalt in der Mannschaft als „Geheimrezept“ für den Erfolg bezeichnet. Und bestimmt werde der Herbstmeistertitel seiner Elf nochmal einen zusätzlichen Schub geben. Für Langer ist aber klar: „Viel wichtiger ist es, dass wir am Ende oben stehen.“ Dementsprechend möchte er in der Rückrunde jedes Match gewinnen – wobei er vor allem dem Wiedersehen mit dem SV Pulling entgegenfiebert: Schließlich habe man nach der 0:5-Auswärtspleite – es war die bislang einzige Niederlage in der Liga – „noch eine Rechnung offen“.

Der torhungrige Verfolger

Natürlich will die Mannschaft von SVP-Cheftrainer Christian Winklhofer den Klassenprimus dann erneut ärgern und an die starke Hinserie anknüpfen. Da verspielte Pulling erst am letzten Spieltag vor der Winterpause mit dem 1:4 gegen Eching II den Herbstmeistertitel. „Den hätten wir schon gerne mitgenommen. Doch das ist nicht das Maß aller Dinge“, erläutert Winklhofer, dessen Team mit 45 Buden den treffsichersten Angriff der Liga stellt. „Wir haben vor der Saison großen Wert auf die Offensive gelegt“, sagt der Übungsleiter. Der Lohn der Trainingsarbeit: Seine Truppe sei – angesichts der vielen verschiedenen Torschützen – „unberechenbarer“ geworden. Zugleich betont er: „Genauso freuen wir uns auch, wenn der Ball mit Erfolg verteidigt wird.“ Am Ende zählt ja nur der Sieg.

Die Toptorjäger

Um die Torjägerkanone kämpfen aktuell jedoch zwei Spieler aus anderen Vereinen: Philipp Schöps vom SC Massenhausen und Noah Tiefenbacher vom VfB Hallbergmoos II liefern sich mit jeweils 15 Treffern ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Dabei absolviert Schöps (23) nach langer Fußballpause seine erste vollständige Saison im Herrenbereich. Der Torriecher sei ihm jedoch nie abhandengekommen. „Und mit dem Rückenwind von Coach und Mannschaft funktioniert es umso einfacher“, sagt der SCM-Stürmer, für den dieser Titel ein „schöner Bonus“ wäre. „Aber das Wichtigste ist, dass wir am Ende aufsteigen.“ Ob seine angestrebten 25 Saisontreffer für dieses i-Tüpfelchen reichen, ist allerdings offen. Denn Noah Tiefenbacher visiert sogar die 40-Tore-Marke an. „Wenn ich das schaffe, wäre das fantastisch“, sagt der VfB-Akteur. Neben dem Traum vom Torschützentitel möchte sich der 20-Jährige zudem den des Aufstiegs erfüllen: „Das steht an erster Stelle und ist überhaupt nicht unrealistisch.“

Der Aufsteiger mit dem Punkteziel

Kein Tore-, sondern ein Punkteziel hat derweil Kranzbergs Teamchef Tobias Baierl ausgegeben: Aus seiner Sicht sollten 15 Zähler zum Klassenerhalt reichen. Ein Plan, den die SVK-Reserve auch bildlich vor Augen hat. So ziert eine selbstgebastelte Leiter die Kabinentür des Aufsteigers. „Je Punkt, den wir holen, geht es eine Sprosse nach oben“, erläutert Baierl, wodurch man zunehmend dem Abstiegsgespenst entfliehe. Trotz der soliden zehn Zähler zur Winterpause wären aber weitere Schritte nach oben auf der Leiter möglich gewesen.

Das Vater-Sohn-Duell

Diese Konstellation ist ungewöhnlich: Als Trainer der Vöttinger Zweiten traf Stefan Festbaum im Oktober auf seinen Sohn Jonas, der für den TSV Eching II aufläuft. Allerdings war das Ergebnis für den SVV-Coach „sehr ernüchternd“: „Sie waren einfach eine Klasse besser.“ Immerhin blieb ihm bei der 0:7-Klatsche ein Treffer seines Sohnes erspart. „Er hat mir gratuliert, und danach war das Spiel auch kein großes Thema mehr“, erinnert sich Jonas Festbaum, der trotzdem schon gespannt auf das zweite Saisonduell blickt. Denn: „Da wäre es dann cool, wenn ich das Tor noch schießen könnte.“

Der Abstiegskampf

Reicht es für den Klassenerhalt? Mit dieser Frage müssen sich der SV Hohenkammer und der FC Mintraching beschäftigen. Beim SVH (fünf Punkte) zeigte der Trend nach zwei Remis zum Jahresabschluss jedoch zumindest leicht nach oben. „Das stimmt mich sehr positiv – und wenn wir alle Spieler zur Verfügung haben, gehören wir nicht auf den letzten Platz“, erklärt Trainer Tobias Stöger. Auch Mehmet Kilic, der Coach des FC Mintraching, hält am Saisonziel Nichtabstieg fest. Ungeachtet dessen ist er sich bewusst: „Wenn es so weitergeht und wir in der Rückrunde keine Neuzugänge bekommen, dann wird es schwierig mit dem Klassenerhalt.“ Denn bis dato schien die ohnehin mit vielen Aushilfen gespickte FCM-Truppe, die erst einen Zähler auf dem Konto hat, vom Verletzungspech verfolgt zu sein. Ein Umstand, der gegen Massenhausen sogar zum Spielabbruch geführt hatte. Anschließend musste das Kilic-Team auch das Hinrundenfinale gegen Pulling personalbedingt absagen.