
Der SV 09 Arnstadt hat auf dem Transfermarkt zugeschlagen und seinem Kader für die kommende Thüringenliga-Saison vier vielversprechende Neuzugänge hinzugefügt. Mit Luca Schröder (SV Empor Walschleben), Tim Weilert (FSV 06 Kölleda), Oleksandr Shutov (FC Borntal Erfurt) und Maurice Meißner (Preußen Bad Langensalza) verstärkt sich der Vizemeister gezielt mit jungen Spielern, die bereits auf Landesebene ihr Potenzial unter Beweis gestellt haben.
„Wir wollten hungrige, talentierte und junge Spieler dazu holen, um den Konkurrenzkampf im Team neu zu beleben“, erklärt Arnstadts Sportvorstand Daniel Nerlich die Transferstrategie. Genau dieses Profil vereint das Quartett. „Alle Neuzugänge sind richtig gut ausgebildet und haben schon bewiesen, dass sie auf Landesebene belebende Elemente sind und jede Menge Qualität mit nach Arnstadt bringen. Jetzt geht es darum, sie schnell zu integrieren und sie in ihrer Entwicklung weiter zu fördern und zu unterstützen. Jeder der Jungs wird uns viel Freude am Obertunk bereiten – darauf freuen wir uns.“
Besonders gespannt dürfen die Arnstädter Anhänger auf Luca Schröder sein. Der Offensivspieler kommt als frischgebackener Staffelsieger der Landesklasse 2 vom SV Empor Walschleben an den Obertunk. Zwar verzichteten die Walschlebener bekanntlich auf den Aufstieg in die Thüringenliga, an Schröders persönlicher Entwicklung änderte das jedoch nichts. Der 20-Jährige gehörte in den vergangenen beiden Spielzeiten zu den prägenden Gesichtern seines Teams. In 54 Landesklasse-Partien erzielte er starke 31 Treffer und war damit einer der absoluten Leistungsträger bei Empor.
Der Kontakt nach Arnstadt besteht dabei schon länger. „Der erste Kontakt kam bereits Mitte der letzten Saison durch Deubi (René Deubner, ehemaliger Trainer beim SV 09 Arnstadt) zustande. Damals war vieles noch unklar – sowohl sportlich als auch hinsichtlich meiner Pläne nach der Schule“, berichtet Schröder. Nachdem feststand, wie es nach dem Abitur für ihn weitergehen würde, wurden die Gespräche konkreter. Schließlich suchte der Angreifer erneut den Austausch mit Daniel Nerlich.
Nach drei Jahren in Walschleben war für Schröder der Zeitpunkt gekommen, den nächsten Schritt zu wagen. „Ich habe mich dazu entschieden, den Schritt in eine höhere Liga zu gehen und mich durch den Konkurrenzkampf sowohl sportlich als auch menschlich weiterzuentwickeln“, sagt er. Mit dem Verzicht Walschlebens auf den Thüringenliga-Aufstieg habe seine Entscheidung dabei nichts zu tun gehabt. „Der Nichtaufstieg ist kein Grund für meinen Wechsel. Ich habe von Anfang an offen kommuniziert, dass ich einen Wechsel anstrebe – auch dann, wenn sich der Verein und die Mannschaft für einen Aufstieg entschieden hätten“, stellt Schröder klar.
In Arnstadt möchte der junge Offensivmann vor allem den nächsten Entwicklungsschritt gehen. „Ich möchte mich in erster Linie sportlich weiterentwickeln. Dafür muss ich mich zunächst an das höhere Tempo und die größere Intensität anpassen. Außerdem kann ich von den erfahrenen und etablierten Spielern viel lernen.“ Seine Qualitäten möchte er aber auch unmittelbar in den Dienst der Mannschaft stellen. „Natürlich will ich der Mannschaft offensiv weiterhelfen – vor allem durch Tiefenläufe und meine Stärken im Eins-gegen-eins.“
Mit Tim Weilert, Oleksandr Shutov und Maurice Meißner stoßen drei weitere Spieler hinzu, die trotz ihres jungen Alters bereits wertvolle Erfahrungen auf Landesebene gesammelt haben. Gemeinsam mit Schröder verkörpern sie genau das Profil, das die Verantwortlichen gesucht haben: ehrgeizige Spieler mit Entwicklungspotenzial und dem Willen, sich auf höherem Niveau zu beweisen. Verlassen haben den Obertunk mit Marlon Brömel (Aufenthalt in den USA) und Ben Fritz Meissner in Richtung Landesklasse-Aufsteiger SV Germania Ilmenau.