
Den Zuschauenden im Bresserberg-Stadion wurde ab Anpfiff eine rasante Partie geboten:
Bereits in Minute eins fiel ETBs Youssef Kamboua, knapp in der gegnerischen Hälfte befindlich, der Ball vor
die Füße. Dieser dribbelte sich explosiv beschleunigt an drei seiner Gegenspieler vorbei Richtung Tor,
ließ mit einer feinen Körperfinte im Strafraum noch einen weiteren FCK-Spieler aus und schob
entspannt den Ball zum 0:1 ins Tor der abstiegsbedrohten Klevener.
Wer nun aber eine Verunsicherung im Spiel der Klevener zu finden versuchte, suchte vergebens:
In den anschließenden knapp 15 Spielminuten setzten sich die Spieler der Heimmannschaft am
Strafraum Alexander Golz´ fest – ETBs Torhüter allein entschärfte dabei immer wieder sehenswert
Torversuche, die so mancher Fan der Blau-Roten bereits hinter der Linie wähnte. In der 15. Minute
jedoch klingelte es erstmals im Kasten der „Schwatten“: 4-Tore Mann Niklas Klein-Wiele glich mit einer
beinahe exakten Kopie des 1:1 aus.
Beinahe hätte der ETB hierauf mit der erneuten Führung geantwortet: Nach sehenswertem Lauf und
grandioser Flanke Pinkes vom linken Strafraumrand setzte sich Oteng-Adjei im Strafraum eng bedrängt
im Luftduell durch, traf den Kopfball aber nicht optimal (18.‘). In der 30. Minute war Kapenda das
Glück hold, nachdem er eine Bogenlampe in den Strafraum zum 2:2 einschieben konnte; kurz zuvor
hatte Kleves Nummer 10 zum 2:1 erhöht (22.‘).
In der 36. Minute hätte die Elf des Trainer-Gespanns Dorda/Matzel die Führung zurückerlangen
müssen: ein 5:3-Überzahl Angriff des ETBs wurde nach hervorragendem Kombinationsspiel und
abschließender Hereingabe jedoch knapp von einem Abwehrspieler abgefangen.
Kurz vorm Halbzeitpfiff erhöhte erneut Kleine-Wiele für seinen FCK –
nach Freistoßflanke tauchte dieser völlig frei vor Keeper Golz auf und köpft wuchtvoll zum 3:2 in
Minute 45+2. Minute. Und auch in der 57. Minute war es erneut Klein-Wiele, der die
Abwehrbemühungen des ETBs zu überwinden wusste: Ein weiter Einwurf in direkter Strafraumnähe
landete beim Mann des Tages, der Essens Torhüter zum 4:2 überlupfte.
Spielminute 63 bot ein besonderes Kuriosum: Nach Foul im Strafraum erhielt Kamboua die Chance
zum Elfmetertreffer; der Versuch wurde gehalten, doch aufgrund einer Regelwidrigkeit Torhüter Taners
direkt wiederholt. Doch auch der zweite Anlauf Kambouas führte nicht zum erwünschten Ergebnis, und
benötigte den Nachschuss des einlaufenden Kapendas, um mit dem Nachschuss erneut auf 4:3 an die
Gastgeber heranzukommen.
Die Schlussminuten gehörten klar dem ETB: Ein anhaltendes Sturmlaufen führte trotz Chancenwuchers
jedoch nicht mehr zum erneuten Ausgleich.
„Es lag nicht daran, dass die Jungs nicht wollten: Ich habe schon gesehen, dass die Jungs motiviert waren und viel probiert haben, um das Spiel zu gewinnen. Wenn man aber vier Standardtore bekommt, kannst du noch so oft trainieren, kannst du noch so viele Sachenansprechen, das ist dann einfach schlecht. Nichtsdestotrotz haben wir viele Möglichkeiten gehabt und herausgespielt, besonders in der zweiten Halbzeit – aus der zweiten Reihe, im 16-er Raum, Chancen, in denen wir frei zum Abschluss kamen, aber der Ball übers Tor geht. Im Endeffekt hat Kleve, für die es um alles ging, alles reingeworfen. Jetzt müssen wir diese Woche konzentriert angehen, um einen vernünftigen Saisonabschluss gegen Meerbusch zu schaffen.“