2026-03-13T07:45:35.464Z

Allgemeines

Vier Teams jagen die Garmisch-Reserve: Wer schafft den Aufstieg?

A-Klasse

von David Korber · Heute, 14:00 Uhr · 0 Leser
Breiter Kader des FC Bad Kohlgrub im Trainingslager in Nals: (h.v.l.) Tobias Hager, Elias Cosa, Maximilian Angerer, Luis Bauer, Lukas Gerhauser, Tobias Benedikt, Michael Brunner, Stefan Kraus, Niki Franz, Max Meditz, Daniel Nießner, Trainer Sebastian Moser; (u.v.l.) Marco Thalmeyer, Nico Schedler, Miklas Meixner, Christian König, Florian Kraus, Johannes Büchl, Florian Kratz, Josef Niklas und Philipp von Scheele.
Breiter Kader des FC Bad Kohlgrub im Trainingslager in Nals: (h.v.l.) Tobias Hager, Elias Cosa, Maximilian Angerer, Luis Bauer, Lukas Gerhauser, Tobias Benedikt, Michael Brunner, Stefan Kraus, Niki Franz, Max Meditz, Daniel Nießner, Trainer Sebastian Moser; (u.v.l.) Marco Thalmeyer, Nico Schedler, Miklas Meixner, Christian König, Florian Kraus, Johannes Büchl, Florian Kratz, Josef Niklas und Philipp von Scheele. – Foto: Privat

Die A-Klasse verspricht Spannung im Meisterschaftskampf. Kohlgrub, Schlehdorf und Mittenwald wollen den Spitzenreiter noch einholen.

Vier Teams aus dem Landkreis spielen bislang eine starke Saison in der A-Klasse. Doch nur eines darf direkt aufsteigen, ein weiteres könnte es über die Relegation schaffen.

1. FC Garmisch-P. II

Eigentlich ist die Rollenverteilung in der A-Klasse klar: Die Meisterschaft geht nur über die Reserve des 1. FC Garmisch-Partenkirchen. Sie ist der Gejagte, der Topfavorit. Nach einer überragenden Hinrunde mit 50 geschossenen und nur 17 kassierten Toren möchte man meinen, dass kaum jemand den Spitzenreiter aufhalten kann. Dennoch geht Trainer Evangelos Chatzis mit Bauchgrummeln in die verbleibenden zehn Begegnungen. „Die Vorbereitung war durchwachsen, außerdem habe ich einige wichtige Ausfälle.“ Abwehrchef Koray Etekli und Mittelfeldmotor Joshua Günther laborieren an langwierigen Verletzungen. Zudem bricht Jungspund Sebastian Stechele weg. Der Grund ist allerdings ein positiver: Er gehört fortan fest dem Landesliga-Kader an, stand zuletzt beim 2:1-Sieg gegen Kastl sogar in der Startelf.

Für Chatzis verschlechtert dieser kleine Aderlass die Ausgangslage, dennoch nimmt er die Favoritenrolle an. „Nach der Hinrunde muss es natürlich das Ziel sein, Meister zu werden.“ Umso wichtiger ist für ihn die Partie am Sonntag gegen den FC Kochelsee Schlehdorf. „Eine Niederlage wäre kein Weltuntergang, aber wenn wir Zählbares mitnehmen, wäre das schon gut.“ Viel wird auch von dem Top-Torschützen der A-Klasse abhängen: Selvedin Mesanovic. Er trifft mal wieder, wie er will, netzte schon 21-mal ein. „Eigentlich hätte er die Anerkennung verdient, bei der Ersten zu spielen. Ich bin aber froh, dass er bei mir dabei ist.“

FC Bad Kohlgrub

Einige schwierige Jahre hat der FC Bad Kohlgrub durchlebt. Einst in der Bezirksliga, ist er nun in der Buchstabenliga angekommen. Doch dort haben sich die Ammertaler stabilisiert. Im vergangenen Jahr scheiterten sie in der Aufstiegsrelegation. Klappt es jetzt im zweiten Anlauf? Die Ausgangslage ist vielversprechend: Kohlgrub ist Zweiter – drei Punkte hinter dem 1. FC II, drei vor dem FCKS. Doch Trainer Sebastian Moser tritt auf die Euphoriebremse. „Wir dürfen erst einmal nur auf uns schauen.“

Positiv stimmt ihn die Vorbereitung. Während zu Beginn die Trainingsbeteiligung noch „eher mau“ war, ging es für den FC mit 25 Spielern ins Trainingslager nach Nals. Die gemeinsame Zeit wusste die Mannschaft gut zu nutzen. „Das hat uns wirklich viel gebracht.“ Das zeigte sich im Anschluss in den zwei Testspielen. Gegen die Wildsteiger und Rottenbucher Reserve (ebenfalls A-Klasse) spielten die Ammertaler Remis. Die beste Leistung lieferten sie gegen Kreisklassen-Primus Uffing (1:2) ab: „Da waren wir auf Augenhöhe, letztlich hatte der Gegner eine bessere Kondition.“ So geht die Truppe mit reichlich Selbstvertrauen ins erste Wochenende nach der Winterpause, an dem gleich der erste Gradmesser wartet: der ASV Habach II, Tabellenvierter. Im Hinspiel taten sich die Kohlgruber lange schwer, entschieden die Begegnung erst in der Schlussphase. „Das wird definitiv ein harter Brocken.“

FC Kochelsee Schlehdorf

Im Herbst hielt sich der Kreisklassen-Absteiger noch mit Kampfansagen zurück. Zuerst wollte sich der FC Kochelsee Schlehdorf in der Liga akklimatisieren. Diese Zeit ist vorbei. Trainer Andreas Mathäus betont forsch: „Einer der ersten beiden Plätze ist unser klares Ziel!“ Mit einem Blick auf die Tabelle begründet er seine Ansage an die Konkurrenz. Nur drei Punkte fehlen dem FCKS momentan auf den zweiten Rang. Allerdings: Die Vorbereitungsspiele des Teams waren ein kleiner Schuss vor den Bug. Gegen zwei A- und zwei Kreisklassisten verbuchten die Fußballer nur ein Unentschieden. Für Mathäus kein Beinbruch: „So schlecht war’s gar nicht. Wir haben viel experimentiert und einige Spieler haben gefehlt.“

Höher bewertet er schon das Trainingslager in Südtirol. „Das war richtig gut.“ Mit diesem Schwung geht es gleich ins erste Endspiel. Gegen Spitzenreiter 1. FC Garmisch-Partenkirchen II ist für den Coach primär eins klar: „Verlieren dürfen wir nicht, sonst sind wir aus dem Meisterschaftsrennen direkt mal raus.“

FC Mittenwald

Die Überraschung der Hinrunde. Während die Isartaler in der vergangenen Spielzeit lange gegen den Abstieg kämpften, sieht die Welt ein Jahr später deutlich rosiger aus, den Klassenerhalt haben sie schon jetzt vor dem Re-Start in der Tasche. Stattdessen befinden sich die Mittenwalder im Aufstiegsrennen. Doch Trainer Max Tauwald kann die Lage gut einschätzen. Er weiß, der Weg hin zur Top-Mannschaft in der A-Klasse ist ein weiter. „Wir sind sehr zufrieden. Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass wir gegen die Spitzenteams verloren haben.“

Deshalb ordnet der Coach seinen FCM auch dahinter ein. „Klar, würden wir einen Aufstieg mitnehmen, realistisch ist er aber nicht. Eine Top-Fünf-Platzierung wäre schon richtig gut.“ Trotz des langen Winters – erst in der vergangenen Woche konnte das Team erstmals draußen trainieren – verzichtete der Tabellenfünfte auf ein Trainingslager. Stattdessen machten sich die Mittenwalder in fünf Testspielen fit für den Endspurt. Die Bilanz: drei Niederlagen, ein Remis, ein Sieg. Im Ligaalltag wartet jetzt zu Beginn ein vermeintlich leichter Gegner: Am Samstag ist der FCM beim ESV Penzberg II zu Gast.