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Pokal

Vier Teams aus der 1. KK Nord im Viertelfinale des Kreispokal

Entscheidung für Karlshöfen im Elfmeterschießen +++ Die höhere Liga setzte sich souverän durch

von Zevener Zeitung/Solty · 17.11.2024, 20:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Guido Specht

Das Achtelfinale des Kreispokals brachte keine Überraschungen mit sich. In den Duellen zwischen Mannschaften aus unterschiedlichen Ligen setzte sich jeweils die höherklassige Mannschaft durch. Dennoch sind nur noch vier Kreisligisten im Wettbewerb.

Das Achtelfinale des Fußball-Kreispokals bot eine Mischung aus souveränen Favoritensiegen, knappen Entscheidungen und unerwarteten Wendungen. Jeweils vier Teams aus der Kreisliga und der 1. Kreisklasse sicherten sich die begehrten Plätze im Viertelfinale.

Im ersten reinen Kreisligaduell setzte sich der TSV Karlshöfen bereits am Freitag gegen den TSV Groß Meckelsen durch. Meckelsen schien am Freitagabend zunächst auf einem guten Weg, den Erfolg aus dem Ligaspiel fünf Tage zuvor gegen den TSV Karlshöfen zu wiederholen. Nach einem vorsichtigen Abtasten zu Beginn brachte Marten Viebrock die Gastgeber in der elften Minute in Führung.

Entscheidung für Karlshöfen im Elfmeterschießen

Ab der 30. Minute fanden die Gäste aus Karlshöfen besser ins Spiel. Konsequenterweise gelang Michel Stolzenberg in der 44. Minute der Ausgleich zum 1:1. Dieses Ergebnis spiegelte den Verlauf der ersten Hälfte treffend wider.

Im zweiten Durchgang erwischte Karlshöfen den besseren Start und erarbeitete sich einige gute Chancen, ließ diese jedoch ungenutzt, ehe Jan-Niklas Prigge schließlich das 1:2 erzielte. Die Führung der Gäste währte allerdings nur bis zur 82. Minute, als Marcel Leitenberger für Groß Meckelsen den Ausgleich zum 2:2 markierte.

Dieses Resultat hielt bis zum Schlusspfiff, sodass die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen musste. Hier zeigte Karlshöfen die stärkeren Nerven: Die Gäste leisteten sich einen Fehlschuss, während zwei Schützen der Meckelser vom Punkt scheiterten. So zog Karlshöfen mit einem 6:4-Erfolg nach Elfmeterschießen als erstes Team ins Viertelfinale des Kreispokals ein. „Das war wahrscheinlich auch verdient“, resümierte Gästetrainer Jens Lüdemann nach der Partie.

Die höhere Liga setzte sich souverän durch

Am Sonntag folgte die FSV Hesedorf/Nartum mit einem deutlichen 5:0-Erfolg gegen das Kreisliga-Schlusslicht MTV Hesedorf. Trotz des klaren Endergebnisses war es ein hartes Stück Arbeit: Nach einem Sonntagsschuss von Kevin Romer zur 1:0-Pausenführung zeigte sich FSV-Coach Niklas Niestädt unzufrieden.

In der zweiten Hälfte lief es besser, und Joris Köhnken (2), Jannes Otten und Paul Wodarz machten den Sieg perfekt. MTV-Coach Alexander Bube sah das Ergebnis kritisch: „Der Sieg war verdient, aber am Ende zu hoch.“

Kreisliga-Spitzenreiter MTSV Selsingen hatte keine Mühe mit dem Tabellenführer der 1. Kreisklasse Süd, Bartelsdorf. Kapitän Hanke Wehber glänzte als Vorlagengeber für die Treffer von Kevin Knubben, Matthias Augustin und Lukas Schotmann, die eine 3:0-Führung nach einer Stunde herausspielten. Dustin Hollmann verkürzte für Bartelsdorf, doch Fabian Wodke sorgte für das entscheidende 4:1. „Das war ein sehr souveräner Auftritt“, freute sich MTSV-Sprecher Tim Viebrock.

Elfmeter entscheiden für den TSV Byhusen

Die SG Fintau komplettierte die Riege der Kreisligisten im Viertelfinale mit einem 3:0-Sieg beim MTV Wohnste aus der 1. Kreisklasse Süd. Florian Graf traf früh, doch erst spät machten Arno Holsten und Aboucar Camara (90.+3) alles klar. „Zwischenzeitlich waren wir dem 1:1 näher als Fintau dem 2:0“, erklärte Wohnste-Trainer Michael Schiewe. SG-Coach Jan Kruse räumte ein: „Wir waren nicht drei Tore besser, aber unser Sieg war nicht unverdient.“

Das spannendste Duell lieferten sich der TSV Byhusen und Viktoria Oldendorf, die beiden führenden Teams der 1. Kreisklasse Nord. Byhusen führte durch Tore von Sören Burfeindt und Reyk Hildebrand zunächst 2:0, doch Oldendorf glich durch Lars Brand und Malte Fahjen aus und ging durch Silas Gritzen sogar mit 3:2 in Führung.

Ein Handelfmeter von Jerik Hildebrand rettete Byhusen ins Elfmeterschießen, das der TSV mit 9:8 gewann. „Gegen Byhusen ist es wie verhext“, haderte Viktoria-Coach Jörg Blicharski über die dritte knappe Saisonniederlage.

Byhusens Trainer Eick Gerken kann den Frust seines Gegenübers nachvollziehen: „Hätten wir verloren, hätten wir das diesmal auch hinnehmen müssen“, so der TSV-Trainer.

Vier Teams aus der Kreisliga und vier aus der 1. KK

Einen klaren Sieg in einem weiteren Duell zweier Teams aus der 1. Kreisklasse Nord feierte der TSV Gnarrenburg beim FC Ostereistedt/Rhade mit 5:1. Jendrik Jenken brachte die Gäste kurz vor der Pause in Führung, Jaret Renken erhöhte direkt nach Wiederanpfiff, und Sönke Jahr erzielte die drei weiteren Treffer.

Für den FC traf nur Nils Engler zum zwischenzeitlichen 1:3. „Wir dachten wohl, wir könnten Gnarrenburg im Vorbeigehen schlagen“, ärgerte sich FC-Coach Dennis Bargemann. TSV-Trainer Jannis Lemmermann freute sich über einen schönen Jahresabschluss nach einer schwierigen Hinrunde: „Das war eine Bomben-Leistung meiner Mannschaft.“

Die Viertelfinalpaarungen komplettieren die SG Oste und der TSV Basdahl/Volkmarst, die ebenfalls als Vertreter der 1. Kreisklasse Nord in die Runde der letzten Acht einzogen. Damit ist das Rennen um den Kreispokal offen wie selten: Vier Kreisligisten und vier Teams aus der 1. Kreisklasse Nord kämpfen weiter um den Titel.