2026-03-13T07:45:35.464Z

Allgemeines

Vier Spielabbrüche gibt es: Was ist passiert?

Die Sportgerichte werden wahrscheinlich die Entscheidungen treffen.

von red · Heute, 20:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Timo Babic

Im Gebiet des Württembergischen Fußballverbands (WFV) gab es bei den Punktspielen vier Spielabbrüche. Was war passiert?

Ungeklärte Entscheidung in der Kreisliga A3 Enz-Murr

In der Kreisliga A3 Enz-Murr kam es bei der Begegnung zwischen dem SV Hellas Bietigheim und der SGM TSV Nussdorf/FV Roßwag zu einem vorzeitigen Ende des Spieles. Die Partie wurde zur Halbzeitpause abgebrochen. Bis zu diesem Zeitpunkt war das Spiel sportlich ausgeglichen verlaufen. Den ersten Treffer der Begegnung erzielte Johannes Wizemann in der 17. Spielminute für die Gäste der SGM TSV Nussdorf/FV Roßwag. Erst kurz vor dem Ende der ersten Spielhälfte gelang dem SV Hellas Bietigheim durch einen von Evangelos Liontos verwandelten Elfmeter in der 41. Minute der Ausgleich zum 1:1. Über die genauen Hintergründe, die den Unparteiischen dazu bewogen, das Spiel nach dem Kabinengang nicht mehr anzupfeifen, liegen derzeit noch keine gesicherten Informationen vor.

Ende nach der 90. Minute in Reutlingen

Einen besonders dramatischen Verlauf nahm die Partie in der Kreisliga B3 Alb zwischen dem SV Sveti Sava Reutlingen und dem SV Ohmenhausen. Hier erfolgte der Abbruch erst nach der 90. Spielminute, nachdem sich beide Mannschaften ein Torspektakel geliefert hatten. Die Torfolge war dabei geprägt von ständigen Führungswechseln: Paul Maisch brachte Ohmenhausen in der 38. Minute in Führung (0:1), ehe Kevin Djaalali per Strafstoß in der 45. Minute den Ausgleich markierte.

Nach dem Seitenwechsel erzielte Paul Maisch in der 49. Minute seinen zweiten Treffer zum 1:2, den Marko Vuletic nur zwei Minuten später zum 2:2 konterte (51.). In der 76. Minute schien Ioannis Fotis Valouxidis mit dem 3:2 die Partie für Reutlingen gedreht zu haben, doch Hannes Ziesche glich in der 90. Minute zum 3:3-Endstand aus. Neben den sechs Toren gab es zwei Roten Karten für den SV Sveti Sava Reutlingen und eine Rote Karte für den SV Ohmenhausen. Weshalb das Spiel trotz des erreichten Zeitlimits nach der 90. Minute offiziell abgebrochen wurde, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch ungeklärt.

Medizinischer Notfall in der Frauen-Regionenliga

In der Frauen-Regionenliga, Staffel 2, wurde das Aufeinandertreffen zwischen dem SV Horrheim und der zweiten Mannschaft des FSV Waldebene Stuttgart Ost durch eine schwere Verletzung überschattet. Zum Zeitpunkt des Abbruchs, der etwa in der 43. Minute erfolgte, führte die Heimmannschaft bereits deutlich mit 3:0. Die Tore für Horrheim fielen in kurzer Abfolge: Marina Köhler erzielte in der 26. Minute das 1:0, Marie Pfaffeneder erhöhte in der 29. Minute auf 2:0, und ein Eigentor von Anna-Lena Knäringer in der 33. Minute sorgte für den dritten Treffer der Gastgeberinnen.

Der SV Horrheim äußerte sich auf Anfrage von FuPa zu den Umständen des Abbruchs: "Der Spielabbruch war ca. in der 43. Minute aufgrund einer Kopfverletzung Spielerin der Gegner." Diese gesundheitliche Beeinträchtigung einer Stuttgarter Akteurin machte eine Fortsetzung des Spiels für beide Seiten unmöglich.

Abbruch auf Wunsch des Gegners in Franken

Ein ähnliches Szenario spielte sich in der Frauen-Bezirksliga Franken ab, wo der SV Westernhausen auf den FC Kirchhausen traf. Auch hier führte eine Verletzung zum vorzeitigen Ende, allerdings bereits nach einer halben Stunde Spielzeit. In den ersten 30 Minuten hatten die Zuschauer eine offensive Partie erlebt, in der der SV Westernhausen mit 3:2 in Führung lag.

Der SV Westernhausen erläuterte den Hergang gegenüber FuPa wie folgt: "Das Spiel wurde nach ca. 30 Minuten aufgrund einer Verletzung einer Spielerin aus Kirchhausen auf deren Wunsch hin abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt stand es 3:2 für uns." Der Abbruch erfolgte somit auf Bitte der Gastmannschaft, nachdem eine ihrer Spielerinnen nicht mehr einsatzfähig war und die Schwere der Verletzung eine Fortführung verhinderte.

Administrative Aufarbeitung durch die Sportgerichtsbarkeit

Sämtliche Vorfälle des Wochenendes ziehen nun die standardmäßigen sportrechtlichen Verfahren nach sich. In allen vier Fällen sind die beteiligten Vereine sowie die jeweiligen Schiedsrichter dazu aufgefordert, detaillierte Stellungnahmen zu den Ereignissen einzureichen. Diese Dokumente bilden die wesentliche Grundlage für die anstehenden Verhandlungen. Die Sportgerichte werden im Anschluss an die Sichtung aller Berichte und Statements eine endgültige Entscheidung treffen.