2026-04-23T13:43:33.969Z

Allgemeines

Vier Platzverweise lenkten Spitzenspiel in eine neue Richtung

Das Topspiel zwischen Siegfried Materborn und Viktoria Winnekendonk in der Kreisliga A wurde von hitzigen Szenen und vier Platzverweisen geprägt. Die entscheidenden Wendepunkte im Duell offenbaren, wie eng der Aufstiegskampf wirklich geworden ist. Der Blick auf ein besonderes Spiel.

von RP / Per Feldberg · Heute, 18:30 Uhr · 0 Leser
Siegfried Materborn musste sich gegen Winnekendonk geschlagen geben
Siegfried Materborn musste sich gegen Winnekendonk geschlagen geben – Foto: Susanne Schmidt

Das Rennen um die Meisterschaft in der Kreisliga A Kleve/Geldern und den damit verbundenen Aufstieg in die Bezirksliga bleibt extrem spannend. Denn in der vorgezogenen Partie des 25. Spieltages unterlag der Spitzenreiter Siegfried Materborn dem Tabellenzweiten Viktoria Winnekendonk mit 2:4 (0:1). Damit rückten die Winnekendonker an den Tabellenersten heran und haben nur noch drei Punkte Rückstand. Und der Verfolger legte einen Start nach Maß hin.

Vier Platzverweise bringen das A‑Liga‑Topspiel aus dem Gleichgewicht

Die rund 150 Zuschauer in der Siegfried-Kampfbahn bekamen zunächst eine Fußballdemonstration geboten. Und zwar vom Gast aus Winnekendonk, der im Stil einer Spitzenmannschaft vom Anpfiff an das Kommando übernahm. Die Gäste liefen das Materborner Aufbauspiel früh und aggressiv an. Der Gastgeber wirkte überrumpelt. Es wurde kaum ein konstruktiver Pass ins Mittelfeld gespielt.

Viktoria Winnekendonk provozierte immer wieder erfolgreich Ballverluste direkt vor dem Strafraum der Materborner. Und der Gast ging nach einem Eckball, den Jan Roosen am langen Eck über die Materborner Linie gedrückt hatte, auch hochverdient mit 1:0 in Führung (25.). Erst langsam fand Materborn in die Partie, hatte dann aber in der 37. Minute gleich drei Chancen zum Ausgleich. Doch Winnekendonk brachte schlussendlich den Ball aus der Gefahrenzone.

Die entscheidenden Wendepunkte im Duell Materborn gegen Winnekendonk

Drei Minuten später gab es den ersten großen Aufreger. Nach einem Foulspiel und Gelber Karte baute sich Luca Janssen vor dem Schiedsrichter auf, der sich offenbar bedroht fühlte und die Gelb-Rote Karte zog (40.). In Überzahl drehten die Gastgeber nach dem Seitenwechsel das Spiel. Lukas Gervens (53.) und Jonathan Klingbeil (60.) trafen für Siegfried Materborn zum 2:1.

Doch wie schon so oft in dieser Saison zeigte Winnekendonk das Herz eines Champions. Mutig und sehenswert wurde nach vorne gespielt. Und ein Traum-Freistoßtor in den Winkel durch Lion Janssen brachte den verdienten Ausgleich.

Kartenflut und Elfmeter in der Schlussphase des Topspiels

In der 75. Minute gab es für den Winnekendonker Fabian Smets wegen gestreckten Beins die Rote Karte – Winnekendonk spielte nur noch mit neun Mann. Das Duell wurde zunehmend hektisch – für den Unparteiischen wurde es zunehmend schwieriger, die Kontrolle zu behalten. In der 80. Minute gab es Gelb-Rot für Materborns Lars Bunk. In der Nachspielzeit holte sich sein Teamkollege Silas Evers Gelb-Rot ab. Lion Janssen, Winnekendonks bester Spieler an diesem Abend, traf zum 2:3 (90.+5) per Foulelfmeter. Den Schlusspunkt setzte Samuel Bröchler 4:2 (90.+9) für die Viktoria.

Winnekendonks Trainer Johannes Rankers war glücklich: „Ich bin einfach nur stolz auf mein Team und die gezeigte Moral. Das war groß“, sagte er. Materborns Coach Sebastian Eul zeigte sich als fairer Verlierer. „Wir haben verdient verloren, weil wir einfach zu viele Fehler gemacht haben“, so Eul, der nach seiner Roten Karte im Spiel gegen den 1. FC Kleve II das Geschehen hinter der Bank mitverfolgen musste.