
Jahr eins nach der B-Klassen-Meisterschaft endete dank es starken Endspurts erfreulich für die SG 2000 Eschelbach. Der anvisierte Klassenerhalt gelang ohne das ganz große Zittern und nebenbei haben die Verantwortlichen die sportlichen Weichen für 2026/27 gestellt. Darunter sind einige Transfers, die auf eine mehr als gute kommende Saison schließen lassen.
Die wichtigste Personalie betrifft den Trainerposten. "Nachdem unsere Trainer David Beckmann und Kevin Zuber uns bereits im vergangenen Oktober darüber informiert haben, aus privaten Gründen nicht weiterzumachen, haben wir uns zügig auf Trainersuche begeben", sagt Christoph Schrötel.
Der Spielausschussvorsitzende hatte einige Kandidaten auf dem Zettel, einer hat sich dabei als besonders geeignet erwiesen. André Piesch heißt er und setzt in Eschelbach eine Spielertrainer-Tradition fort, mit der der Klub in der Vergangenheit stets gute Erfahrungen gemacht hat. Das Trainerduo Beckmann/Zuber führte die Mannschaft als B-Liga-Meister in die Kreisklasse A, zuvor prägten unter anderem Julian Bauer und Daniel Unruh als spielende Coaches Eschelbacher Teams.
"Auf André bin ich gekommen, nachdem ich mich auf fupa.net über mögliche Kandidaten aus der näheren Umgebung umgesehen habe", berichtet Schrötel vom Trainerfindungsprozess. Daraufhin nahm er Kontakt zu dem 31-Jährigen auf und verrät, "dass für uns sofort klar gewesen ist, dass André der richtige Mann ist."
Das bestätigt der Neue. "Ich habe große Lust darauf loszulegen und bin schon sehr gespannt", sagt Piesch. In den vergangenen Jahren war er Spielführer bei der SG Horrenberg in der Kreis- und Landesliga. Davor stand er jeweils mehrere Jahre in Diensten des Landesligisten FC Bammental und sammelte beim FC Zuzenhausen sogar Verbandsliga-Erfahrung. Der gelernte Defensivmann wird in der A-Liga zweifelsohne einen zweikampfstarken und technisch versierten Innenverteidiger abgeben.
Bevor er das auf dem Feld zeigen kann, müssen sich die Eschelbacher aber noch ein wenig gedulden. Voraussichtlich bis Oktober coacht Piesch vom Seitenrand aus, da er sich in der Rehabilitation nach seinem Kreuzbandriss befindet. "Erste leichte Passübungen konnte ich schon machen und joggen geht auch", berichtet er von seinem Heilungsprozess und ergänzt, "dass ich nun am Anfang mir alles in Ruhe von außen anschauen kann, ist sicher nicht die schlechteste Variante." Mit dem gelernten Innenverteidiger kommt Marcel Mehl als Torwarttrainer aus Horrenberg sowie Feldspieler Maximilian Pitz.
Darüber hinaus begrüßt die SG 2000 zwei Rückkehrer. Nicolas Heinrich und Marius Sauciunas Junior kehren beide vom FC Weiler zurück. "Die beiden werden unseren jungen Offensivleuten die erhoffte Erfahrung bringen und wir sind davon überzeugt, dass das zwei Transfers sind, die richtig gut reinpassen werden", so Schrötel. Dagegen steht mit Muhammed Samil Bayazitoglu lediglich ein Abgang, der nach einem Jahr in Eschelbach aus privaten Gründen zurück zum SV Rohrbach/S. wechselt.
Ganz weg sind die alten Trainer außerdem nicht. "David Beckmann hat sich bereiterklärt, als Co-Trainer weiterhin mit dabei zu sein und auch Kevin Zuber würde als Spieler zur Verfügung stehen, wenn einmal Not am Mann herrschen sollte", sagt der Spielausschussvorsitzender weiter.
Für Piesch ist das eine sehr gute Konstellation. Er sagt: "Mir war klar, dass ich bei meiner ersten Trainerstation gerne jemand an der Seite hätte und mit David als Co-Trainer, der die Mannschaft bestens kennt, ist das die Ideallösung."
Seine neue Mannschaft hat er sich in der Rückrunde ein paar Mal angeschaut und verspürt seitdem Lust auf mehr. "In der Truppe herrscht eine gute Mischung zwischen talentierten Jungen und erfahrenen Spielern", konstatiert er.