Landesliga-Aufsteiger FV Fischbach und der SV 19 Bübingen lieferten sich nicht nur auf dem Platz einen heißen Fight, auch am Rande ging es während der Begegnung und auch danach hoch her. Auf dem Kunstrasen trennte man sich 3:3 (2:2)-remis.
Landesliga-Aufsteiger FV Fischbach tut sich in der neuen Umgebung schwer. Das liegt unter anderem auch daran, dass man größtenteils den Stamm der Aufstiegsmannschaft zusammen hielt und sich nun an die höhere Leistungsstärke der neuen Liga anpassen muss. Der Donnerstag-Gast SV Bübingen ist da nach der Neugründung 2019 und zwei Aufstiegen schon etwas weiter, konnte dies im ersten Durchgang phasenweise auch aufs Feld übertragen. Schon nach sieben Minuten brachte Lars Rothe den Gast aus dem Saarbrücker Stadtteil mit einem Kopfball in Führung. Es war sein dritter Saisontreffer, und auch der Ausgleichs-Torschütze der Gastgeber konnte in dieser runde seinen dritten Treffer bejubeln. Lars Weinmann vollendete eine Vorlage von Thomas Sell in der 13. Minute zum 1:1. Wieder dauerte es nicht lange, bis die Zuschauer das nächste Tor sahen, diesmal war es Bübingens Tim Darimont, der sogar schon sein fünftes Saisontor erzielte. Dann wurde es hektisch, Gideon Addai holte sich erst eine gelbe Karte ein (20.) und durfte sich vier Minuten später wegen einer Zeitstrafe etwas abkühlen. Fischbach zog daraus zunächst kein Kapital. Doch kaum war Addai zurück auf dem Feld, handelte sich Addai auch noch einen Platzverweis ein (41.). Diesmal konnte Fischbach den personellen Vorteil ausnutzen und traf unmittelbar zum 2:2 (42.). Bübingen änderte wegen der Unterzahl die Taktik, besann sich mehr aufs Verteidigen statt aufs wilde Anstürmen, suchte sein Heil in Kontersituationen - und wurde für die vorsichtigere Spielweise belohnt. Niko Culum brachte die Gäste in der 73. Minute wieder in Führung, allerdings aus stark abseitsverdächtiger Position. Culum hätte zu Beginn der Nachspielzeit sogar noch erhöhen können, doch Fischbach kam durch einen direkt verwandelten Freistoß von Fabian Weinmann noch zum späten Ausgleich (90. + 4.).
Fischbachs sportlich Verantwortlicher Thomas Seitner, der den im Urlaub befindlichen Giuseppe Simonetta vertrat, sagte nach dem Spiel: "Das Ergebnis war gerecht, wir haben uns aber durch individuelle Fehler in Schwierigkeiten gebracht. Das erste und dritte Tor dürfen wir so nicht kassieren. Wir haben einen Feldspieler im Tor, letzte Woche hat er super gehalten. Es hat sich gezeigt, dass wir ein Team sind. darauf lässt sich sicher aufbauen. Man hat dem Spiel angemerkt, dass auf beiden Seiten die Stammtorhüter fehlten. Es fehlen noch viele wegen Urlaub, viele kommen am Sonntag zurück, da hoffen wir auch spielerisch auf eine bessere Leistung. In Eschringen wollen wir nun gewinnen. Der Stamm blieb, aber vier fehlen uns noch, wir haben eine riesige Herausforderung angenommen, wir wollen das mit unseren eigenen Kräften schaffen, unser einziges Ziel kann nur der Klassenerhalt sein.
Bübingens Trainer Vedran Ivankovic meinte: "Wir waren ja schon in der ersten Hälfte phasenweise und dann im zweiten Durchgang komplett in Unterzahl. Wir haben durch Konter versucht, was zu machen, das hat ja auch geklappt. Dann kassieren wir ein unglückliches Tor in der Nachspielzeit, wir hatten einen Feldspieler im Tor. Mit der kämpferischen Einstellung vor allem in Unterzahl können wir zufrieden sein. Wir konnte in der Pause auf den Platzverweis reagieren. Wir haben uns da gesammelt. Jeder musste etwas mehr laufen. Wir waren nah dran heute. Wir haben noch ein weiteres Nachholspiel gegen Kandil, da könnten wir noch weiter nach oben rücken".
Bübingen konnte aufgrund des guten Torverhältnisses vom dreizehnten auf den achten Platz springen, hat immer noch ein Spiel weniger als die meisten Konkurrenten und wäre mit einem Sieg sogar Fünfter. Am Sonntag um 16 Uhr sind die Saarbrücker in St. Nikolaus Gast der SG Großrosseln-St. Nikolaus. Fischbach bleibt Vorletzter und bestreitet am Sonntag um 15 Uhr das Auswärtsspiel bei Mitaufsteiger TuS Eschringen.