
Der Konkurrenzkampf bei 1860 München ist groß wie lange nicht mehr. Einige prominente Namen finden sich deshalb auf der Bank wieder. Ob alle bleiben, steht in den Sternen.
München – Die Zeit wird knapper – gestern in zwei Wochen endet das Transferfenster in der 3. Liga. Gut möglich, dass sich der Kader des TSV 1860 München bis dahin noch verändern wird, wie Geschäftsführer Christian Werner verriet: „Einige Spieler werden merken, dass ihre Einsatzzeiten eher geringer werden in diesem Jahr. Es wird sicher passieren, dass der ein oder andere Spieler noch mit einem Wechselwunsch auf mich zukommen wird.“ Wen Werner meinen könnte? Die tz-Übersicht:
David Philipp: Kaum ein Spieler holte sich in den letzten Wochen so viel Lob ab, wie der offensive Mittelfeldmann der Löwen. Nach einer verletzungsgeplagten Debütsaison ist der Linksfuß seit Monaten fit, in dieser Form laut Werner „einer der besten Spieler der 3. Liga“. Und doch muss sich der 25-Jährige hinter Kevin Volland einreihen, auf seine Chance lauern. Bleibt er fit, wird er wichtig für 1860. Wittert seine Chance, bleibt (hoffentlich) an Bord.
Max Reinthaler: Beliebt in der Gruppe, doch sportlich momentan nur in einer Nebenrolle bei 1860. Ob dem 30-jährigen Innenverteidiger die Rolle als Ergänzungsspieler ausreicht, bleibt abzuwarten.

Raphael Schifferl: Konnte die Erwartungen – auch aufgrund einer schweren Verletzung – an ihn bei 1860 bislang nur bedingt erfüllen. Muss sich aktuell hinter dem Trio Voet/Verlaat/Dulic einreihen, auf seine Chance warten. Zeigte in Test- und Pokalspielen jedoch zuletzt aufsteigende Form. Fällt einer der gesetzten Spieler aus, ist der Österreicher wohl erster Nachrücker. Ein starker Backup für Coach Patrick Glöckner, ein Abgang des 26-Jährigen wäre bitter.
Soichiro Kozuki: In einer maximal durchschnittlichen Löwen-Mannschaft 2024/25 stach der Japaner regelmäßig heraus, überzeugte mit starken Tempoläufen, auch wenn die Effektivität vor dem Tor oft fehlte. Nach der Transfer-Offensive im Sommer jedoch hat sich die Konkurrenz-Situation für den 24-Jährigen massiv verschärft. In Essen (1:1) nicht im Kader, konnte er gegen Osnabrück (3:1) kaum Akzente nach Einwechslung zeigen. Eigentlich zu gut, um in der 3. Liga auf der Bank zu versauern, sucht er das Gespräch mit Werner?
Es werden Spieler mit einem Wechselwunsch zu mir kommen.
Christian Werner
Philipp Maier: Kam im letzten Jahr als prominente Verstärkung aus der 2. Liga nach Giesing, um die Klasse zu halten. Nach ordentlichen Leistungen zu Beginn mittlerweile zum Ersatzspieler degradiert. Glöckner sieht den 31-Jährigen eher als Innenverteidiger-Backup als auf der Sechs. Bringt viel Erfahrung mit, die im Saisonverlauf wichtig werden könnte.
Maximilian Wolfram: Top-Joker der Vorsaison mit starken Statistiken – acht Treffer, vier Vorlagen. Doch gegen die neue Konkurrenz in der Offensive bislang chancenlos, nur eine Minute Spielzeit in Essen sowie einen Tribünenplatz gegen Osnabrück. Schwer vorstellbar, dass der 28-Jährige mit seiner Situation derzeit zufrieden ist.