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„Viele Fouls und Nickeligkeiten“ – Planegg und Raisting enttäuschen im Verfolgerduell

Bezirksliga Süd

von Oliver Rabuser · 24.03.2025, 11:01 Uhr · 0 Leser
Wieder nix: In der Schlussphase hat Francois Ngwen (in Rot, Mitte) den Raistinger Siegtreffer auf dem Fuß. Er wird aber von seinem Mitspieler Benedikt Stechele (rechts) behindert, der Ball geht neben das Tor.
Wieder nix: In der Schlussphase hat Francois Ngwen (in Rot, Mitte) den Raistinger Siegtreffer auf dem Fuß. Er wird aber von seinem Mitspieler Benedikt Stechele (rechts) behindert, der Ball geht neben das Tor. – Foto: Oliver Rabuser

Der SV Raisting und der SV Planegg-Krailling lieferten sich ein mäßig begeisterndes Topspiel und trennen sich am Ende mit einem Unentschieden.

Was unterm Strich rauskam, war weitaus weniger, was diese brisante Partie im Vorfeld versprochen hatte. Im Verfolgerduell um den zweiten Tabellenplatz der Bezirksliga Süd trennten sich der gastgebende SV Raisting und der SV Planegg-Krailling torlos. Ein anderes Ergebnis hätte die Chronologie der Partie auch nicht hergegeben, wenngleich die Heimelf bei ihren wenigen Szenen einem Treffer näher war. „Unterm Strich über 90 Minuten ein gerechtes 0:0“, urteilte auch SVR-Coach Johannes Franz.

Und doch versäumten es die Raistinger, sich einen Vorteil herauszuarbeiten. So vergab Andreas Heichele nach einem Eckstoß am langen Pfosten im Fallen nur knapp. Noch energischer war das Raunen der Zuschauer, als Maximilian König den Ball nach kurz ausgeführtem Freistoß im Mittelfeld aus rund 25 Metern an die Unterkante der Querlatte donnerte. „Schade, hätte einen Treffer verdient gehabt“, bedauerte Franz. Anschließend habe man Aggressivität, Griffigkeit und Nähe zu den Gegenspielern „etwas missen lassen“, bemängelte der Coach das, was seine Elf danach bis zur Pause zeigte.

Glücklicherweise aus Sicht der Gastgeber blieb das ohne negative Folgen: „Wenn du nicht eng anstehst, haben die Planegger unheimliche spielerische Qualitäten“, so Franz. Technisch fanden sich die Gäste auch auf dem holprigen Geläuf besser zurecht. Allein, wenn es um die zündende Idee in Strafraumnähe ging, war wenig geboten. Mit zwei kleinen Ausnahmen. Ungefährlich war weder der Kopfball von Martin Bauer, noch der Freistoß von Alexandar Demonjic an den Außenpfosten.

„Habe ich nicht so ganz verstanden.“

Johannes Franz, Trainer des SV Raisting, über die Zeitstrafe für Niek Khazali.

Der zweite Abschnitt war dann in wesentlichen Teilen das Eintrittsgeld nicht mehr wert. „Sehr zerfahren, viele Fouls und Nickeligkeiten“ beobachtete Franz. Kaum einmal zirkulierte das Spielgerät länger in einer der beiden Reihen. Es wurde getackelt, gefallen, geschrien und verzweifelt zum jungen Schiedsrichter geblickt. Etwas merkwürdig mutete die Zeitstrafe für Mathias Sedlmeier an (60.). Nach Foul an Niek Khazali zunächst regelkonform verwarnt, schickte der Spielleiter den Raistinger etwas später für zehn Minuten vom Platz. „Habe ich nicht so ganz verstanden“, sagte Franz.

War letztlich aber egal, weil der SVR die vorübergehende Unterzahl problemlos überstand. Zum Ende hin waren es plötzlich wieder die Gastgeber, die dem Lucky Punch nahe kamen. Erst kam David Gretschmann einen halben Schritt später zum Ball als Keeper Marijan Krasnic. Ganz zum Ende hin hatte dann Francois Ngwen den entscheidenden Treffer vor Augen, wurde aber von Benedikt Stechele unabsichtlich behindert. (or)