
Der VfB Fallersleben hat sich in einem umkämpften Spiel mit 2:1 gegen den SC Rot-Weiß Volkmarode durchgesetzt. Sportdirektor Tom Daedelow sprach nach Abpfiff von einem „erwarteten Abnutzungskampf“ und ordnete das direkte Duell im Abstiegskampf als „zerfahren“ ein.
Auch aus Sicht von Volkmarode verlief der Start alles andere als optimal. Trainer Collin Gerstung erklärte: „Wir erwischen keinen guten Start. Nach einer Unachtsamkeit spielen wir einen Rückpass im Lauf des Gegners und es kommt zu einer Situation, die zu einem fragwürdigen Elfmeter führt.“ Den fälligen Strafstoß verwandelte Emin El-Ouhibi in der 11. Minute zur Führung.
In der Folge entwickelte sich kein hochklassiges Spiel. „Anschließend hielt sich die Partie weitestgehend im Mittelfeld auf“, so Daedelow. Auch Gerstung sah „kein gutes Niveau auf beiden Seiten“ und meinte: „Ich denke mal mit einem Unentschieden zur Pause wäre es gerecht gewesen.“
Nach dem Seitenwechsel kam Volkmarode besser ins Spiel und belohnte sich früh. Henri Pascal Winter traf in der 49. Minute zum 1:1 nach einer Standardsituation. Doch die Freude währte nur kurz. „Dann waren es fünf, sechs, sieben Minuten, in denen wir echt eine gute Phase haben, diese aber selbst wieder zerstören durch einen individuellen Fehler im Spielaufbau“, erklärte Gerstung.
Diesen Fehler nutzte Fallersleben eiskalt aus. Daedelow schilderte: „Einen katastrophalen Fehler im Aufbau nutze Lennox Binder dann zu unserer Führung.“ Da waren 55 Minuten absolviert.
In der Schlussphase war Volkmarode um den Ausgleich bemüht, ließ jedoch beste Chancen liegen. „Wir hatten drei, vier, fünf sehr, sehr gute Chancen. Bei zwei, drei hundertprozentigen Chancen, muss der Ball einfach im Tor untergebracht werden.“, so Gerstung. Letztlich fehlte die Effizienz: „Am Ende gewinnt die Mannschaft, die effizienter ist und das dann irgendwie auch nicht unverdient.“
Daedelow fasste die Partie nüchtern zusammen: „In einem insgesamten schwachen Landesligaspiel haben wir die wichtigen Zähler eingefahren.“ Durch den Sieg zog Fallersleben an Volkmarode vorbei und hat nun einen Punkt Abstand auf den Aufsteiger. Außerdem revanchierte man sich für die klare 0:3-Hinspielpleite.
Für Volkmarode blieb dagegen die Enttäuschung: „Es ist ein sehr, sehr bitterer Tag für uns und ein sehr, sehr bitteres Ergebnis, weil viel mehr drin gewesen wäre“, erklärte Gerstung, richtete den Blick aber direkt nach vorne: „Spätestens ab morgen heißt es wieder Kopf hoch, Brust raus.“ Denn schon am kommenden Mittwoch steht das nächste Heimspiel an, wenn man den Tabellenzweiten, MTV Gifhorn, empfängt.