
Im Duell gegen den direkten Tabellennachbarn SV Petershausen wollte die SpVgg Erdweg nach dem enttäuschenden Remis gegen Tandern unbedingt wieder einen Sieg einfahren. Die Voraussetzungen waren jedoch schwierig: Die Personalsorgen spitzen sich weiter zu, sodass lediglich 13 Spieler aus dem offiziellen Kader zur Verfügung standen. Dennoch ging Erdweg mit viel Selbstvertrauen in die Partie – schließlich war man seit vier Spielen ungeschlagen und zeigte seit der Winterpause ansehnlichen Fußball.
Erdweg startete stark in die Partie und übernahm von Beginn an die Kontrolle. Mit hohem Ballbesitz, dynamischem Kombinationsspiel und vielen Seitenverlagerungen bestimmte die Mannschaft das Geschehen. Vor allem über die Flügel kam man immer wieder gefährlich nach vorne.
Die erste Großchance ergab sich in der 20. Minute: Nach einem starken Laufweg wurde Anton Burghart von Ilgar Can mit einem Schnittstellenpass geschickt. Sein Abschluss wurde vom herausstürmenden Torwart geblockt, der Ball sprang hoch in die Luft. Bartholomäus Burghart reagierte schnell, nahm den Ball aus rund 25 Metern direkt volley – verfehlte das leere Tor jedoch knapp.
In der 40. Minute folgte die nächste Topchance: Nach einer schönen Kombination über die linke Seite wurde Korbinian Göttler im Zentrum angespielt, der Satuk Can perfekt in den Lauf schickte. Can ließ zwei Gegenspieler mit Schusstäuschungen aussteigen, doch sein Abschluss aus sieben Metern wurde im letzten Moment geblockt.
Direkt im Anschluss hätte die Führung fallen müssen: Nach einer einstudierten Eckballvariante kam Stefan Stegmair aus kurzer Distanz frei zum Kopfball, setzte den Ball jedoch über das Tor.
Drei hundertprozentige Chancen – ohne Ertrag. Ein Muster, das sich bereits in den vergangenen Wochen angedeutet hatte.
Die Gäste überließen Erdweg weitestgehend das Spiel und konzentrierten sich auf die Defensive. Lediglich zwischen der 12. und 16. Minute kamen sie über Konter zu vereinzelten Abschlüssen, ohne dabei wirklich gefährlich zu werden.
Auch nach der Pause blieb das Bild unverändert. Erdweg hatte gefühlt nahezu durchgehend Ballbesitz, schnürte Petershausen tief in der eigenen Hälfte ein und investierte enorm viel Laufarbeit. Doch wie bereits in den Spielen gegen Tandern und Bergkirchen fehlte im letzten Drittel die Konsequenz.
Trotz spielerischer Überlegenheit gelang es nicht, klare Torchancen herauszuspielen. Die Aktionen wurden zu selten sauber zu Ende gespielt, die Durchschlagskraft vor dem Tor fehlte.
Am Ende steht ein weiteres enttäuschendes Remis. Erdweg war über 90 Minuten die klar spielbestimmende Mannschaft, ließ jedoch beste Chancen ungenutzt und konnte sich erneut nicht belohnen. Der Aufwand, den die Mannschaft betreibt, ist hoch – die Punkteausbeute entspricht jedoch nicht den eigenen Ansprüchen. Entsprechend groß war der Frust nach dem Spiel.