2026-01-15T09:41:53.693Z

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Michael Probst wil mit seinen Schützlingen unbedingt noch den Klassenerhalt schaffen
Michael Probst wil mit seinen Schützlingen unbedingt noch den Klassenerhalt schaffen – Foto: Charly Becherer

Viechtach: Ikone Probst gibt Traineramt ab und macht ab Sommer Pause

Der ehemalige Bayernliga-Kicker legt nach dieser Saison den Übungsleiter-Posten bei seinem Heimatverein nieder

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Michael "Sticka" Probst hat sich beim 1. FC Viechtach zu einem echten Tausendsassa entwickelt. Seit elf Jahren engagiert sich der ehemalige Defensivspezialist der SpVgg GW Deggendorf - für die Donaustädter hat Probst sieben Bayern- und 55 Landesligaeinsätze absolviert - bei seinem Heimatverein als Nachwuchs-, Damen- und seit 2022 als Herrentrainer. Ende Mai ist für den 35-Jährigen nun aber - zumindest vorübergehend - Schluss.

"Ich werde eine Pause einlegen, die mindestens ein halbes Jahr andauern wird. Meine Entscheidung hat aber nichts mit unserer prekären sportlichen Situation zu tun, sondern hat einen erfreulichen Grund. Ich werde Ende Februar erstmals Vater und möchte deshalb die Zeit mit meiner Familie genießen", verrät Probst, der beim Traditionsverein - gemeinsam mit einigen langjährigen Weggefährten - einiges bewegt hat. "Als ich 2022 die erste Mannschaft übernommen habe, waren wir der A-Klasse deutlich näher als der Kreisliga. Zwei Jahre später wurden wir Kreisklassen-Meister und dann auf Anhieb als Aufsteiger in der Kreisliga hervorragender Dritter. Zudem haben wir mittlerweile wieder eine intakte Zweite, die in der A-Klasse eine sehr ordentliche Rolle spielt. Die aktuelle Saison verläuft leider nicht zufriedenstellend, das hat aber Gründe. Personell sind in der Sommer-Wechselperiode ein paar Sachen nicht so gelaufen, wie wir es uns vorgestellt hatten. Zudem hatten wir aufgrund der Sanierung unserer beiden Plätze in der Vorbereitung katastrophale Trainingsbedingungen, die sicherlich auch der Grund für die eine oder andere Verletzung waren. Es war ein verkorkstes Halbjahr, das wir aber im Frühjahr ausmerzen wollen. Wir werden in der Kreisliga bleiben und für dieses Ziel wird die Mannschaft und das gesamte Trainerteam Vollgas geben", verspricht der ehrgeizige Chefanweiser.






Von Vereinsseite bringt man dem engagierten Coach eine sehr hohe Wertschätzung entgegen und bedauert dessen Entschluss. "Standardfloskeln sind bezüglich dieser Personalie nicht ausreichend. Was unter der Federführung von Michael in den letzten vier Jahren im sportlichen Bereich passiert, ist herausragend. Seine akribische Arbeit mit jedem einzelnen Spieler, sowie die bedingungslose Identifikation mit unserem Verein ist vorbildhaft. Wir gönnen ihm die Pause und freuen uns schon jetzt auf seine Rückkehr - in welcher Konstellation auch immer", sagt der sportliche Leiter Tobias Graßl, der die Trainerfrage im Februar vom Tisch haben möchte. Fest steht, dass der Ex-Ruhmannsfeldener Tobias Riepl ab sofort den "Staff" als spielender Co-Trainer ergänzen wird.





Wann und als was Michael Probst auf die Fußballbühne zurückkehren wird, ist offen. "Frühestens 2027", schmunzelt der sympathische Noch-Coach von "Vejda", der grundsätzlich offen für alles ist: "Für mich ist es durchaus vorstellbar, wieder etwas beim FCV zu machen. Genauso ist es aber eine Option, bei einem anderen Verein als Trainer anzugreifen. Das ist aber alles weit weg und absolute Priorität genießt die aktuelle Situation, in der wir sehr hart arbeiten müssen, um unser Ziel Klassenerhalt zu erreichen."

Aufrufe: 015.1.2026, 11:25 Uhr
Thomas SeidlAutor