
Der siebte Rückrundenspieltag der U17-Mittelrheinliga hatte einiges zu bieten. Der VfL Vichttal bringt den Abstiegskampf noch enger zusammen und oben wird es auch wieder spannend.
Der VfL Vichttal hat mit dem dritten Sieg aus den letzten fünf Spielen den Anschluss an das rettende Ufer wiederhergestellt. Durch den Dreier beträgt der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz nur noch zwei Punkte. Fatos Popova, Trainer des VfL, war die Wichtigkeit des Sieges anzumerken: „Für uns alle ist es ein extremer Motivationsschub, da wir endlich den letzten Platz abgegeben haben. Vichttal lebt!" Der Sieg selbst war für Popova „auch vollkommen verdient." Die Leistung seiner Schützlinge sah der Coach folgerichtig als sehr gut an: „Die Jungs waren voll fokussiert und haben all ihre Aufgaben hervorragend gemeistert", freut sich Popova. Auf der anderen Seite war Glenn Adriano nicht überrascht von dem Auftritt des VfL: „Es ist das eingetroffen, wovor ich mehrfach gewarnt habe. Wir trafen auf einen Gegner, der gegen uns alles versuchen würde, um nicht abzusteigen. Wir haben für so ein Spiel die nötige Einstellung nicht abrufen können und haben verdient verloren. Glückwunsch nach Vichttal an dieser Stelle!" Adriano ärgerte sich gerade über die zweite Hälfte der Partie: „Die erste Halbzeit war noch ausgeglichen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann Fehler gemacht, die Vichttal nutzen konnte."
Die Alemannia aus Aachen musste sich am Samstag mit einem Punkt in Deutz zufriedengeben. Damit macht Aachen wieder die Tür auf für einen spannenden Kampf um die Meisterschaft. Dass die Deutzer am Ende einen Punkt gegen den Spitzenreiter bejubeln durften, war angesichts einer fast 50-minütigen Unterzahl das Ergebnis einer außergewöhnlichen Energieleistung. Nach einer frühen Führung schwächten sich die Hausherren durch einen Platzverweis selbst. Omid Akhavan, Trainer des SV, war nach dem Spiel begeistert über die erbrachte Leistung seines Teams: „Wir haben heute ein absolutes Top-Spiel abgeliefert. Wenn man das gesamte Spiel betrachtet, hatten wir immer wieder unsere Momente und auch mehrfach die Chance, den Siegtreffer zu erzielen. Mit ein bisschen mehr Spielglück bleiben die drei Punkte trotz Unterzahl ab der 30. Minute sogar bei uns in Deutz." Besonders der Charakter seiner Truppe imponierte dem Coach nachhaltig: „Ein großes Kompliment an meine Mannschaft: Die Jungs haben Mentalität gezeigt, sind füreinander gegangen und haben das Spiel trotz der Umstände komplett angenommen. Genau so stelle ich mir unsere Auftritte vor." Aachen behauptet durch das Remis zwar die Tabellenführung, spürt aber zunehmend den Atem der Fortuna im Nacken.
Mit der dritten Niederlage in Folge sind die Gastgeber vorerst auf den letzten Platz abgerutscht. Für Bonn wiederum war es der zweite Sieg in Serie und dadurch bleibt man bis auf fünf Punkte an Aachen dran. Nihad Dzaferovic, Trainer von Düren, sah einen bitteren Spielverlauf: „Wir haben heute unglücklich mit 0:2 verloren. Ein Gegentor fiel per Elfmeter, und uns wurde ein eigener Treffer wegen Abseits aberkannt − das ist in so einem engen Spiel natürlich extrem bitter. Insgesamt war die Leistung aber kämpferisch absolut überzeugend, und mit dem Einsatz der Mannschaft bin ich sehr zufrieden. Jetzt gilt unser voller Fokus dem nächsten Spiel gegen Vichttal. Dort wollen wir die Kehrtwende schaffen und uns die drei Punkte holen." Das kommende Spiel gegen den VfL Vichttal wird zu einer richtungsweisenden Partie, im Kampf um den Klassenerhalt in der Mittelrheinliga.
Die Fortuna aus Köln konnte den kleinen Patzer Aachens nutzen und siegte souverän in Eilendorf. Bei einem Spiel weniger beträgt der Abstand auf Aachen aktuell vier Punkte. Der SVE lag früh bereits hinten und konnte das Spiel daraufhin nicht mehr drehen. Nico Kampsmann, Trainer von Eilendorf, sah keine gute erste Halbzeit seines Teams: „Wir spielen keine gute erste Halbzeit, finden überhaupt nicht ins Match rein und haben nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. In der zweiten Hälfte haben wir ein paar Dinge angepasst und machen es deutlich besser − allerdings wurden wir nicht sonderlich zwingend und belohnen uns daher nicht für den betriebenen Aufwand. Schlussendlich killen individuelle Fehler unser Spiel." Für Eilendorf gilt es nun, die positiven Ansätze aus der zweiten Halbzeit mit in die kommenden Aufgaben zu nehmen. Fortuna Köln bleibt durch den Dreier Aachen dicht auf den Fersen.
Der SC West Köln und Bergisch Gladbach trennten sich am Samstagabend mit 1:1. Ein Ergebnis, mit dem beide Mannschaften leben können. West Köln festigt damit erstmal den vierten Platz, während Gladbach einen weiteren Punkt im Kampf um den Klassenerhalt sichert.