
Worms/Gimbsheim. Am 6. Spieltag kassierte die Landesliga-Elf des VfR Wormatia Worms in Neuhausen die vierte Niederlage in Serie. Platz zwölf war die Folge, Trainer Björn Weisenborn schien einer schwierigen Runde entgegenzublicken. Doch seither läuft es bei der U21 plötzlich rund. Abgesehen von Rückschlägen gegen Weisenau und Ingelheim zeigt die Formkurve kontinuierlich nach oben. Neun Siege aus den letzten elf Spielen sind ein Spitzenwert in der Liga. Zum Rückspiel in Gimbsheim (Sonntag, 15 Uhr) reisen die Wormser nun als Tabellenzweiter an, während die Gastgeber mit fünf Punkten aus den vergangenen sechs Partien den eigenen Ansprüchen aktuell nicht gerecht werden.
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Schon im September, seine Mannschaft hatte gerade das Derby gegen Aufsteiger TuS Neuhausen 1:2 verloren, wollte Björn Weisenborn das Wort „Krise“ nicht in den Mund nehmen. „Wenn überhaupt war das eine Ergebniskrise, keine Leistungskrise“, macht er deutlich. „Es war von Anfang an klar, dass bei uns die Entwicklung der Mannschaft im Vordergrund steht. Und das ist keine Sache von Tagen oder Wochen. Wir arbeiten akribisch und im Detail. Alle sind bemüht und ziehen mit.“ Getreu Weisenborns Motto „Wer immer hart arbeitet, wird irgendwann belohnt“ stellte sich zuletzt zunehmend der Erfolg auf dem Platz ein. Unter anderem gelang ein Sieg gegen Tabellenführer SV Büchelberg.
Der Spielstil seiner Mannschaft sei dabei immer gleich, man differiere in der Herangehensweise nicht zwischen Namen oder Tabellenstand des Gegners. Den SV Gimbsheim erwartet somit am Sonntag eine „spielstarke Mannschaft, die immer versucht mit fußballerischen Lösungen zum Ziel zu kommen“, so Weisenborn. Dabei gehöre es für seine junge Elf aber auch zum Lernprozess zu verinnerlichen, dass diese „Lösung“ durchaus auch mal ein Pressschlag oder ein Ball ins Seitenaus sein kann.
Im Hinspiel hatte der SV Gimbsheim knapp die Oberhand behalten (1:0). „Die waren einfach abgezockter, erfahrener“, erinnert sich der 30-jährige Bad Dürkheimer. Diesmal spricht der Trend – auch weil der SVG personell arg gebeutelt ist – für die Wormatia. Die Heimstärke der Gimbsheimer, die seit Mai 2024 vor eigenem Anhang ohne Niederlage sind, ist ein dagegen ein Argument für einen Erfolg der Platzelf. Weisenborn: „Mit einem Punkt auswärts bin ich zufrieden.“