2025-12-03T05:51:34.672Z

Allgemeines
Warbeyen hat Schwierigkeiten in der 2. Bundesliga.
Warbeyen hat Schwierigkeiten in der 2. Bundesliga. – Foto: Pascal Derks

VfR Warbeyen ist erneut chancenlos

Zweite Fußball-Bundesliga der Frauen: Der Aufsteiger verliert beim Tabellenführer SC Sand mit 1:7. Wenigstens erzielt Isa Warps kurz vor Schluss den ersten Auswärtstreffer. Trainer Sandro Scuderi bleibt trotzdem optimistisch.

Es bleibt dabei: Die Frauen des VfR Warbeyen haben in ihren Auswärtsspielen in der Zweiten Bundesliga einen ganz schweren Stand. Nach den hohen Niederlagen beim VfL Bochum (0:7) und beim SV Meppen (0:8) verlor der VfR nun auch sein drittes Gastspiel überdeutlich. Beim 1:7 (0:4) gegen Tabellenführer SC Sand wurden auch Parallelen zur jüngsten 0:6-Niederlage in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals gegen Bundesligist 1. FC Köln deutlich.

0:3 nach einer Viertelstunde

Denn der VfR Warbeyen verschlief auch diesmal den Start in die Partie. Gegen die Kölnerinnen fiel der erste Gegentreffer nach rund 40 Sekunden. Diesmal lag der Ball nach handgestoppten 33 Sekunden im Warbeyener Tor. Nach einem Ballverlust an der linken Strafraumkante gelangte der Ball über Milena Fischer zu Kim Schneider, die VfR-Keeperin Lea Egbers mit einem strammen Abschluss keine Chance ließ.

Auch in der Folge waren die Gastgeberinnen aus Willstätt in Baden-Württemberg die spielbestimmende Mannschaft. Das Team von Coach Alexander Fischinger ließ überhaupt keine Zweifel aufkommen und sorgte mit zwei weiteren Treffern bereits früh für klare Verhältnisse. Dem 2:0 durch Sara D’Appolonia war eine missglückte Warbeyener Klärungsaktion vorausgegangen (12.). Das 3:0 (15.) erzielte Sarah Wiesner per Flachschuss.

In der Folge kam der VfR Warbeyen besser in die Partie – um sich dann kurz vor der Halbzeit doch noch den vierten Gegentreffer zu fangen: Pija Reininger wurde von den Gästen, die ganz in pink aufliefen, nur Geleitschutz gewährt, sodass die Stürmerin sich links im Strafraum durchsetzen und aus spitzem Winkel zum 4:0-Halbzeitstand treffen konnte (44.).

Nach der Pause hatte VfR-Trainer Sandro Scuderi dann ein Déjà-Vu-Erlebnis der unschönen Art. Denn ein zweites Mal an diesem Sonntagnachmittag lagen zwischen Anstoß und Gegentreffer nur 33 Sekunden – diesmal profitierte Sands Milena Fischer von einer Slapstick-Aktion im Warbeyener Strafraum. „Wir müssen uns wirklich fragen, warum in manchen Situationen der Kopf nicht mitspielt und in anderen schon. Dieses Problem müssen wir abstellen“, sagte der Warbeyener Übungsleiter.

Scuderi ist das Lob egal

In der 67. Minute hatte der SC Sand erneut leichtes Spiel, als Rio Takizawa aus dem Getümmel zum 6:0 abstaubte. Der letzte Streich gelang der eingewechselten Anne Rotzinger, die in der 77. Spielminute traumhaft per Schlenzer von der Strafraumkante traf. Positiv aus Sicht des VfR Warbeyen: Nach Ballgewinn im Mittelfeld erzielte Isa Warps in der 89. Minute den ersten Warbeyener Auswärtstreffer in dieser Saison.

Darüber konnte sich Sandro Scuderi jedoch nur bedingt freuen. „Das Trainerteam des SC Sand hat uns nach Abpfiff dafür gelobt, dass wir vernünftig mitspielen wollten und eine gute Spielanlage hatten. Wenn du am Ende jedoch 1:7 verlierst, bringen dir diese Komplimete rein gar nichts. Heute gibt es erneut nichts schönzureden“, sagte der Warbeyener Trainer, ohne jedoch den Optimismus aufzugeben.

Scuderi: „Die Ergebnisse der anderen Teams zeigen, dass in dieser Liga alles passieren kann. Das lässt uns hoffen, dass auch wir für andere Resultate sorgen können. Das Potenzial dafür bringen wir in jedem Fall mit.“

Aufrufe: 06.10.2025, 08:30 Uhr
RP/ Nils HendricksAutor