
Die Fußballerinnen des VfR Warbeyen mussten am Sonntag auch die Rückreise ihrer letzten Auswärtstour mit leeren Händen antreten. Das Tabellenschlusslicht der 2. Frauen-Bundesliga, dessen Abstieg seit Wochen besiegelt ist, verlor auch sein Gastspiel beim Tabellenfünften Viktoria Berlin. Vor rund 650 Zuschauern behielten die Berlinerinnen mit 3:0 (2:0) souverän die Oberhand. Fast schon standesgemäß musste der VfR auswärts einmal mehr einen frühen Gegentreffer hinnehmen.
Keine 30 Sekunden waren gespielt, als ein langer Ball die gesamte Warbeyener Defensive aushebelte. Ex-Bundesliga-Spielerin Aylin Yaren, die ihre Karriere im Sommer beenden wird, hatte frei vor Elena Milam keine Mühe, auf 1:0 zu stellen – eine Szene, die für VfR-Coach Thomas Gerstner vollkommen unverständlich war.
„Wir kriegen die Gegentore viel zu einfach. Wenn du so früh zurückliegst, kommst du direkt in einen Automatismus, wo du dich erstmal fangen musst“, sagte der Warbeyener Trainer. Das gelang seiner Mannschaft im Verlauf der ersten Halbzeit zwar zunehmend besser, doch kurz vor der Pause schlug Viktoria Berlin erneut zu. Eine Halbfeldflanke von Katharina Krist köpfte Leyila Aydin zum 2:0 ein (45.).
Nach dem Seitenwechsel ließ die Berliner Top-Torjägerin Nina Ehegötz noch den Treffer zum 3:0-Endstand folgen (59.). Thomas Gerstner war nach Abpfiff bedient. „Ein paar von uns haben gesagt, es war ja gar nicht so schlecht – das ist aber nicht mein Anspruch. Wir leisten uns einfach Woche für Woche die gleichen Fehler. Trotzdem sind wir gewillt, am letzten Spieltag noch einmal einen positiven Eindruck zu hinterlassen“, so Gerstner.
In ihrem vorerst letzten Zweitliga-Spiel empfangen die Warbeyenerinnen am kommenden Wochenende den FSV Mainz 05 im heimischen Bresserberg-Stadion. Die Gäste aus Rheinland-Pfalz können mit einem Sieg in Kleve den Aufstieg in die Bundesliga perfekt machen.