Der VfR Neuburg ist mit einigen Neuzugängen in die Vorbereitung gestartet: (Hinten von links) Vorsitzender Peter Krzyzanowski, Trainer Alexander Egen, Demir Attila, Tobias Vollnhals, Benedikt Vollnhals, Marcel Mehl, Robin Stamenkov und Co-Trainer Matthias Riedelsheimer sowie (vorne von links) Johannes Mamo, Maximilian Christl, Real Morina, Tobias Aksentic und Deniz Yilmaz. Es fehlen Co-Trainer Sebastian Habermeyer und Moritz Bartoschek.
Der VfR Neuburg ist mit einigen Neuzugängen in die Vorbereitung gestartet: (Hinten von links) Vorsitzender Peter Krzyzanowski, Trainer Alexander Egen, Demir Attila, Tobias Vollnhals, Benedikt Vollnhals, Marcel Mehl, Robin Stamenkov und Co-Trainer Matthias Riedelsheimer sowie (vorne von links) Johannes Mamo, Maximilian Christl, Real Morina, Tobias Aksentic und Deniz Yilmaz. Es fehlen Co-Trainer Sebastian Habermeyer und Moritz Bartoschek. – Foto: Roland Geier

Neustart nach dem Umbruch

Der VfR Neuburg ist mit einem veränderten Kader in die Vorbereitung auf die kommende Saison gestartet +++ Welche Ziele Trainer Alexander Egen ausgibt

Vier Wochen nach dem Abstieg aus der Landesliga hat der VfR Neuburg die Vorbereitung auf die kommende Saison in der Bezirksliga Nord aufgenommen.

Während das Trainerteam unverändert bleibt – Alexander Egen wird weiterhin von den Assistenten Sebastian Habermeyer und Matthias Riedelsheimer unterstützt – hat sich der Kader doch erheblich verändert. Elf Spieler haben den Verein verlassen, acht externe Neuzugänge wurden bisher geholt. Ob die neuen Spieler die Abgänge qualitativ ersetzen können, müsse sich erst zeigen, sagt Egen. Jedenfalls gibt er sich überzeugt, dass „einige Spieler großes Potenzial mitbringen und eine wichtige Rolle in der Startelf spielen werden“. Etwa Moritz Bartoschek, der zuletzt als Spielertrainer beim SC Ried tätig war und nun zu seinem ehemaligen Verein zurückgekehrt ist. Der 31-Jährige werde der Mannschaft sowohl durch seine fußballerischen Qualitäten als auch Erfahrung helfen, so Egen.

In erster Linie gehe es in der kurzen Vorbereitung darum, „schnellstmöglich zu versuchen, aus der Mannschaft eine Einheit zu formen.“ Denn über ein geschlossenes Mannschaftsgefüge lasse sich verloren gegangene Qualität auffangen. „Wenn wir das hinkriegen, können wir eine gute Runde spielen.“

Dass der Umbruch letztlich so groß ausfiel, war vor einigen Wochen trotz des Abstiegs nicht zu erwarten. Einige Abgänge standen längere Zeit fest, doch andere Spieler hätten ligaunabhängig beim VfR Neuburg zugesagt. „Es ist schade, wenn sie dann nicht zu ihrem Wort stehen.“ Gerade die Wechsel der Brüder Michael und Eugen Belousow zum FC Ehekirchen hätten „einen faden Beigeschmack“, so Egen. „Es ist doppelt bitter und enttäuschend, weil wir davon aus der Zeitung und dem Internet erfahren haben.“ Die Spieler hätten sich bis jetzt bei keinem Vereinsverantwortlichen gemeldet. Lediglich der FC Ehekirchen hätte Kontakt aufgenommen, um über die Ablösemodalitäten zu sprechen.

Doch die Konzentration richtet sich auf die nun zur Verfügung stehende Mannschaft. Mit der Kadergröße von 20 Feldspielern ist Egen zufrieden. Beim Auftakttraining mit dabei war auch Offensivspieler Demir Attila, der vom FC Gerolfing nach Neuburg wechseln könnte.

Knapp vier Wochen bleiben dem VfR, um sich auf das Auftaktspiel gegen den TSV Aindling am 22. Juli vorzubereiten. Ein klares Ziel für die kommende Saison will der VfR-Trainer dabei nicht ausgeben. „Natürlich will man als Sportler so erfolgreich wie möglich sein“, sagt Egen, aber mit einer Einschätzung tue er sich nach dem großen Umbruch schwer. „Wir wollen wieder Spaß reinbringen, die vergangene Saison war für die Spieler, die noch da sind, schwierig für den Kopf.“

Diese enttäuschende Spielzeit, die der VfR Neuburg als Tabellenvorletzter beendete, hätte im Nachgang sogar noch mit einem blauen Auge enden können. Ein möglicher Rückzug des SC Ichenhausen stand vor vier Wochen bereits zur Debatte, nun hat der Verein die Mannschaft endgültig abgemeldet, wodurch die Landesliga nur mit 17 Mannschaften spielt. Hätte der SCI die Entscheidung früher getroffen, hätte der VfR in der Relegation gespielt. Größter Leidtragender ist sicher der FC Garmisch-Partenkirchen, der dadurch den direkten Klassenerhalt geschafft hätte. „Bei uns ist es ohnehin fraglich, ob wir uns in der Relegation durchgesetzt hätten“, sagt Egen ehrlich. „Wir akzeptieren die Situation, wie sie ist, und wollen das Beste daraus machen.“

Neuzugänge: Marcel Mehl, (TSV Rain), Benedikt Vollnhals (SV Manching), Tobias Vollnhals (TSV Weißenburg), Tobias Aksentic (SC Rohrenfels), Real Morina (TSV Nördlingen), Johannes Mamo (SV Karlshuld), Moritz Bartoschek (SC Ried), Robin Stamenkov, Maximilian Christl (beide eigene Jugend), Deniz Yilmaz (SV Manching).

Abgänge: Julian Mayr (SG SV Münster), Yannick Woudstra (Türkgücü München), Maximilian Eberwein (SV Manching), Eugen Belousow, Michael Belousow (beide FC Ehekirchen), Stefan Klink, Fabian Scharbatke, Maximilian Jahner (alle TSV Pöttmes), Nico von Swiontek (SV Stammham), Philippe Bauer (VfB Eichstätt), Maximilian Eberwein.

Testspiele: Sonntag, 26. Juni (17 Uhr), gegen SV Manching; Mittwoch, 29. Juni (19 Uhr), gegen TSV Dasing; Sonntag, 3. Juli (17 Uhr), gegen SC Griesbeckerzell; Dienstag, 5. Juli (19 Uhr), beim FC Gerolfing; Samstag, 9. Juli, und Sonntag, 10. Juli, Turnier beim BSV Neuburg; Samstag, 16. Juli (17 Uhr), gegen TSV Großmehring.

Mehr Lokalsport gibt es unter www.neuburger-rundschau.de

Aufrufe: 022.6.2022, 16:51 Uhr
Nuburger Rundschau / Benjamin SigmundAutor