Ein Trikottausch als erster Schritt einer neuen SG am südlichen Kaiserstuhl: die beiden Vereinschefs  Severin Kenk vom SV Wasenweiler (links) und Dietmar Scheffelt vom VfR Ihringen
Ein Trikottausch als erster Schritt einer neuen SG am südlichen Kaiserstuhl: die beiden Vereinschefs Severin Kenk vom SV Wasenweiler (links) und Dietmar Scheffelt vom VfR Ihringen – Foto: privat

VfR Ihringen und SV Wasenweiler machen gemeinsame Sache

Zusammenschluss in schwierigen Zeiten +++ Aus langjährigen Rivalen in der Kreisliga A sollen Freunde werden

Neue SG im südlichen Kaiserstuhl: Inmitten der für den Amateurfußball so langwierigen und kräftezehrenden Trainings- und Wettkampfpause haben sich der VfR Ihringen und der SV Wasenweiler dazu entschieden, künftig gemeinsame Sache zu machen. Beide Vereine sehen den Weg des Zusammenschlusses als alternativlos an und wollen so mittelfristig sportlich konkurrenzfähig bleiben.

Liebhaber des Amateurfußballs haben sich längst an lange Teamnamen gewöhnt. Auch im Fußballbezirk Freiburg tummeln sich zahlreiche Spielgemeinschaften wie beispielsweise in der Bezirksliga die SG Simonswald/Obersimonswald oder die SG Freiamt/Ottoschwanden. Gerade im Jugendbereich und bei den Frauenmannschaften geht der Trend noch stärker in diese Richtung. Auch am Kaiserstuhl haben sich mit dem VfR Ihringen und dem SV Wasenweiler nun zwei weitere Vereine entschlossen, künftig Hand in Hand zu arbeiten.

Dabei setzen die beiden Ihringer Vereine VfR Ihringen und SV Wasenweiler nur fort, was bei den Jugendmannschaften bereits seit Jahren erfolgreich funktioniert und praktiziert wird. Die Verantwortlichen einigten sich darauf, zum 1. Juni 2021 die SG Ihringen-Wasenweiler zu gründen. Damit soll die sportliche Perspektive beider Vereine für die kommenden Jahre gesichert werden. „Die Gespräche waren extrem konstruktiv“, sagt Severin Kenk, Vorsitzender des SV Wasenweiler. Der Fokus der Zusammenarbeit wird zu Beginn auf der zwischenmenschlichen Ebene liegen. Als künftiges Motto wurde formuliert: Aus langjährigen Rivalen sollen Freunde werden.

Bezirk befürchtet keine Flut von Spielgemeinschaften

Eine akute Zunahme von Spielgemeinschaften aufgrund der langen fußballfreien Zeit, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, befürchtet der Bezirksvorsitzende Arno Heger aktuell nicht: „Es ist natürlich schwer zu sagen, wie es weitergeht. Da müssen wir auch die Mannschaftsmeldungen für die kommende Saison abwarten. Erste Rückmeldungen der Vereine waren jedoch eher positiv. Repräsentativ ist das allerdings noch nicht“, sagt Heger.

Aufrufe: 12.5.2021, 13:39 Uhr
Lukas Karrer (BZ)Autor

Verlinkte Inhalte