VfR Horst überrascht mit 3:0-Sieg

Landesliga Frauen: Wilstermarsch unterliegt in Waabs

Freude in Horst. Die Landesliga-Kickerinnen des VfR gaben mit einem 3:0-Sieg über die SG Leck/Achtrup/Ladelund die rote Laterne ab und kletterten auf den drittletzten Rang. Auf der anderen Seite der Tabelle blieb die SG Wilstermarsch trotz einer 1:2-Niederlage bei der SG Rieseby/Waabs Dritter.

VfR Horst – SG Leck/Achtrup/Ladelund 3:0 (1:0).

Das VfR-Team hat das Siegen noch nicht verlernt. Gegen die SG Leck/Achtrup/Ladelund landeten die Horsterinnen einen verdienten 3:0-Erfolg. Da der Platz der SG in Leck nicht bespielbar war, hatten sich beide Teams auf einen Tausch des Heimrechts geeinigt und trugen die Partie auf dem Horster Kunstrasen aus. Die hochmotivierten Gastgeberinnen riefen gegen einen starken Gegner ihre bisher beste Saisonleistung ab. Besonders in der ersten Viertelstunde dominierten sie eindeutig die Partie und gingen früh durch Adriana Peters (10.) in Führung. Bei ihrer Bogenlampe aus 20 Metern hatte sich die Gästekeeperin wohl etwas verschätzt.

Im weiteren Verlauf sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Partie mit schönen Spielzügen auf beiden Seiten, die jedoch meist in den gegnerischen Abwehrreihen ihre Endstation fanden. Fernschüsse verfehlten ihr Ziel entweder knapp oder wurden zur sicheren Beute der beiden Torhüterinnen, wobei Claudia Timm im Horster Kasten einmal ihr ganzes Können aufbieten musste, um einen gefährlichen Schuss zu entschärfen. Auf der anderen Seite zog Nadine Bayer Mitte des zweiten Durchgangs aus gut 22 Metern ab und traf genau in den Torwinkel (76.) zum 2:0. Die Gäste warfen nun alles nach vorne, waren mit ihren Abschlüssen aber zu ungenau, während die VfR-Crew immer wieder gefährlich konterte. Einen dieser Konter verwertete die eingewechselte Pia Thetmann schließlich zum entscheidenden 3:0 – der zweite Horster Saisonsieg war perfekt.

SG Rieseby/Waabs – SG Wilstermarsch 2:1 (1:0)
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Bereits in der Anfangsphase ließen die Marschkickerinnen beste Möglichkeiten zur Führung liegen. Majbritt Meenken hatte Pech bei einem Schuss, der von der Unterkante der Latte zurück ins Feld sprang (5.), während Matija Cicak beim Abschluss zu lange zögerte und im letzten Moment von der gegnerischen Torhüterin abgefangen wurde (7.). Besser machte es die SG RieWa, als Junes Sarah Denkler einen langen Ball zuerst erreichte und das Spiel mit dem Führungstreffer auf den Kopf stellte (18.). Auch nach dem Gegentreffer gestaltete die SGW die Partie dominant, mit der aussichtsreichsten Gelegenheit zum Ausgleich scheiterte Majbritt Meenken jedoch an der erneut gut reagierenden Torfrau Sina Kossek (24.).Nach Wiederanpfiff verloren die Steinburgerinnen ihre eigene spielerische Linie und passten sich dem körperbetonten und auf lange Bälle ausgelegten Spiel der Gastgeberinnen an. Die Heimelf wusste das zu nutzen und erhöhte auf 2:0. Nach einem Alleingang vom Mittelfeld bis vor das Tor traf Natascha Sänger (58.).

Kurz darauf ein weiterer Schock-Moment für die Gäste: Torfrau Maria Birner wurde von einer Gegenspielerin mit dem Fuß am Kopf getroffen und musste das Spielfeld verlassen. Ein Krankenwagen brachte sie mit Verdacht auf Gehirnerschütterung in die Klinik, Inga Carstens übernahm ihren Posten im Tor. Bente Schröder machte die Partie danach noch einmal spannend, als sie nach einer Ecke mit dem Rücken zum Gehäuse per Hacke zum 1:2 verkürzte (79.). Zu echten Ausgleichs-Möglichkeiten reichte es in der Schlussphase aber nicht mehr – auch weil der Zustand ihrer Torfrau die Elf auf dem Rasen nicht kalt ließ und die Blicke immer wieder Richtung Seitenlinie gingen. „Die Niederlage war bei unseren Torchancen heute unnötig“, so SGW-Betreuer Peter Meiforth. „Aber das größte Problem sind nicht die verlorenen drei Punkte, sondern dass unsere Torhüterin nun erst einmal ausfällt.“
Aufrufe: 015.11.2017, 09:30 Uhr
SHZ / sh:z;mktAutor

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