Abgang: Gürhan Yöndemli ist kein Starkenburgia-Trainer mehr.	Archivfoto: Dagmar Jährling
Abgang: Gürhan Yöndemli ist kein Starkenburgia-Trainer mehr. Archivfoto: Dagmar Jährling

Starkenburgia: Trainer schmeißt das Handtuch

Gürhan Yöndemli hört bei Kreisoberliga-Schlusslicht Starkenburgia Heppenheim auf +++ Harder und Luber coachen Team in Fürth

KREIS Bergstrasse. Ludwig Brenner, Trainer des Kreisoberligisten SV Fürth, steht mit der Heimaufgabe gegen Schlusslicht FC Starkenburgia Heppenheim eine vermeintlich leichte Aufgabe ins Haus. Die Kreisstädter, die als einzige Mannschaft noch ohne Sieg dastehen, drohen mit nur drei Punkten auf das Abstellgleis manövriert zu werden.

SV Fürth
8:0
Heppenheim

Brenner sieht das nicht so: „Noch ist nichts entschieden, obwohl die Situation für Heppenheim bei drei Abtsteigern von Mal zu mal schwerer wird.“ Doch Brenner hat noch mehr Grund, um zur Vorsicht zu mahnen: „Zum einen haben wir erst einen Heimsieg. Zum anderen hatten wir gegen vermeintlich leichtere Gegner bisher immer einen schweren Stand.“

Unterdessen zog Gürhan Yöndemli, Trainer des erfolglosen Schlusslichtes aus der Kreisstadt, die Reißleine. Yöndemli, der erst vor der Saison von Anatolia Birkenau gekommen war, teilte dem Verein am Sonntag seinen Rücktritt mit. Yöndemli zog damit die Konsequenz aus der Negativserie mit nur drei Punkten aus zehn Spielen.

Betreuer Heckmann wegen des Rücktritts überrascht

Überrascht war Heppenheims Mannschaftsbetreuer Dominik Heckmann, zumal im Vorfeld nichts darauf hingewiesen hätte, dass Yöndemli aufhören könnte. „Damit haben wir nicht gerechnet. Wir waren alle überrascht“, sagt Heckmann. Zunächst leitet der FC-Spielausschussvorsitzende Jan Harder zusammen mit Lukas Luber die Trainingseinheiten. Eines ist für den FC-Betreuer klar: „Da müssen wir als Verein jetzt durch.“ In der Partie beim SV Fürth sieht es in personeller Hinsicht nach wie vor schlecht aus bei den Heppenheimern. Den Kopf in den Sand zu stecken ist für Dominik Heckmann dennoch keine Option: „Solange wir genug Leute haben, wird gespielt.“

Lampertheim
4:1
VfR Bürstadt

Norbert Krezdorn, Sprecher des VfR Bürstadt, sollte recht behalten. Er prophezeite, dass seine Mannschaft nach dem 2:10 gegen die SG Odin-Wald-Michelbach ein anderes Gesicht zeige –und der VfR lieferte mit dem 2:0-Sieg gegen den SV Unter-Flockenbach II. Bürstadts Co-Trainer Dennis Böck will mit einem Erfolg beim TV Lampertheim nachlegen. „Treten wir läuferisch und kämpferisch genauso auf wie gegen Unter-Flockenbach, werden wir auch beim TV Lampertheim etwas holen“, glaubt Dennis Böck.

Eine gute zweite Halbzeit reichte dem TV Lampertheim nicht, um bei Spitzenreiter Olympia Lorsch zu überraschen. Der Tabellenführer geriet nach einer 3:0-Pausenführung zwar nochmals ins Wanken; er fiel aber nicht und rettete eine 3:2-Führung über die Zeit. Frank Willhardt, Pressesprecher des Drittletzten war nicht unzufrieden: „Wir zeigten Moral und hätten in der ersten Hälfte auch in Führung gehen können.“ Willhardt rechnet sich gegen den VfR Bürstadt durchaus etwas aus: „Wenn wir so weitermachen, wie in der zweiten Hälfte im Spiel gegen Olympia Lorsch, ist etwas drin.“

VfL Birkenau
2:3
Mitlechtern

Christoph Schamber, Trainer der KSG Mitlechtern, wirkte nach der 1:2-Heimniederlage gegen den SV Fürth etwas verärgert:„Fürth gelingt mit zwei Schüssen auf unseren Kasten zwei Tore und wir bringen es nicht fertig, unsere guten Möglichkeiten zu nutzen.“ Schambers Motto nun; Mund abwischen und weiter. Beim Vorletzten VfL Birkenau will der KSG-Coach zurück in die Erfolgsspur. Er weiß aber auch: „Vorsicht ist geboten, denn Birkenau überraschte unlängst mit seinem bisher einzigen Sieg gegen die SSG Einhausen.“ Wo der Hebel anzusetzen ist, weiß Schamber: „Jeder in der Mannschaft muss sich wieder auf seine Aufgabe konzentrieren. Machen das zwei bis drei Leute nicht, dann wird es natürlich auch gegen Birkenau schwer.“



Aufrufe: 08.10.2021, 17:00 Uhr
Hubert HeinzAutor

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