
Der VfR Aalen hat am vorletzten Spieltag der Oberliga Baden-Württemberg erstmals seit längerer Zeit wieder eine Niederlage hinnehmen müssen. Beim SV Oberachern unterlag der bereits feststehende Meister mit 2:3. Für die Tabellenlage hatte das keine Folgen mehr, weil die Rückkehr in die Regionalliga Südwest bereits gesichert ist. Dennoch zeigte die Partie, dass auch ein Meistertitel die Fehler eines Nachmittags nicht verdeckt.
Früher Rückstand
Aalen geriet früh in Schwierigkeiten. Bereits in der 10. Minute brachte Luca Fritz die Gastgeber mit 1:0 in Führung und zwang den VfR damit in eine ungewohnte Rolle. Oberachern wirkte in der Anfangsphase entschlossener und nutzte seine Momente klarer. Der VfR brauchte einige Zeit, um in die Partie zu finden, kam vor der Pause aber doch noch zum Ausgleich: In der 43. Minute traf Benjamin Kindsvater zum 1:1 und stellte den Zwischenstand wieder auf null.
Schwache Phase nach der Pause
Der Ausgleich vor dem Seitenwechsel hätte Aalen eigentlich Stabilität geben können. Stattdessen verlor die Mannschaft den Beginn der zweiten Halbzeit vollständig. Robin Mörmann brachte Oberachern in der 50. Minute erneut in Führung, nur zwei Minuten später erhöhte Henri Scherer sogar auf 3:1. Diese kurze Phase entschied die Statik des Spiels. Der VfR hatte sich gerade wieder in Reichweite gebracht und sah sich plötzlich mit einem Zwei-Tore-Rückstand konfrontiert.
Anschluss ohne Wende
Immerhin reagierte Aalen noch einmal. In der 60. Minute verkürzte Oleksii Ohurtsov auf 2:3 und gab der Partie aus Sicht des Meisters noch einmal eine neue Richtung. Doch zum erneuten Ausgleich reichte es nicht mehr. Statt einer späten Wende verschärfte sich die Lage in der Schlussphase sogar noch, als Paul König in der 79. Minute wegen einer Notbremse die Rote Karte sah. In Unterzahl konnte der VfR den Druck nicht mehr entscheidend erhöhen.
Bedeutung für den Schlussakkord
An der Saisonbilanz ändert diese Niederlage wenig. Aalen bleibt mit 80 Punkten und großem Abstand an der Spitze, die Meisterschaft und der Aufstieg sind längst gesichert. Dennoch wird der Auftritt in Oberachern kaum als bloße Randnotiz verbucht werden. Nach dem klaren 5:1 gegen Pforzheim war dies ein Rückschritt im letzten Auswärtsspiel der Saison. Umso mehr richtet sich der Blick nun auf das letzte Heimspiel gegen die TSG Backnang, in dem der Meister seine Oberliga-Saison mit einem überzeugenderen Schlusspunkt beenden will.