
Der VfR Aalen hat seine starke Phase in der Regionalliga Südwest eindrucksvoll fortgesetzt. Eine Woche nach dem 3:1-Auswärtssieg bei Kickers Offenbach gewann die Mannschaft von Beniamino Molinari auch das Heimspiel gegen den FSV Frankfurt deutlich mit 4:1. Damit steht der Aufsteiger nach zehn Spieltagen bei 18 Punkten und rückt bis auf Rang vier vor.
Aalen begann konzentriert und hatte früh die bessere Struktur im Spiel. Frankfurt setzte zwar immer wieder auf Konter und kam ebenfalls in gefährliche Räume, doch der VfR wirkte zielstrebiger. In der 14. Minute belohnte sich die Heimelf: Gianluca Gaudino kam über links stark durch und vollendete zum 1:0. Es war bereits sein fünfter Saisontreffer und ein weiterer Beleg für seine Bedeutung im Aalener Offensivspiel.
Die Führung zur Pause war verdient, aber nicht beruhigend. Frankfurt blieb im Spiel und hatte vor dem Seitenwechsel ebenfalls Möglichkeiten. Nach Wiederbeginn schien Aalen zunächst wacher, doch in der 59. Minute traf Emmanuel-Godwin McDonald zum 1:1. Kurzzeitig übernahm der FSV mehr Kontrolle, Aalen musste sich neu sortieren.
Die Reaktion des VfR fiel dann bemerkenswert aus. Erst hatte Dean Melo eine gute Möglichkeit, dann schlug Aalen binnen sieben Minuten dreimal zu. Michael Kleinschrodt brachte den VfR in der 71. Minute wieder in Führung, Sasa Maksimovic erhöhte nur zwei Minuten später auf 3:1. In der 78. Minute setzte Dean Melo mit seinem fünften Saisontor den Schlusspunkt zum 4:1.
Spätestens danach war die Partie entschieden. Frankfurt verlor in der Schlussphase zusätzlich Corvin Bock mit Gelb-Rot, während Aalen durch Melvin Onos und Niklas Antlitz weitere Chancen hatte. Entscheidend war aber nicht nur die Höhe des Sieges, sondern die Art, wie der VfR nach dem Ausgleich antwortete.
Nach dem bitteren 2:3 gegen den SGV Heilbronn-Freiberg hat Aalen nun zwei starke Siege nacheinander eingefahren. Der Aufsteiger wirkt reifer, effizienter und zunehmend gefestigt. Mit 18 Punkten ist der VfR längst nicht mehr nur eine positive Überraschung, sondern ein ernstzunehmender Faktor im oberen Tabellendrittel.