
Nach dem Ausrufezeichen auf dem Bieberer Berg wartet auf den VfR Aalen am kommenden Samstag die nächste anspruchsvolle Aufgabe in der Regionalliga Südwest. Um 14 Uhr empfängt die Mannschaft von Beniamino Molinari den FSV Frankfurt. Der Aufsteiger geht mit 15 Punkten aus neun Spielen als Tabellenfünfter in die Partie und hat sich nach dem 3:1 bei Kickers Offenbach endgültig im oberen Drittel festgesetzt.
Der Sieg beim bisherigen Tabellenführer war mehr als nur ein Achtungserfolg. Aalen trat mutig auf, verteidigte diszipliniert und nutzte seine Chancen mit bemerkenswerter Klarheit. Sasa Maksimovic und Michael Kleinschrodt sorgten mit einem Doppelschlag in der 31. und 33. Minute für die Führung, Dean Melo erhöhte nach der Pause auf 3:0. Auch die Schlussphase nach der Roten Karte gegen Thomas Geyer und dem Offenbacher Elfmetertor durch Benedikt von Hagen überstand der VfR mit großer Entschlossenheit.
Wichtig war dabei vor allem die Reaktion auf die bittere Niederlage gegen den SGV Heilbronn-Freiberg. Eine Woche zuvor hatte Aalen eine 2:0-Führung noch aus der Hand gegeben. In Offenbach brachte der VfR eine vergleichbare Ausgangslage diesmal über die Zeit. Das spricht für Lernfähigkeit und für eine Reife, die einem Aufsteiger nicht selbstverständlich zufällt.
Gegen den FSV Frankfurt wird nun eine andere Art von Prüfung folgen. Die Hessen stehen mit zwölf Punkten aus acht Spielen im Tabellenmittelfeld, haben mit 13:9 Toren aber eine stabile Bilanz und genügend Qualität, um jeden Gegner der Liga vor Probleme zu stellen. Für Aalen geht es deshalb darum, den großen Sieg in Offenbach nicht als Endpunkt zu begreifen, sondern als Maßstab.
Gefragt sind wieder klare Abstände, gutes Umschaltspiel und Konsequenz vor dem Tor. Zugleich muss der VfR vermeiden, nach dem emotionalen Erfolg in Offenbach an Spannung zu verlieren. Ein Heimsieg gegen Frankfurt würde bestätigen, dass Aalen nicht nur für einzelne Überraschungen gut ist, sondern sich dauerhaft in der oberen Tabellenhälfte behaupten kann.