Bezirksliga Staffel 1: So lief der 4. Spieltag

Round-up: Ein spannender Dreikampf kristallisiert sich an der Spitze der Bezirksliga Staffel 1 heraus. Mit dabei sind SV Kutenhausen-Todtenhausen, TuS Lohe und TuRa Löhne. TuRa Löhne gelang nur knapp der Anschluss.

Außerdem haben drei Teams bisher keine Punkte sammeln können. Erneut kam der SC BW Vehlage unter die Räder. Letzte Woche verloren sie mit 0:8 gegen den TuS Dielingen und diese Woche unterlagen sie mit 0:7 gegen den FSC Eisbergen. Auch der TuS Lahde/ Quetzen zog mit 1:5 gegen den TuS Tengern II den Kürzeren. Nur der TuS Petershagen/Ovenstädt zeigte mit einer guten Leistung, dass sie das Zeug dazu haben, einen „vorläufigen“ Spitzenreiter zu schlagen. Allerdings verloren sie am Ende doch mit 2:4 gegen die SVKT. Auch der Keeper des VfL Mennighüffen, Dennis Schmidt, musste mehrfach hinter sich greifen. Insgesamt sechs Mal. Die Drosselhain-Elf verlor mit 1:5 gegen den BV Stift Quernheim.

Pr Espelkamp II
0:3
TuS Lohe
Die Loher brauchten eine Halbzeit, um auf Touren zu kommen. Dann traf Ricardo Squarra binnen neun Minuten zweimal zur 2:0-Führung (52., 61.), den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Boyagian in der Nachspielzeit. Die Loher haben damit nach vier Spielen nur ein Gegentor kassiert, der Bestwert der Liga. Lohes verletzter Keeper Axel Benus wurde von Marcel Fründ klasse vertreten.

Lahde/Quetz.
1:5
TuS Tengern II
Auch der TuS Tengern II hält sich wacker an der Tabellenspitze. Sie ließen sich allerdings mit dem Toreschießen ein wenig mehr Zeit. Erst in der 24. Minute traf Arlind Suka zur 1:0-Halbzeitführung. Anschließend legte Florian Hartmann in der 37. Minute zum 2:0 für den TuS nach. Kurz vor der Halbzeit erzielte Marvin Panke dann den Anschlusstreffer. Doch in Durchgang zwei ließen sich die Tengeraner den Schneid nicht mehr abkaufen. Florian Hartmann (62. Minute) und Arlind Suka (70. und 74. Minute) machten dann mit ihren Treffern alles perfekt zum 5:1-Sieg über den TuS Lahde/Quetzen.

Petersh/Oven
2:4
SV Kutenh.-T
Eigentlich sah alles nach einem guten Start für den TuS Petershagen/Ovenstädt aus. In der zweiten Minute gingen sie durch einen Treffer von Sören Schulz in Führung. Es hätte der Beginn des ersten Saisonsieges sein können, aber Eric Beims vom SVKT zerstörte bereits fünf Minuten später die Hoffnungen auf den ersten Dreier des TUSPO. Bis zur Halbzeit machte dann SVKTS Yannik Niermann, den altbekannten „Sack“ zu und traf nochmal ins der 24. und 37. Minute. In Durchgang zwei versuchte erneut der TUSPO, den Spieß umzudrehen und Julian Danowsky traf zum 2:3 Anschlusstreffer. Doch die SVKT ließ sich nicht mehr aus dem Konzept bringen und erzielte in der 83. Minute noch den 4:2-Siegtreffer.

SC Vlotho
1:1
TuS Dielingen
Trotz Überzahl gelang es dem SC Vlotho nicht, über ein 1:1 hinauszukommen, obwohl sie gleich gut startete. In der fünften Minute setzte Niklas Brand den ersten Akzent für die Vlothoer mit der frühen Führung. Der TuS Dielingen baute anschließend Druck auf, versuchte immer wieder, den Ausgleich zu erzielen, aber scheiterte an der vielbeinigen Abwehr des SC Vlotho. Erst in der 68. Minute schoss Paul Unrau das 1:1 für den TuS Dielingen. Allerdings war der TuS zu diesem Zeitpunkt bereits wegen einer zuvor verteilten roten Karte in Unterzahl. Trotzdem brachte er dieses Spiel souverän mit 1:1 über die Zeit. Der SC Vlotho verpasste die Chance, die Überzahlsituation zu nutzen.

BW Vehlage
0:7
FSC Eisberg.
Früh angefangen und komplett durchgezogen: Der FSC Eisbergen demontierte SC BW Vehlage vor heimischem Publikum. Im ersten Durchgang zeigten die Lila-Weißen gleich, dass sie etwas Zählbares aus Vehlage mitnehmen wollten. Das untermauerte Jan Nolting bereits in der dritten Minute, als er 1:0 für Eisbergen schoss. 16.Minuten später erhöhte er, bevor es dann in die Halbzeitpause ging. Im zweiten Durchgang legte der FSC nochmal eine Schippe drauf und erzielte vier weitere Tore zum 7:0-Sieg für den FSC.

Oetinghausen
3:1
Herringhs./E
Ortskämpfe haben bekanntlich ihren besonderen Reiz – so auch in der Bezirksliga. Dort besiegte der zur Pause zurückliegende SV 06 Oetinghausen die benachbarte SG FA Herringhausen-Eickum vor 300 Zuschauern mit 3:1 (0:1). Während für die Heimelf zwei Einwechselspieler trafen, erhielten auf Gästeseite Trainer Ümüt Gözlükcü (72.) und Joker Nico Putrino (90.+3) Rote Karten.
Gözlükcü warf Schiedsrichter Marius Würtz einen zu kumpelhaften Umgang mit einem Oetinghauser Spieler während des Halbzeitgangs vor, stellte einen verhängten Foulelfmeter in Frage und machte eine Fehlentscheidung vor dem dritten Gegentreffer aus. „Es wäre wohl besser gewesen, für ein solch brisantes Bezirksligaspiel einen erfahreneren Schiedsrichter zu stellen. Letztlich aber haben wir eine noch schlechtere Leistung abgeliefert. Wir waren einfach zu dösig. Daher soll das auch nicht als Ausrede herhalten.“


Dabei erwischten Gözlükcüs Mannen einen optimalen Start. Bereits in der 2. Minute gingen sie durch einen Abstauber von Levin Güzelel (sein dritter Saisontreffer) in Führung. Vorausgegangen war ein beherzter 16-Meter-Schuss von Kilian Greitschus, den SVO-Keeper Lars Tippe zwar gut parierte, aber nicht aus der Gefahrenzone befördern konnte. „Unser 1:0 ist viel zu früh gefallen“, bemerkte der Herringhauser Betreuerstab eine Viertelstunde später und lag damit gewissermaßen richtig. In der Folgezeit übernahm der SVO das Kommando und erarbeitete sich viele Standards, die aber sicher entschärft wurden.


Dafür wurden die Früchte in Halbzeit zwei geerntet. Den vom Pfosten abprallenden Fernschuss von Diyan Acar netzte Timo Westerbeck zum 1:1 (65.) ein. Drei Minuten später verwandelte Acar einen Foulelfmeter, nachdem Nick-Luis Diekwisch zu Fall gekommen war. Erst danach wurden die Gäste, bei denen Torjäger Luigi Di-Bella und Kapitän Tim Spilker verletzt ausschieden, wieder aktiver, bevor aber Philipp Horst in der Nachspielzeit eine Linksflanke von Westerbeck verwertete. Kurz zuvor sah Herringhausens Nico Putrino nach einer Tätlichkeit den roten Karton. „Die erste Halbzeit war von beiden Teams nicht toll. Da fehlte bei uns die Leidenschaft. Ich habe meinen Jungs in der Pause gesagt, dass sie Vollgas geben müssen. Das haben sie dann auch prima umgesetzt“, so SVO-Coach Marcel Rieso.

Mennighüffen
1:6
Stift-Querh
Ein von vorne bis hinten gebrauchter Tag für den VfL, der seine zweite Niederlage in Folge kassierte. In der Höhe auch verdient, da Mennighüffen viel zu körperlos und schlecht geordnet nie Zugriff auf das Spiel bekam. Schon vor der Pause hatte der Gast Pech bei einem Kopfball an den Innenpfosten (14.), dazu scheiterten die agilen Maxi Laege und Tibor Sander (20., 21.) gleich zweimal an dem hervorragend reagierenden VfL-Schlussmann Dennis Schmidt. Trainer Lars Thielking redete nichts schön: „Das war zwar fußballerisch nicht schlecht von uns, aber wir hatten nach dem 0:1, das in meinen Augen klares Abseits war, keine Kompaktkeit in unserem Spiel, der Gegner hat uns dann vorgeführt. Mit dem 0:3 zur Pause waren wir sogar noch gut bedient. Wenn wir so weiterspielen, werden wir nicht mehr viele Punkte holen. Wir haben es den Gästen auch sehr, sehr leicht gemacht.“ Der BV Stift stach schon früh zu, das 0:1 von Maximilian Laege (5.), den die VfL-Defensive nie aus dem Spiel nehmen konnte, war der Auftakt zu besagten Chancen der Gäste. Erst Ebeling in der 38. und dann Sander in der 45. Minute mit den Toren zum 3:0 spiegelten die Kräfteverhältnisse korrekt wider. Kurz nach Wiederanpfiff belohnte sich Maximilian Laege mit seinem zweiten Tor zum 4:0, immerhin meldete sich Mennighüffen mit Torjäger Gugo Tamojan nach guter Vorarbeit von Dennis Klipker mit dem 1:4 (69.) auch offensiv an. Doch der BV Stift blieb jederzeit Herr im Haus des VfL, eroberte mit Auge viele Bälle im Mittelfeld und schraubte das Ergebnis in den Schlussminuten auf 6:1. Der Schlusspfiff war eine Erlösung für Mennighüffen. BV-Trainer Sebastian Numrich lobte: „Wir haben diesmal von der ersten Minute an wach und konzentriert agiert, sind gut angelaufen, haben alle Spieler gut ins Spiel gebracht.“ Die erste dicke Abreibung für den VfL, der am kommenden Sonntag zum Derby bei TuRa antritt.

Nach zwei sieglosen Spielen hat BV 21 Stift eindrucksvoll seine Ambitionen wieder untermauert. Nach 92 einseitigen Minuten gelang ein deutlicher 6:1 (3:0)-Auswärtssieg beim VfL Mennighüffen. Beim 2:2 in Espelkamp und der 2:5-Heimpleite gegen Dützen verschlief der BV 21zuvor jeweils die ersten 45 Minuten. In Mennighüffen zeigten die Gäste von Anfang an ein gutes Spiel und belohnten sich bereits nach fünf Minuten mit dem 1:0. Nach einem Ballgewinn steckte Tibor Sander den Ball in die Schnittstelle zu Maximilian Laege durch, der eiskalt blieb. Stift Quernheim spielte aggressiv gegen den Ball und zwang die Gastgeber dadurch immer wieder zu Fehlern. In der 38. Spielminute traf Fabian Ebeling zum 2:0. Kurz vor der Pause eroberte Marvin Babienek den Ball nach einer VfL-Ecke und legte kurz vor dem Tor quer auf Sander, der l sicher zur komfortabelen 3:0 Halbzeitführung einschob. Direkt nach der Pause traf Maximilian Laege per direktem Freistoß zum 0:4 (48.). Zwar kam Mennighüffen durch den Treffer von Gugo Tamjoan noch einmal heran (68.), Christian Fahrnow per Foulelfmeter (90.) und Alexander Hermann (90.+2) ließen das Ergebnis allerdings noch klar in die Höhe schnellen. ,,Eine tolle Leistung, an der wir weiteransetzen müssen. Heute bin ich stolz auf meine Mannschaft“, blickte BV-Trainer Sebastian Numrich zufrieden auf das Spiel.

FT Dützen
1:2
TuRa Löhne
Vierter Sieg im vierten Spiel, der neue Auftakt-Rekord der TuRaner in der Bezirksliga ist perfekt. Doch es war ein hartes Stück Arbeit, und dem Goldenen Händchen von Trainer Michel Ciomber zu verdanken, der den Siegtorschützen zum 2:1, Marcel Rinnelt (77.), gute 30 Minuten zuvor einwechselte. Trainer Michel Ciomber meinte: „Das war definitiv ein Kampfsieg auf einem Acker, mit Maulwurfshügeln übersät. Wir haben vor der Pause nichts zugelassen, machen das 1:0 durch Louis Bierbaum (44.), der nach einem kurzen Rückpass auf den Torwart dessen Abschlag blockt, und dann den Ball ins Tor schieben kann.“ Nach der Pause wurde Dützen stärker, glich (54.) aus, doch mit einem sehenswerten Linksschuss in die rechten Winkel durch Marcel Rinnelt (Ciomber: „Das kann nur er so perfekt“) ging TuRa wieder in Führung, hielt das knappe 2:1 trotz der Schlussoffensive der Gastgeber. Torwart Pascal Lattig rettete zweimal großartig, dann war der vierte Sieg perfekt.

Aufrufe: 019.9.2021, 21:30 Uhr
FuPa/ NWAutor

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