
Der VfL Wolfsburg hat am Sonntagabend die Reißleine gezogen und Cheftrainer Paul Simonis mit sofortiger Wirkung freigestellt. Der 40-Jährige, der im Sommer 2024 die Nachfolge von Niko Kovac angetreten hatte, muss den Klub nach anhaltender sportlicher Krise verlassen. Mit ihm beenden auch die Co-Trainer Peter van der Veen, Tristan Berghuis und Martin Darneviel ihre Tätigkeit bei den Wölfen.
„Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen“, erklärte Geschäftsführer Sport Peter Christiansen. „Paul ist ein akribischer Trainer, der mit großer Leidenschaft und Fachkenntnis gearbeitet hat. Wir haben seine Ideen und seinen Umgang mit der Mannschaft sehr geschätzt. Trotzdem müssen wir feststellen, dass die Entwicklung zuletzt nicht den Erwartungen entsprach. Im Fußball zählen Ergebnisse – und da müssen wir handeln.“
Christiansen betonte zudem, dass die Verantwortung für die aktuelle Situation nicht allein beim Trainer liege: „Wir alle tragen unseren Anteil – die sportliche Leitung, das Trainerteam, die Spieler und der gesamte Club.“
Bis auf Weiteres übernimmt U19-Cheftrainer Daniel Bauer die Leitung der Bundesligamannschaft. Der 43-Jährige kennt das Amt bereits: Schon im Vorjahr sprang er an den letzten beiden Spieltagen interimsweise ein und holte gegen Hoffenheim (2:2) und Mönchengladbach (1:0) vier Punkte. Unterstützt wird Bauer von Julian Klamt (U19-Co-Trainer) und Tobias Holm (U17-Cheftrainer).
Dem Trainerteam gehören außerdem Pascal Formann (Torwarttrainer), Christian Clarup (Head of Performance) und Koen Stam (Übergangstrainer Profis/Akademie) an. „Wir wissen, wie Daniel arbeitet, und sind überzeugt, dass er der Mannschaft Stabilität geben und die notwendigen Schritte für eine positive Entwicklung einleiten kann“, sagte Christiansen.
Das neu formierte Trainerteam leitet am Montag um 12 Uhr die erste Einheit. Aufgrund der laufenden Länderspielpause stehen 13 Profis derzeit bei ihren Nationalmannschaften.
Mit der Entscheidung hofft der VfL, die sportliche Trendwende einzuleiten und neue Impulse zu setzen.