
Der zweite und zugleich letzte Turniertag des 49. Dreikönigsturniers der SpVgg Stetten hat am heutigen Dienstag seinen sportlichen Höhepunkt gefunden. Nach einer intensiven Gruppenphase, einer klar strukturierten K.-o.-Runde und einem Finale auf hohem Hallenniveau setzte sich der VfL Sindelfingen II durch und gewann das Turnier. Zwölf Minuten Spielzeit pro Partie, ein dicht getakteter Spielplan und zahlreiche direkte Duelle prägten einen Hallentag, der von der ersten Begegnung bis zum Endspiel unter Spannung stand.
Der zweite Turniertag als neue Ausgangslage
Der Finaltag begann mit einer komplett neu sortierten Gruppenphase. Das Feld wurde noch einmal durchmischt. Ergebnisse aus dem Vortag boten keinerlei Sicherheit mehr, denn jede Mannschaft startete bei null. Bereits am Vormittag zeigte sich, wie scharf der Modus angesetzt war: kurze Spiele, wenig Regenerationszeit und sofortige Konsequenzen bei Fehlern. Die Halle in Leinfelden-Echterdingen entwickelte früh jene Atmosphäre, in der jedes Tor spürbares Gewicht bekam.
Gruppe A: Türkspor setzt das erste Zeichen
In der Gruppe A dominierte Türkspor Stuttgart mit zwei Siegen und einem Torverhältnis von 8:1. Der klare Erfolg gegen die SpVgg Stetten/Filder und der deutliche Sieg gegen den TS Echterdingen 1977 verschafften Türkspor früh Kontrolle. Dahinter rang der TS Echterdingen um Stabilität, während der Gastgeber Stetten/Filder ohne Punkt blieb. Diese Gruppe zeigte, wie schnell sich Dominanz im Hallenfußball aufbauen lässt – aber auch, dass sie keine Garantie für den weiteren Verlauf ist.
Gruppe B: Reutlingen bleibt effizient
Die Gruppe B gehörte der SG Reutlingen I. Zwei Siege bei 5:2 Toren reichten für Platz eins. Die SG Reutlingen II folgte mit drei Punkten, während der SV Sillenbuch ohne Zähler blieb. Reutlingen präsentierte sich hier weniger spektakulär, aber äußerst kontrolliert. Die Mannschaft nutzte ihre Phasen konsequent und sicherte sich so den direkten Weg in die K.-o.-Runde.
Gruppe C: Bernhausen behauptet sich
Der TSV Bernhausen setzte sich in der Gruppe C durch. Zwei Siege bei 6:4 Toren bedeuteten Platz eins. Die SpVgg 1887 Möhringen folgte mit drei Punkten, während der 1. FC Lauchhau-Lauchäcker ohne Punkt blieb. Bernhausen zeigte sich stabil, ohne große Ausschläge, und bestätigte damit die Eindrücke aus dem ersten Turniertag.
Die Vormittagsgruppen D und E: Breite und Belastung
In den späteren Gruppen sorgten der TV Echterdingen und Türkspor Stuttgart erneut für klare Konturen. Echterdingen dominierte seine Gruppe mit drei Siegen und einem beeindruckenden Torverhältnis. Türkspor wiederholte seine Offensivstärke in Gruppe E mit 18 erzielten Treffern. Gleichzeitig arbeitete sich der VfL Sindelfingen II durch diese Phase und sicherte sich über konstante Leistungen den Einzug in die K.-o.-Runde – ohne großes Aufsehen, aber mit wachsender Präsenz.
Viertelfinale: Die Spiele werden härter
Ab dem Viertelfinale änderte sich der Ton des Turniers. Türkspor Stuttgart setzte sich klar gegen die SG Reutlingen II durch, während die SG Reutlingen I den TS Echterdingen 1977 ausschaltete. Der VfL Sindelfingen II musste gegen den TSV Bernhausen ins Neunmeterschießen und setzte sich dort durch – ein Moment, der dem weiteren Turnierverlauf Richtung gab. Auch der TV Echterdingen zog nach einem engen Spiel gegen Möhringen weiter.
Halbfinale: Sindelfingen übernimmt die Kontrolle
Im Halbfinale zeigte der VfL Sindelfingen II seine stärkste Turnierleistung. Gegen Türkspor Stuttgart gelang ein deutlicher 6:2-Erfolg. Im zweiten Halbfinale setzte sich der TV Echterdingen mit 2:1 gegen die SG Reutlingen durch und folgte ins Endspiel.
Spiel um Platz drei: Reutlingen bleibt stabil
Im Spiel um Platz drei gewann die SG Reutlingen mit 2:1 gegen Türkspor Stuttgart. Damit beendete die SG Reutlingen das Turnier mit einem weiteren knappen Erfolg und bestätigte die konstante Linie des Tages. Türkspor blieb trotz starker Gruppenphase am Ende ohne Podestplatz.
Finale: Sindelfingen II krönt seinen Lauf
Im Finale trafen der VfL Sindelfingen II und der TV Echterdingen aufeinander. Beide Teams brachten Tempo, Klarheit und die Erfahrung aus intensiven Vorturnierspielen mit. In einer Partie mit schnellen Umschaltmomenten und hohem Druck setzte sich der VfL Sindelfingen II mit 4:3 durch. Der Sieg war das Ergebnis eines stetigen Steigerns über den Turniertag hinweg.
Ein Turnier mit klarer Dramaturgie
Der zweite Turniertag des 49. Dreikönigsturniers der SpVgg Stetten-Filder zeigte eindrucksvoll, wie schnell sich Hierarchien im Hallenfußball verschieben können. Türkspor dominierte früh, Reutlingen blieb konstant, Echterdingen marschierte stabil – und am Ende setzte sich der VfL Sindelfingen II durch. Der Turniersieg ging an die Mannschaft, die den längsten Atem, die größte Anpassungsfähigkeit und im entscheidenden Moment die nötige Effizienz zeigte. Damit fand das Dreikönigsturnier 2026 einen sportlich schlüssigen und intensiven Abschluss.
