
Trainer Albert Lennerth ordnet im FuPa-Teamcheck die Hinrunde des Landesligisten VfL Pfullingen ein. Die junge Mannschaft steht auf Rang sieben, zeigte offensives Potenzial, offenbarte aber Schwächen bei Standards. Der Fokus liegt klar auf Stabilisierung.
Mit 25 Punkten aus der Hinrunde rangiert der VfL Pfullingen auf dem siebten Tabellenplatz. Für Trainer Albert Lennerth war es zu Saisonbeginn vor allem entscheidend, „als junge Mannschaft einen Rhythmus zu finden“. Dieser stellte sich jedoch zunächst nicht ein, obwohl die Vorbereitung positiv verlief. Entsprechend fällt das Fazit nüchtern aus: Der bisherige Verlauf sei „nicht zufriedenstellend“, vor allem wegen der Anfälligkeit bei Standardsituationen.
35 erzielte Tore unterstreichen das offensive Potenzial der Mannschaft. Lennerth hebt hervor, dass diese Treffer vor allem aus „schnellen Umschaltaktionen und Zielstrebigkeit in den Ballbesitzphasen“ entstanden seien. Gleichzeitig zeigt die Analyse der Gegentore ein klares Problem: 44 Prozent der Gegentreffer fielen nach Standards – ein Wert, der aus Sicht des Trainerteams deutlich zu hoch ist.
Besonders prägend waren weniger einzelne Spiele als vielmehr ganze Phasen. Gerade in schwierigen Momenten sei die Entwicklung am größten gewesen. „In der negativen Phase war die Lernkurve am effektivsten“, erklärt Lennerth. Nach taktischen Anpassungen stellte sich auch wieder mehr Stabilität ein. Prägend waren vor allem Begegnungen, in denen neben spielerischen Elementen auch Kampfgeist gefordert war.
Auf individuelle Auszeichnungen verzichtet Lennerth bewusst. Einzelne Akteure hervorzuheben wäre „unfair“, da es sich um einen Mannschaftssport handle. Als positives Beispiel für gemeinsames Auftreten nennt er das Pokalspiel gegen den SSV Reutlingen. Solche Auftritte zeigten, „wie ein Team agieren kann“, auch wenn diese Konstanz im Ligaalltag noch fehle.
Für die Rückrunde ist die Marschrichtung klar definiert. „Das Ziel der Rückrunde heißt eindeutig Stabilisierung“, betont der Trainer. Gemeint ist damit eine intensivere, aggressivere Arbeit gegen den Ball sowie mehr Zielstrebigkeit nach Ballgewinnen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf einer effizienteren Chancenverwertung.
Die Vorbereitung auf die Rückrunde läuft bereits, mehrere Testspiele sollen helfen, die Abläufe zu festigen. Personell gibt es Bewegung: Aufgrund der verletzungsbedingten Pause von Tim Zemmer ist der Verein auf der Suche nach einem Torhüter. Zudem konnte mit Mert Asma ein Neuzugang verpflichtet werden.
Bewusst wurden keine konkreten Tabellenziele formuliert. Stattdessen liegt der Fokus auf internen Prozessen. Mannschaftsrat, Trainerteam und Vereinsverantwortliche konzentrieren sich auf klare Abläufe und die konsequente Umsetzung der Prinzipien im Spiel.
Ein besonderes Augenmerk auf einzelne Gegner gibt es nicht. Jede Mannschaft bringe ihre eigene Identität mit. Entscheidend sei, „für jede Mannschaft den vollen Respekt zu zeigen“ und mit der richtigen Einstellung in jedes Spiel zu gehen – stets mit dem übergeordneten Ziel, die Mannschaft weiter zu stabilisieren.