Wichtiger Bestandteil des Nachwuchsleistungszentrums: Trainer Fabian Hebbeler.
Wichtiger Bestandteil des Nachwuchsleistungszentrums: Trainer Fabian Hebbeler.

„Wir Trainer müssen kreativer werden“

Engagiert und ideenreich: Fabian Hebbeler ist im VfL-Nachwuchsleistungszentrum nicht nur U-15-Trainer

Im Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) des VfL Osnabrück hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Unter NLZ-Leiter Alexander Ukrow hat sich ein kompetentes Organisationsteam entwickelt. Mittlerweile wird der VfL-Nachwuchs unter anderem von fünf Vollzeitkräften betreut – darunter der erst 26-jährige Fabian Hebbeler. Der Recker ist seit Anfang 2018 Assistent der Sportlichen Leitung und darüber hinaus bei den Lila-Weißen seit anderthalb Jahren auch U-15-Trainer.
Seine ersten Sporen verdiente sich Hebbeler, in der Jugend ein Stürmer, als Trainer beim TuS Recke, ehe sein Weg über die U 14 und U 17 von Eintracht Rheine 2014 zum VfL führte. „Irgendwann gab es einen Kontakt zu Joe Enochs – und dann ging es schnell“, erinnert sich der Jugend-Elite-Lizenz-Inhaber, der über den Wechsel nicht lange nachdenken musste. Engagiert und ideenreich überzeugte er als U-11- und U-13-Coach vor allem Ukrow, der Hebbeler im Verfahren zur Lizenzierung des NLZ als wichtige Stütze an seiner Seite weiter zu schätzen lernte. „Schwerpunkte von mir sind das Scouting und die konzeptionelle Arbeit. Wir wollen die Jugendarbeit beim VfL weiter professionalisieren. Gegenwärtig arbeiten wir verstärkt an der Entwicklung der Persönlichkeit eines Trainers, genauso wie bei unseren Jugendspielern. Wir Trainer und Spieler müssen kreativer werden, die Spieler mit Spielsituationen konfrontieren und gemeinsam Lösungen erarbeiten“, betont Hebbeler. „Eine Frage ist dabei: Wie kommen wir nach einer Balleroberung schnellstmöglich zum Torabschluss?“

Neben seinen administrativen Aufgaben trainiert der 26-Jährige viermal die Woche mit der U 15, die einen starken Start in die C-Junioren-Regionalliga mit drei Siegen und nur einer Niederlage hinlegte. „Das ist eine schöne Mixtur und entspricht meinen Vorstellungen“, sagt Hebbeler, der die A-Lizenz erwerben will. Doch Corona machte 2020 einen Strich durch die Rechnung. In diesem Sommer soll es klappen.

Auch der Ligaspielbetrieb ist bekanntlich seit November auf Eis gelegt, was im Trainingsbetrieb ein hohes Maß an Kreativität erfordert. „Natürlich fällt es einem im Moment immer schwerer, wir haben ja schon drei Monate Lockdown hinter uns. Trotzdem entwickelt man ständig neue Ideen“, sagt Hebbeler. „Wenn man es positiv sieht, bleibt viel mehr Zeit, sich mit jedem Spieler auseinanderzusetzen und Einzelgespräche zu führen. Die Spieler bekommen zudem auch Zeit, sich auch mal mit anderen Dingen zu beschäftigen – ein Buch lesen, mit der Playstation spielen.“


Ansonsten standen in den letzten Wochen Online-Videoanalysen oder zweimal Athletiktraining mit Fitnesscoach Tim Schütte auf dem Programm sowie drei individuelle Laufeinheiten. Und wie sieht es mit dem Ziel Profitrainer aus? Dazu hat Hebbeler eine differenzierte Meinung. „Natürlich kann sich das jeder vorstellen. Ich sehe mich aber im Moment als Entwickler, vielleicht mal als U-17- oder U-19-Trainer. Und warum sollte ich mich nicht zu einem Fachmann für die U-15-Altersklasse entwickeln? Da gibt es in Zukunft bestimmt Bedarf.“

Ukrow lobt seinen Assistenten in den höchsten Tönen. „Fabian zeichnet sich durch riesigen Ehrgeiz und große Kreativität aus und ist seit mehreren Jahren ein zuverlässiger NLZ-Mitarbeiter. Er ist bei uns für die Spielerverwaltung und die Datenbanken zuständig.“ Ukrow weiß, dass die Unterstützung durch gute Kräfte wie durch Hebbeler in Zukunft für den VfL weiter sehr wichtig bleibt. „Als Zweitligist wachsen letztlich die Aufgaben und Anforderungen.“
Aufrufe: 025.2.2021, 16:00 Uhr
Peter Vorberg / NOZ SportAutor

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