Die letzte Partie steigt beim TuS Bersenbrück

Dahech ist wieder fit und wird Oberligist betreuen / Maximal 100 Fans beim TuS / Kein Frauenfußball mehr in 2020

Dem sofortigen Fußball-Lockdown auf Bezirks- und Kreisebene am späten Mittwochabend folgten am Donnerstag die Absagen der verbleibenen Frauenfußballspiele der Region am Wochenende: Während also auch die Regionalligisten TSG Burg Gretesch und Osnabrücker SC sowie die Oberligisten BW Hollage und DJK Schlichthorst verfrüht in die Winterpause gehen, wird der TuS Bersenbrück in der Männer-Oberliga nach aktuellem Stand am Sonntag letztmals in diesem Jahr antreten.
Und zwar mit einem neuen Trainer, der gleichzeitig der Alte ist: Farhat Dahech fühlt sich wieder soweit fit, dass er sich der Aufgabe gewachsen sieht, gegen den Heeslinger SC auf der Bank zu sitzen. Der seit 2014 beim TuS aktive Coach will die mit einem Punkt aus sieben Ligaspielen zuletzt arg ins Schleudern geratene Elf betreuen: Im letzten Hinrundenspiel, das der TuS am Sonntag durchziehen will, auch wenn pandemiebedingt maximal 100 Fans auf Abstand zuschauen dürfen.
Ob dies zugleich die letzte Partie der Bersenbrücker im Jahr 2020 sein wird, ist nicht ausgemacht und hängt auch vom Pandemieverlauf ab: Stand jetzt sind nach dem für November vorgesehenen Sport-Lockdown im Dezember noch zwei Oberliga-Spiele für den TuS angesetzt. Die Planungen sehen ja vor, nach 18 Spielen der Zehnerstaffel Lüneburg/Weser-Ems noch mehrere Partien in Auf- und Abstiegsrunden gegen Teams aus der Parallelstaffel Braunschweig/Hannover durchzuführen. Keinesfalls sicher ist, ob das in der Pandemie angesichts des Termindrucks zu halten ist: Im November darf ja auch das ursprünglich am kommenden Mittwoch geplante Niedersachsenpokal-Achtelfinale gegen den Spelle-Venhaus nicht stattfinden.
Ähnliche Fragen stellen sich bei den höherklassig aktiven Frauenteams der Region: In der Regionalliga sollte Ende November eigentlich die Einfachrunde in beiden geteilten Staffeln gelaufen sein, ehe der Osnabrücker SC und die TSG Burg Gretesch je nach Verlauf im Frühjahr in Auf- und Abstiegsrunden weiterspielen hätten sollen. Nun ist klar, dass ab sofort bis Ende November nicht mehr gespielt wird – und unklar ist, was danach passiert.
„Wir wären aus Vorsorge so oder so nicht mehr angetreten“, sagt Meik Schwegmann, Trainer der Oberliga-Frauen von BW Hollage. Deren Partie am Sonntag gegen Ahlerstedt wurde vom Verband inzwischen genauso abgesetzt wie jene der DJK Schlichthorst in Andervenne.
Die Partien aller Junioren-Regionallligen am Wochenende hat der Nord–FV gestrichen, auch das Spiel von Viktoria GMHütte beim VfL Oldenburg in der A-Jugend-Niedersachsenliga fällt aus. Nur das Spiel der U19 des VfL Osnabrück am Sonntag blieb angesetzt: „Wir kommen immer mehr für drei Punkte infrage“, glaubt VfL-Trainer Florian Fulland vor dem Bundesligaduell mit Tabellennachbar Eimsbütteler SV.
Aufrufe: 29.10.2020, 20:00 Uhr
Neue Osnabrücker Zeitung / Benjamin KrausAutor

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