Komatas Serie reißt in Münchehagen

Am 5. Spieltag war es dann doch so weit: Die perfekte Bilanz von Inter Komata erhielt in Münchehagen durch ein bitteres 2:4 einen ersten Fleck, der die Nienburger in der Tabelle zurückwirft. Richtig Fahrt aufgenommen hat die Partie mit drei Treffern erst in der Nachspielzeit, doch auch zuvor gab es einige Diskussionen auf dem Platz...

Erster Rückschlag der Saison

Das hat man sich doch durchaus anders vorgestellt. Am Ende gab es außer hängenden Köpfen nichts zu holen in Münchehagen und die Niederlage war gar nicht mal so unverdient. Bereits von Beginn an präsentierte sich der Gast nicht in Topform und da Saad Haso mit seinen Sprints auf rechtsaußen fehlte, kam es eher selten zu wirklichen Torszenen. Die beste Chance sollte allerdings dennoch zunächst Inter Komata verbuchen, doch Tero (9) scheiterte im eins gegen eins an VfL-Schlussmann Schneider (1) (13'), die nachfolgende Ecke brachte nichts ein. Im Folgenden mehrten sich vor allem die Fouls, es gab häufig Freistöße auf beiden Seiten, welche aber nie einen Abnehmer fanden. Komata wurde in dieser Phase jedoch besser und verlagerte das Geschehen zunehmend in die Hälfte Münchehagens, ohne dabei zwingend zu werden, weshalb sie es verpassten, eine Führung herauszuspielen. Auf einmal meldete sich der Gastgeber wieder zurück und setzte das Tor von Kramer (18) unter Dauerfeuer, wenn auch nur mit Fernschüssen, die für ihn kein Problem waren. Doch dann startete plötzlich Thomaschewski (7) einen schönen Sprint linksaußen und ließ die sonst so sichere Komata-Defensive alt aussehen, flankte in die Mitte und dort bedankte sich Cetinkaya (10) freistehend mit der Heimführung (41'). Noch vor der Halbzeit hatte Münchehagen sogar die Chance zu erhöhen, doch Kramer parierte stark gegen Iyisu (11) (45').

Der zweite Durchgang begann vor allem mit schnellen Ballverlusten auf beiden Seiten, durch welche an einen echten Spielfluss gar nicht zu denken war, dazu kamen erneut viele Freistöße und kleinere Fouls. Brandgefährlich wurde es erst in der 64. Minute wieder, doch der VfL vergab in Person von Cetinkaya eine 110%ige Chance aufs 2:0, weil dieser völlig blank vorm Kasten das Leder in den Münchehäger Himmel ballerte. Dennoch merkte die Heimelf nun, das die Überraschung greifbar nah war und ließ nicht ab - und da stand Thomaschewski auch schon frei vor Kramer und ließ diesem keine Chance - 2:0 (65'). Komata drohte die erste Niederlage in dieser Saison und das sollte vermieden werden, deshalb wurde der nächste Angriff endlich sauber ausgespielt und die Flanke von links fand Tero, der den Ball ohne zu Zögern ins Netz drosch (67')! Lange Zeit passierte nun erstmal nichts mehr, bis auf eine tolle Fairplay-Geste von Heredia Muriel (17), der nach einer Abstoßentscheidung zugunsten des VfL zugab, als letztes am Ball gewesen zu sein und so Inter Komata eine Ecke ermöglichte. Am Ende der regulären Spielzeit brannte es auf einmal im Komata-Strafraum und Kramer musste gleich zweimal ganz stark parieren (87', 90'+1), wahrte seinem Team so die Chance auf einen Punkt und wehrte auch den dritten Schuss zur Ecke ab (90'+3). Gegen den vierten Schuss war er dann aber machtlos und so erhöhte Heredia Muriel auf 3:1 (90'+4). Nun fand Inter Komata defensiv kaum noch statt - das nutzte Khambor (9), der Kramer umkurvte und dann ins leere Tor einschob (90'+5). Den Schlusspunkt setzten allerdings trotzdem die Nienburger, denn Tero netzte für die Tordifferenz in der siebten Minute der Nachspielzeit nochmals ein und stellte den Endstand von 2:4 her.

Diesmal reichen also die zwei Tore nicht zum Sieg und Komata offenbart doch ein paar Schwächen, die es zu beseitigen gilt. Dennoch war der Kampfgeist nach dem 0:2 und dem 1:4 immer noch zu sehen und man hat sich nie aufgegeben, deshalb hatte diese Auswärtsfahrt nicht ausschließlich negative Aspekte zu bieten und kann problemlos korrigiert werden.

Aufrufe: 023.1.2019, 10:57 Uhr
InterNienburgAutor