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VfL Herzlake: "Breite an fußballerischer Qualität"

Trainer Manuel Peters zieht eine positive Zwischenbilanz in der Kreisliga Emsland und setzt in der Rückrunde auf Entwicklung.

von red · 08.01.2026, 18:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: René Diebel

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Nach einem schwierigen Saisonstart hat sich der VfL Herzlake in der Kreisliga Emsland stabilisiert. Trainer Manuel Peters spricht über Lehren aus der Hinrunde, eine strukturierte Wintervorbereitung und die Herausforderungen einer verjüngten Mannschaft.

Die Winterpause des VfL Herzlake fällt überschaubar aus. „Wir starten Mitte Januar wieder mit den ersten Trainingseinheiten“, sagt Trainer Manuel Peters. Ab Ende Januar werde die Vorbereitung intensiviert. Geplant sind dabei nicht nur Trainingseinheiten, sondern auch mehrere Testspiele: „Wir erwarten insgesamt fünf Teams zum Testspiel in Herzlake.“

Ergänzt wird das Programm durch eine Leistungsdiagnostik im Sportwerk Ochtrup. Auch mannschaftsinterne Maßnahmen sollen nicht zu kurz kommen. „Eventuell steht auch noch eine gemeinsame Padel-Einheit an“, erklärt Peters und verweist damit auf einen möglichen Teambuilding-Aspekt der Vorbereitung.

Harte Anfangsphase, starke Reaktion

Der Saisonstart verlief für den VfL alles andere als ideal. „Dass der Start in die Saison herausfordernd werden würde, war uns klar“, so Peters. Die Bilanz der ersten Wochen fiel dennoch ernüchternd aus: „Die ersten Wochen mit sechs Niederlagen aus sieben Spielen waren dann aber schon sehr hart.“

Umso bemerkenswerter sei die anschließende Entwicklung gewesen. „Besonders die beiden Siege gegen Listrup innerhalb von fünf Tagen waren sehr beeindruckend“, betont der Trainer. Insgesamt zieht er ein positives Fazit: „Insgesamt sind wir mit dem ersten Halbjahr sehr zufrieden.“

Schnelles Zusammenwachsen nach Umbruch

Ein wesentlicher Faktor für die Stabilisierung war das rasche Zusammenfinden der neu formierten Mannschaft. Nach einem personellen Umbruch im Sommer habe sich das Team „fußballerisch und menschlich schnell zusammengewachsen“, sagt Peters.

Hervor hebt er zudem den Trainingsalltag. „Wir haben nicht nur eine hohe Trainingsbeteiligung, sondern durch die Jungs auch viel Qualität in den einzelnen Einheiten.“ Die Breite im Kader bewertet er ausdrücklich positiv: „Diese Breite an fußballerischer Qualität ist schon toll.“

Entwicklungspotenzial in Kommunikation und Spielintelligenz

Trotz der positiven Tendenz sieht der Trainer weiterhin Ansatzpunkte für Verbesserungen. „Als Problem würde ich es nicht bezeichnen“, ordnet Peters ein, verweist aber auf typische Begleiterscheinungen eines Umbruchs. Durch den verjüngten Kader gebe es „in der Kommunikation auf dem Feld noch deutlich“ Luft nach oben.

Auch im Spielverlauf habe man Phasen erkannt, in denen mehr Cleverness gefragt sei. „In manchen Phasen hat man auch gesehen, dass wir uns zeitweilig noch cleverer verhalten können“, so Peters.

Fokus auf einzelne Spiele statt Tabellenrechnerei

Mit Blick auf die Rückrunde verzichtet Peters bewusst auf große Zielsetzungen. „Darüber machen wir uns tatsächlich überhaupt keine Gedanken“, sagt er. Die ersten Aufgaben im Jahr 2026 seien allerdings klar im Fokus: „Gegen unsere ersten drei Gegner 2026 (Papenburg II, Börger, Twist) haben wir in der Hinserie drei Niederlagen kassiert.“

Entsprechend gehe es darum, sich konkret zu verbessern. „Da möchten wir natürlich im Rückspiel besser aussehen.“ Grundsätzlich wolle man „auch in der Rückserie immer wieder die positiven Aspekte in Training und Spiel nach vorne stellen und die einzelnen Spieltage mit viel Lust auf Fußball angehen“.

Personell bleibt es beim VfL weitgehend ruhig. Eine Rückkehr steht jedoch fest: „Lukas Specker wird nach langer Verletzungspause wieder zur Mannschaft stoßen“, berichtet Peters. Weitere Zu- oder Abgänge sind nicht geplant.

Einschätzung zur Liga-Spitze

Die Kreisliga Emsland erlebt Peters als ausgesprochen ausgeglichen. „Wenn man sich die bisherigen Spieltage anguckt, ist eine Vorhersage aufgrund der ausgeglichenen Liga schon sehr schwer.“ Zwei Teams sieht er dennoch vorne: „In meinen Augen werden aber Surwold und Bokeloh die Meisterschaft unter sich ausmachen.“ Zum Abstiegskampf äußert sich der Trainer bewusst nicht.