Eingerahmt von Mitarbeitern und Neuzugängen: der Gundersheimer Trainer Markus Scriba (hinten Mitte) mit (stehend von links) Betreuer Kai Daniel, Yannic Bertram, Besart Morina und Co-Trainer Thomas Koch-Schröder, sowie knieend (von links) Jakob Goldbach und  Leonard Hahn.
Eingerahmt von Mitarbeitern und Neuzugängen: der Gundersheimer Trainer Markus Scriba (hinten Mitte) mit (stehend von links) Betreuer Kai Daniel, Yannic Bertram, Besart Morina und Co-Trainer Thomas Koch-Schröder, sowie knieend (von links) Jakob Goldbach und Leonard Hahn.

Scriba tritt auf die Euphorie-Bremse

VFL GUNDERSHEIM Nach dem Durchmarsch durch die A-Klasse muss das Team sich ans Verlieren gewöhnen

GUNDERSHEIM. Die Euphorie beim VfL Gundersheim könnte vor der neuen Saison in der Fußball-Bezirksliga größer kaum sein. Als Aufsteiger aus der B-Klasse marschierte die junge Elf von Trainer Markus Scriba im vergangenen Jahr bemerkenswert dominant durch die A-Klasse und sicherte sich schlussendlich in den Aufstiegsspielen das Ticket für die Bezirksliga. Der Kern der Mannschaft hat bereits in der Jugend erfolgreich zusammen gespielt, mischte den Fußballkreis Alzey-Worms in den letzten beiden Jahren ordentlich auf und steht nun vor einer herausfordernden Saison in einer „bärenstarken Bezirksliga“, wie sie Scriba betitelt.

Von einer aufwendigen Kaderaufwertung sah der VfL-Trainer jedoch ganz bewusst ab. Das Gundersheimer Erfolgsrezept einer geschlossenen Mannschaftsleistung aus einem breit aufgestellten Kader heraus, soll unverändert bleiben. „Wir haben 15 relativ gleichwertige Spieler in unseren Reihen und haben unsere Verstärkungen positionell ganz gezielt hinzugeholt“. Namentlich stehen da Yannic Bertram (TSV Gundheim), Jakob Goldbach (VfL Eppelsheim) und der bezirksligaerfahrene Besart Morina (TSG Pfeddersheim II) auf der Liste der Neuzugänge. Außerdem wird der junge Leonard Hahn aus der eigenen Jugend als Perspektivspieler hoch in den Aktiven-Kader gezogen. Dem entgegen steht mit Daniel Höflich lediglich ein Abgang in Richtung TSV Gundheim.

Die eingeschworene Truppe steht längst auf dem Zettel sämtlicher Ligakonkurrenten, doch Scriba warnt: „Wir müssen ein bisschen bremsen und uns auch erst wieder ans Verlieren gewöhnen“, auch wenn er es gerne sehe, wie die Euphorie aus den letzten beiden Spielzeiten die Mannschaft in die neue Saison trage. So ist das Selbstvertrauen zwar nach wie vor ungebremst, doch Scriba gibt die Saisonziele dennoch ganz nüchtern aus: „Wir haben keine großen Ambitionen, für uns geht es um den Klassenerhalt. In der Bezirksliga fangen wir wieder bei Null an, da brauchen wir uns gar nichts vormachen.“

Doch auch zu Beginn der vergangenen A-Klassen-Saison hatte die Gundersheimer kaum jemand auf der Rechnung. Umso mehr ist die Scriba-Elf in der Bezirksliga ein völlig unbeschriebenes Blatt. Ein Image, das sich die junge, ambitionierte Mannschaft wohl nur zu gerne aufdrücken lässt. Scriba resümiert: „Im Moment ist es einfach, die Jungs zu motivieren. Die Aufstiegsspiele sind zwar etwas glücklich zu unseren Gunsten ausgegangen, aber umso mehr freuen wir uns über das Nicht-Erwartete.“

Als Favoriten für die kommende Saison werden in Gundersheim in erster Linie die drei Landesliga-Absteiger SVW Mainz, Spvgg. Ingelheim und die TSG Hechtsheim, aber auch finanziell starke Vereine wie Basara Mainz und der Italclub Mainz gesehen.



981 Aufrufe22.7.2017, 06:00 Uhr
David ZerfaßAutor

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