2026-04-16T10:11:10.190Z

Interview

VfL Gundersheim in Abstiegsnot: „Zittern ist das falsche Wort“

Im Interview verrät Gundersheims „Co“ Martin Ritter wie dem Bezirksligisten der Klassenerhalt noch gelingen soll, was ihm Hoffnung macht und wie es in der A-Klasse weiterginge

von Michael Heinze · Heute, 09:00 Uhr · 0 Leser
Früher selbst im grünen Dress auf dem Platz, inzwischen an der Seitenlinie aktiv: Der Gundersheimer Martin Ritter im Zweikampf mit dem Mommenheimer Dominik Göbig.   Foto: photoagenten/Axel Schmitz - Archiv
Früher selbst im grünen Dress auf dem Platz, inzwischen an der Seitenlinie aktiv: Der Gundersheimer Martin Ritter im Zweikampf mit dem Mommenheimer Dominik Göbig. Foto: photoagenten/Axel Schmitz - Archiv

Gundersheim. Den Bezirksliga-Fußballern des VfL Gundersheim droht der Abstieg. Sechs Spieltage vor Schluss beträgt der Rückstand auf den rettenden zwölften Platz sieben Zähler. So beurteilt Co-Trainer Martin Ritter (36) die Situation.

Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von der Allgemeinen und Wormser Zeitung.

Herr Ritter, wie sehr zittern Sie vor dem Abstieg?

Zittern ist das falsche Wort. Wir wissen natürlich, dass die Situation mit jedem verlorenen Punkt enger für uns wird. Wir sind uns der Situation absolut bewusst und wissen, dass wir liefern müssen. Aber Angst ist ein schlechter Ratgeber. Wir haben volles Vertrauen in die Jungs, dass sie bereit sind, im Saisonendspurt alles für den Klassenerhalt zu opfern.

Wie konnte es zu dieser misslichen Lage kommen?

Es ist die Summe aus vielen Kleinigkeiten, die uns wertvolle Punkte gekostet hat. Oft fehlte uns in den entscheidenden Momenten die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor oder die letzte Konsequenz in der Defensive. Zudem konnten wir durch eine anhaltende Verletzungsserie selten mit einer eingespielten Formation auflaufen. Weiterhin ist auch unsere Platzsituation mitverantwortlich. Wir spielen und trainieren gefühlt überall – nur nicht daheim in Gundersheim.

Hat sich die Personalsituation inzwischen verbessert?

Wichtige Spieler wie Sebastian Engelhardt, Phil Wesner oder Sebastian Hahl sind wieder zurück, müssen nach schwereren Verletzungen jedoch erst wieder ihren Rhythmus finden. Mit Omran Chehab fehlt weiter unser Kapitän, der in dieser Klasse ein Unterschiedsspieler ist. Trotzdem wollen wir nicht jammern, sondern es im Kollektiv auffangen.