Foto: Christian Hagenbuch
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"Lieber nach oben gucken als nach unten"

VfL Eberstadt ist aktuell bester Kreisliga-Aufsteiger +++ Trainer Jürgen Trunk sieht Reifeprozess bei der Mannschaft

Bis auf die beiden Nachholspiele am kommenden Wochenende hat die Kreisliga Buchen bereits ihr Winterquartier bezogen. Zeit also für eine kleine Rückschau über den bisherigen Saisonverlauf. Tabellenplatz vier nach 17 Spielen, damit steht Aufsteiger VfL Eberstadt unter den Neulingen in der Kreisliga gegenwärtig am besten da.

Mannschaft ist gereift

Mit Ausnahme einer kurzen Schwächephase hat sich „Ebberschdt“ auf Anhieb gut in der höheren Spielklasse zurechtgefunden und bereits 29 Zähler auf dem Konto. Entsprechend zieht Trainer Jürgen Trunk auch ein „sehr zufriedenes“ Zwischenfazit. „Das war in dieser ausgeglichenen Liga so nicht zu erwarten“. Dass es so positiv kam, wie es kam, liegt für den Coach an der Tatsache, „dass die Mannschaft in allen Belangen reifer geworden ist“. Auch das Pokalfinale im Sommer habe die Truppe insgesamt weitergebracht, was sich für Trunk folgendermaßen bemerkbar macht: „Es gab einige knappe Spiele, die wir vor zwei Jahren noch verloren hätten. Heute können wir solche engen Kisten gewinnen“. Gründe dafür sieht der seit Jahresbeginn 2010 verantwortliche Übungsleiter in der mannschaftlichen Geschlossenheit und der Flexibilität des Kaders. „Wir sind ein zusammengeschweißter Haufen. Und wir können variabel agieren, vom System und vom Positionsspiel her“. Die anfängliche Heimschwäche konnte zudem abgestellt werden, Erfolge gegen besser platzierte Teams ergänzten den guten Gesamteindruck.

Ausgefallene Spieler werden zurückkehren

Zwei Dinge sind es aber, die dem VfL noch fehlen, wie Trunk weiter ausführt: „Zum einen hätten wir hier und da den Sack früher zumachen können“. Zum anderen standen die Verantwortlichen vor der Herausforderung, zahlreiche Ausfälle zu kompensieren. Die Zehn, Patrick Frey, war über die gesamte Vorrunde im Ausland. Olcay Baklaci fiel nach einer Operation länger aus, Goalgetter Tobias Burkhardt musste wegen einer Muskelverletzung einige Spiele pausieren. Da diese drei Stammspieler in der Rückrunde wieder zur Verfügung stehen werden, sollten sich die dunklen personellen Wolken jedoch lichten, wie Jürgen Trunk im abschließenden Ausblick ebenfalls bestätigt: „Für 2014 sieht es insgesamt besser aus. Wir werden zwar nicht ganz vorne mitspielen können, aber aus der Abstiegsgefahr sind wir wohl auch raus. Ich denke, wir können jetzt einen guten Mittelfeldplatz anstreben. Ich guck lieber nach oben als nach unten“.

Aufrufe: 011.12.2013, 11:00 Uhr
Christian HagenbuchAutor

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