Foto: Christian Hagenbuch
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"Holen gerade das Optimum heraus"

Trainer Jürgen Trunk zum Saisonstart des VfL Eberstadt, den zuvor nur wenige auf dem Zettel hatten

Vor Beginn der Runde in der Kreisliga Buchen schwirrte in den Köpfen der Kenner und Experten eine Handvoll Namen mit Blick nach oben herum. Der VfL Eberstadt – ungeschlagen auf Platz drei und im Pokal-Halbfinale - war nicht darunter. Doch der letztjährige Aufsteiger hat sich bislang zu einer Größe gemausert, mit der zu rechnen ist.

Mannschaft ist gereift

Trainer Jürgen Trunk ist folglich mit dem noch jungen Saisonverlauf „natürlich zufrieden“, sagt aber auch: „Wir holen gerade das Optimum heraus“. Im Detail bezieht sich der Coach mit dieser Aussage auf das vereinsübergreifende Dauerbrenner-Thema „Personal“, welches für den VfL eine besondere Herausforderung darstellt. So werde etwa Fuat Baklaci nach Kreuzbandriss erst wieder in 2015 einsteigen können. Zwar hätten beinahe alle Konkurrenten mit Fehlenden und Verletzten zu kämpfen, doch „nicht alle müssen mit einem so kleinen Kader wie dem unseren hantieren. Bei einer Maximalstärke von 15 Mann wird die Kompensation für uns weitaus schwieriger. Daher war der gute Start so nicht zu erwarten“. Eine komplette Überraschung ist die Teamleistung für Trainer Trunk jedoch auch nicht. Die Mannschaft habe sich mittlerweile entwickelt und sei weitaus gefestigter. „Wir haben dazugelernt und verlieren jetzt nicht mehr so leicht wie noch vor ein oder zwei Jahren“, erläutert er. „Es wirkt alles insgesamt homogener, stabiler und reifer“. Dieser Prozess sei über alle Bereiche hinweg erkennbar, von der gesamten Spielanlage bis zu Feinheiten wie dem Verhalten nach einer Führung. „Wir können jetzt auch mal enge Spiele nach Hause schaukeln. Meine Jungs sind nun etwas älter und dadurch weiter“.

Das Manko Kaderstärke bleibt

Bleibt also das Manko der überschaubaren Personaldecke, welches möglichen höheren Ambitionen im Weg steht. Trunk: „Auch, wenn wir derzeit am Limit sind, wir wollen so lange wie möglich dabei bleiben“. Sollte der Aufwärtstrend ins Wanken geraten, „wäre es aber auch nicht schlimm. Wir setzen uns nicht unter Druck, sondern nehmen mit, was geht“. Unter dem Strich erkennt der Übungsleiter ein Team und einen Verein, „in dem es passt. Daher auch der jetzige Erfolg. Gegen Eberstadt ist es nun nicht mehr so leicht, Punkte mitzunehmen“. Aber wie immer im Fußball - positive Momentaufnahmen könnten sich über die Runde auch wieder ändern. Kurzfristig frohe Kunde verspricht jedoch die Rückkehr von Goalgetter Tobias Burkhardt, der nach seinem Kanada-Aufenthalt am Sonntag beim Auswärts-Topspiel in Mudau dabei sein wird. Jürgen Trunk blickt abschließend voraus: „Der TSV ähnelt uns in der momentanen Formstärke. Es wird eine offene Partie werden, bei der Tagesform und Wille entscheiden könnten. Ich wäre zufrieden, wenn wir dort nicht verlieren“.

Aufrufe: 016.9.2014, 08:30 Uhr
Christian HagenbuchAutor

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