– Foto: Günter von Ameln

Ra­chid Bas­sit: "Der Ver­ein hat mir viel ge­ge­ben"

Ra­chid Bas­sit ist der neue Vor­sit­zen­de des VfL Ben­rath. Er hofft auf ei­nen neu­en Kunst­ra­sen­platz.

Der Vor­stand beim VfL Ben­rath wird zu­künf­tig von Ra­chid Bas­sit an­ge­führt. Mit gro­ßer Mehr­heit wähl­ten die Ver­eins­mit­glie­der auf ih­rer On­line-Jah­res­ver­samm­lung den 47-Jäh­ri­gen zum Vor­sit­zen­den.

Vor­gän­ger Se­bas­ti­an Lin­den bleibt den Schloss­städ­tern als „zwei­ter Mann“ er­hal­ten. Hans Jür­gen Wat­ty fun­giert wei­ter­hin als Kas­sie­rer. Die drei Kan­di­da­ten hat­ten sich in die­ser Kon­stel­la­ti­on als Team ge­mein­sam zur Wahl ge­stellt. Erik Hensch­ke von der VfL-Schwimm­ab­tei­lung ist in die Ar­beit des neu auf­ge­stell­ten Vor­stands­teams eng mit ein­ge­bun­den.

Mit Ra­chid Bas­sit steht beim Ben­ra­ther Tra­di­ti­ons­club zum ers­ten Mal ein Vor­sit­zen­der mit aus­län­di­schen Wur­zeln an der Ver­eins­spit­ze. „Ich bin Düs­sel­dor­fer, Ben­ra­ther und Ma­rok­ka­ner“, er­klärt Ra­chid Bas­sit – und for­mu­liert da­mit zu­gleich sei­ne per­sön­li­che Le­bens­phi­lo­so­phie: In­te­gra­ti­on und Zu­sam­men­füh­ren.

Im ma­rok­ka­ni­schen Na­dor ge­bo­ren, wur­de Bas­sit als Fünf­jäh­ri­ger von sei­nem Va­ter Ab­del­ka­der zu sich nach Düs­sel­dorf ge­holt. Die Schul­zeit in Holt­hau­sen und Ben­rath so­wie das Fuß­ball­spie­len beim VfL Ben­rath wa­ren wich­ti­ger Teil beim Hin­ein­fin­den in ei­ne neue Le­bens­welt. „Beim Sport zählt kei­ne Her­kunft“, hat Bas­sit po­si­tiv er­fah­ren, des­sen Fuß­ball­lust seit der D-Ju­gend beim VfL Ben­rath un­ge­stillt ist. Mit sei­ner Fa­mi­lie wohnt und lebt er seit 2004 in Ben­rath. Be­ruf­lich ist der neue VfL-Boss bei den Düs­sel­dor­fer Stadt­wer­ken im Be­reich Was­ser­ver­sor­gung tä­tig, sein Fuß­ball­herz schlägt ne­ben dem VfL Ben­rath für die For­tu­na.

Sein En­ga­ge­ment im VfL-Vor­stand ist für den so­zi­al ein­ge­stell­ten Eh­ren­amt­ler ge­ra­de­zu zwangs­läu­fig. „Der Ver­ein hat mit viel ge­ge­ben, und das will ich jetzt zu­rück­zah­len“, be­tont Bas­sit. Ge­mein­sam mit sei­nen Vor­stands­kol­le­gen will Bas­sit vor al­lem das Ver­eins­le­ben in Schwung brin­gen. „Da­zu be­nö­ti­gen wir drin­gend ei­nen zwei­ten Kunst­ra­sen an­stel­le des al­ten und un­ge­nutz­ten Aschen­plat­zes“, hebt Bas­sit her­vor. Die zu­sätz­li­che Spiel­flä­che in un­mit­tel­ba­rer Nä­he zum Haupt­ein­gang, zur VfL-Klau­se so­wie zu den Ver­wal­tungs­räu­men und Um­klei­de­ka­bi­nen wür­de sich rasch zum kom­mu­ni­ka­ti­ven Zen­trum der An­la­ge an der Karl-Hoh­mann-Stra­ße ent­wi­ckeln. Für ei­ne Rea­li­sie­rung die­ses auf­wän­di­gen Pro­jekts will Bas­sit sei­ne Kon­tak­te zu Ver­wal­tung und Po­li­tik nut­zen. Ein Ge­sprächs­ter­min mit Ver­tre­tern des Sport­aus­schus­ses ist be­reits an­be­raumt.

Sport­lich setzt sich Bas­sit für den Fuß­ball­nach­wuchs der Schloss­städ­ter ein. „Die Ju­gend­mann­schaf­ten sind die Grund­la­ge für sport­li­che Er­fol­ge im Se­nio­ren­be­reich“, sagt der neue Vor­sit­zen­de. Im Ver­gleich mit der lo­ka­len Kon­kur­renz be­steht beim VfL in die­ser Hin­sicht noch im­mer Nach­hol­be­darf.

Das Mot­to „Ich will et­was be­we­gen“ lebt Ra­chid Bas­sit auch über den Fuß­ball hin­aus. Seit zehn Jah­ren en­ga­giert er sich im Vor­stand des Ver­eins Mas­jid Assa­lam der ma­rok­ka­ni­schen Ge­mein­de. Der ge­plan­te Bau ei­ner Mo­schee mit­samt Ge­mein­de­zen­trum an der Nürn­ber­ger Stra­ße hat­te ihn sei­ner­zeit auf den Plan ge­ru­fen, als es dort Pro­ble­me mit der Bau­ge­neh­mi­gung und – vor­ur­teils­be­dingt – Wi­der­stän­de im Um­feld gab. Bas­sit: „Da woll­te ich hel­fen und Vor­ur­tei­le durch Trans­pa­renz ab­bau­en.“

517 Aufrufe8.4.2021, 10:00 Uhr
RP / Helmut SenfAutor

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