
Die Frauendes VfB Stuttgart unterliegen in der 2. Frauen-Bundesliga dem 1. FSV Mainz 05 vor über 31000 Zuschauer mit 2:4 (0:1). Die Treffer von Dafina Redzepi und Leonie Schetter reichen am Ende nicht für einen Punktgewinn.
Premiere in der MHP Arena: Erstmals seit ihrer Gründung liefen die VfB Frauen am Samstagnachmittag im größten Stadion Baden-Württembergs auf. Cheftrainer Heiko Gerber nahm drei Startelf-Wechsel im Vergleich zum 3:2-Auswärtssieg in Ingolstadt am vergangenen Wochenende vor. Kiara Beck, die zuletzt aufgrund einer Rotsperre gefehlt hatte, kehrte anstelle von Eve Boettcher ins VfB-Tor zurück, außerdem rückten Reena Wichmann für Julia Glaser sowie Rosa Rückert für Daphina Rezepi ins erste Aufgebot.
Die erste Torchance des Spiels gehörte den Mädels im Brustring-Dress. Nach Zuspiel von Leonie Schetter schlug Maxi Rall rechts im Strafraum einen Haken und prüfte die Mainzer Torfrau Mamiko Matsumoto mit einem flachen Abschluss ins kurze Eck (5.). Im direkten Gegenstoß hielt Kiara Beck den ersten Torschuss der Gästinnen.
Im Anschluss hatten die Mainzerinnen mehr vom Spiel. Reena Wichmann verzeichnete aus der Distanz noch eine Möglichkeit für den VfB (21.), nach einer halben Stunde trafen jedoch die Mainzerinnen in Person von Vital Kats zur Führung (30.). Kurz vor der Pause hatten die VfB Frauen den Ausgleich auf dem Fuß, doch Lenelotte Müller setzte ihren Abschluss aus spitzem Winkel über das Tor (43.). So ging es mit einem knappen Rückstand in die Kabine.
Turbulenter Start in die zweite Hälfte
Mit dem Seitenwechsel brachte VfB Frauen-Cheftrainer Heiko Gerber erstmals frischen Wind in die Partie – und bewies damit ein gutes Händchen. Die gerade für Rosa Rückert eingewechselte Dafina Redzepi besorgte den Ausgleich und sorgte für großen Jubel in der mit über 31.000 Zuschauern gefüllten MHP Arena (49.). Der Spielstand hatte jedoch nur etwas mehr als eine Minute Bestand, ehe die Gästinnen zurückschlugen. Johanna Berg stellte den alten Abstand wieder her (51.). Rund zehn Minuten später kam es noch dicker für die VfB Frauen, als ein von Vital Kats ausgeführter Freistoß äußerst unglücklich seinen Weg ins Tor fand (60.).
Anschließend flachte das Spielgeschehen zunehmend ab, nahm in der Schlussphase aber noch einmal an Fahrt auf. Zunächst erhöhte Vital Kats mit ihrem dritten Treffer auf 4:1 für Mainz (86.), kurze Zeit später brachte Leonie Schetter das Team von Heiko Gerber noch einmal auf zwei Tore heran (89.). Der sechste Treffer des Tages bedeutete allerdings den Schlusspunkt, am Ende reichte es nicht mehr für eine Aufholjagd wie im Hinspiel in Mainz.
Die Tore:
0:1 – 30. Minute: Vital Kats hat rund 20 Meter viel Platz und kann ungehindert abschließen. Sie trifft mit einem flachen Schlenzer ins rechte Toreck. Für Kiara Beck im VfB-Tor ist der Ball nicht erreichen.
1:1 – 49. Minute: Die erst zum Start der zweiten Halbzeit eingewechselte Dafina Redzepi bekommt kurz vor dem Strafraum den Ball von Leonie Schetter zugespielt. Sie dreht sich um die eigene Achse, lässt ihre Gegenspielerin mit einer cleveren Körpertäuschung stehen und trifft mit einem satten Abschluss ins lange Eck.
1:2 – 51. Minute: Die Mainzerinnen schlagen direkt zurück und gehen erneut in Führung. Johanna Berg bringt den Ball nach einem Pass in den Rücken der VfB-Abwehr über Kiara Beck hinweg im Tor unter.
1:3 – 62. Minute: Die Mainzerinnen erhöhen per Freistoß. Vital Kats hat Glück, dass der von der Mauer abgefälschte Ball an die Unterkante der Latte und von dort über die Linie springt. Ganz bitter für die VfB Frauen.
1:4 – 86. Minute: Nach einem langen Ball aus dem eigenen Strafraum gewinnt Vital Kats ihr Laufduell und lupft den Ball über die herausgeilte Kiara Beck aus der Distanz ins Tor.
2:4 – 88. Minute: Leonie Schetter bringt die VfB Frauen noch einmal ran. Ihr traumhafter Schlenzer von der Strafraumkante ist unhaltbar für Mamiko Matsumoto.
Die nächsten Spiele:
Nach dem Highlightspiel in der MHP Arena folgen für die VfB Frauen zwei Auswärtsspiele. Am Sonntag, den 29. März, gastiert der Club aus Cannstatt beim 1. FFC Turbine Potsdam. Spielbeginn im Karl-Liebknecht-Stadion in Potsdam ist um 14 Uhr. Am Sonntag, den 5. April, spielen die VfB Frauen gegen den VfR Warbeyen. Anpfiff in Kleve ist ebenfalls um 14 Uhr.