
Mit einem 2:2-Remis gegen den SC Sand beenden die Frauen des VfB Stuttgart ihre Zweitligasaison als Meisterinnen und treten in der kommenden Spielzeit in der Bundesliga an. Für den VfB trafen Maxi Rall und Meike Meßmer.
Als bereits feststehende Meisterinnen der 2. Frauen-Bundesliga reisten die VfB-Frauen am letzten Spieltag nach Willstätt. Ein Duell, das dem Team durchaus bekannt war, so bestritt man bereits zwei „Saisonfinals“ gegen die Teams des SC Sand, bislang waren diese immer mit einem für den VfB erfolgreichen Ende verknüpft – und so sollte es auch am 26. Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga sein. Während die VfB Frauen frei aufspielen konnten, ging es für den SC Sand im Fernduell noch um das zweite Bundesliga-Ticket.
Remis zur Pause
Cheftrainer Nico Schneck nahm im Vergleich zum 4:1-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg II vier Änderungen in der Startelf vor. Eve Boettcher, Lenelotte Müller, Katharina Schäfer und Haruka Osawa starteten für Kiara Beck, Reena Wichmann, Jana Beuschlein und Tamar Dongus. Die VfB Frauen kamen gut in die Partie und verzeichneten bereits in der vierten Spielminute die erste Möglichkeit auf dem Chancenzettel durch Dafina Redzepi. Wenig später machte es Maxi Rall dann besser und brachte die VfB Frauen in Führung.
Die Gastgeberinnen blieben jedoch dran und wurden immer wieder über blitzschnell ausgeführte Konter gefährlich (11., 25.) – Eve Boettcher blieb jedoch hellwach und hielt die Null zunächst fest. Im Gegenzug testete Dafina Redzepi erneut SC-Keeperin Jule Baum, die die Kugel jedoch ebenso stark wie ihr Gegenüber parierte (25.). Sand steckte jedoch nicht auf, investierte viel und belohnte sich nach einer guten halben Stunde mit dem Ausgleich (37.). Dies markierte auch gleichzeitig den Pausenstand.
Meike Meßmer erzielt den Ausgleich per Kopf
Die erste Möglichkeit nach dem Seitenwechsel zur erneuten Führung hatte erneut Maxi Rall auf dem Fuß, als sie die Hereingabe aus der Drehung direkt knapp neben das Gehäuse setzte (55.). Die VfB Frauen blieben dran und spielten auf den zweiten Treffer für Weiß-Rot. Haruka Osawa, Nicole Billa und Julia Glaser probierten viel, jedoch arbeiteten die Willstätterinnen weiter konzentriert in der Defensive. Und auch in der Offensive. So gelang ihnen gar die zwischenzeitliche 2:1-Führung (72.), die Meike Meßmer, wenige Minuten nach ihrer Einwechslung (78.), jedoch direkt wieder egalisierte. Dabei blieb es auch.
Meisterliches Ende
Damit beenden die VfB Frauen eine überaus erfolgreiche Zweitliga-Saison mit 58 Punkten – 17 Siegen, sieben Unentschieden und zwei Niederlagen. Unter Nico Schneck, der seit 26. März als Cheftrainer im Amt ist und auf Heiko Gerber folgte, sind die VfB Frauen bislang ungeschlagen und haben nur ein Gegentor bekommen. Als bereits vor der Partie feststehende Meisterinnen werden sie in der kommenden Spielzeit gemeinsam mit Mitaufsteiger 1. FSV Mainz 05 in der Google Pixel Frauen-Bundesliga antreten.
Stimmen zum Spiel
VfB-Cheftrainer Nico Schneck: „Großes Kompliment an Alex Fischinger und sein Team. Ich kann mir vorstellen, dass es bei weitem nicht einfach ist, wenn du beinahe die gesamte Saison mit an der Tabellenspitze stehst und rutschst dann kurz davor ab. Von daher nochmals einen großen Respekt, was Sand heute nochmals auf den Platz gebracht hat. Für unsere Zuschauer war es glaube ich ein gutes Spiel, da auf beiden Seiten gute Möglichkeiten waren. Natürlich sind wir in gewisser Weise jetzt auch froh, dass die Saison rum ist und dass wir es geschafft haben. Die Mädels sind glücklich, das freut mich natürlich als Trainer. Für uns war es trotzdem nochmal wichtig, dass wir uns mit einem guten Ergebnis verabschieden. Wir haben das Spiel genauso ernst genommen, wie alle anderen Spiele auch. Die Mädels haben bis zum Schluss ihr Herz auf dem Platz gelassen.“
Die Tore:
7. Minute: Janina Hechler bringt die Kugel in die Gefahrenzone. Der erste Abschluss wird noch geblockt, Maxi Rall zieht im Nachgang ab und trifft wuchtig zur 1:0-Führung.
38. Minute: Sand kommt mit viel Tempo über die rechte Seite. Yuka Hirano will die Hereingabe klären, fälscht die Kugel aber unhaltbar ins eigene Tor ab. 1:1.
72. Minute: Guter Steckpass, der den Weg durch die VfB-Reihen bis in die Spitze findet. Beatrix Schneider schiebt sicher zur 2:1-Führung ein.
80. Minute: Perfekte Ecke von Dafina Redzepi auf die eingewechselte Meike Meßmer, die per Kopf zum viel umjubelten Ausgleich einnickt.