
Der VfB Oldenburg hat zum Abschluss eines insgesamt herausragenden Fußballjahres 2025 den nächsten Dreier knapp verpasst. Gegen den Hamburger SV II reichte eine deutliche spielerische Dominanz nicht zum Sieg – die Partie endete 0:0. Während der Punktgewinn für die Gäste eher glücklich war, haderten die Oldenburger nach Spielende mit ausgelassenen Chancen und einer Portion Pech.
Vor 2.453 Zuschauerinnen und Zuschauern übernahm der VfB von Beginn an die Kontrolle. Nach zwölf Minuten hatte Aurel Loubongo die erste klare Möglichkeit, scheiterte jedoch an HSV-Torwart Hannes Steffen Hermann, der im Verlauf des Abends zur entscheidenden Figur werden sollte.
Oldenburg drängte, erspielte sich innerhalb von 22 Minuten sieben Ecken und brachte die Gästeabwehr immer wieder ins Wanken. Doch die Präzision im letzten Drittel fehlte – und wenn ein Abschluss durchkam, war Hermann zur Stelle:
direkte Ecke von Julian Boccaccio (21.)
wuchtiger Kopfball von Mats Facklam (22.)
Distanzschuss von Loubongo (39.)
Fast aus dem Nichts bot sich dem HSV kurz vor der Pause die große Chance. Ein missglückter Rückpass rutschte VfB-Keeper Jhonny Peitzmeier weg, doch Moritz Reimers scheiterte am glänzend reagierenden Schlussmann.
Diskussionen um Platzverweis – und ein starkes TorhüterduellKurz nach Wiederanpfiff wurde es hitzig: HSV-Mittelfeldspieler Louis Pepe Lemke, bereits verwarnt, ging erneut hart zur Sache – Schiedsrichter Luca Sambill beließ es zur Empörung der Oldenburger bei einer Ermahnung. HSV-Trainer Lukas Anderer nahm daraufhin sofort den Wechsel vor, um das Risiko zu minimieren.
Kurz darauf musste Peitzmeier erneut sein Können zeigen, als Maurice Osei Boakye aus der Drehung abzog und er mit einer spektakulären Parade rettete (55.). Es blieb eine der wenigen Torchancen des HSV, denn Oldenburg dominierte weiterhin.
Aluminium, Zentimeter und ein aberkanntes TorDer VfB drückte nun immer deutlicher auf die Führung. Leon Deichmann traf den Pfosten (63.), Nico Mai verfehlte das Tor nur knapp (81.). Und als die Oldenburger Fans schließlich jubelten, blieb der Arm des Schiedsrichters oben:
Nach einer cleveren Freistoßvariante legte Linus Schäfer auf den eingewechselten Drilon Demaj ab, der aus kurzer Distanz vollendete – doch Sambill erkannte ein angebliches Blocken von Deichmann und gab den Treffer nicht.
Die Oldenburger haderten zudem mit einer nicht geahndeten Handspiel-Szene im HSV-Strafraum gegen Moses Otuali. Trotz unermüdlicher Angriffe reichte es nicht zum Sieg.
Enttäuschung über zwei verlorene PunkteWährend sich der HSV II über einen Zähler freuen durfte, überwog beim VfB Oldenburg der Frust. Nach einer erneut engagierten und dominanten Vorstellung fehlte einzig der Treffer, um ein erfolgreiches Jahr 2025 mit einem Heimsieg abzuschließen.
VfB Oldenburg – Hamburger SV II 0:0
VfB Oldenburg: Jhonny Peitzmeier, Leon Deichmann, Nico Mai, Ermal Pepshi, Nick Otto, Willem-Hendrik Hoffrogge, Julian Boccaccio (79. Drilon Demaj), Louis Hajdinaj, Rafael Brand (70. Linus Schäfer), Aurel Loubongo (90. Vincent Hagen), Mats Facklam (80. Moses Otuali) - Trainer: Dario Fossi
Hamburger SV II: Hannes Hermann, Lukas Bornschein, Jeremy Gandert, Noah Katterbach, Davis Rath (88. Leonardo Posadas), Omar Megeed (60. Arnaud Riedel), Raif Adam, Moritz Reimers (74. Kelvin Ojo), Louis Pepe Lemke (52. Shafiq Nandja), Glory Kiveta (74. Dorian Migalic), Maurice Boakye - Trainer: Lukas Anderer
Schiedsrichter: Luca Sambill - Zuschauer: 2453
Tore: keine Tore