
Der VfB Oldenburg steht am Samstag (13:30 Uhr) vor einer der anspruchsvollsten Aufgaben der Regionalliga-Nord-Saison. Das Gastspiel beim SC Weiche Flensburg 08 zählt traditionell zu den schwierigsten Begegnungen – nicht zuletzt, weil die Schleswig-Holsteiner seit Jahren zu den konstanten Größen der Liga zählen. Dennoch reisen die Oldenburger mit Rückenwind und Selbstvertrauen an die Ostsee.
Der SC Weiche Flensburg hat nach zwei schwierigen Jahren wieder Tritt gefasst. Nach dem zwischenzeitlichen Kampf um den Klassenerhalt hat sich der Klub im Sommer neu aufgestellt – mit Erfolg. Unter Neu-Trainer Tim Wulff, einer echten Vereinsikone, hat sich die Mannschaft stabilisiert und spielt wieder im oberen Tabellendrittel mit. Der 38-Jährige, langjähriger Stürmer der Flensburger, übernahm Ende August das Amt von Torsten Fröhling und führte sein Team mit drei Siegen in Serie schnell zurück in ruhigere Gewässer.
Trotz des Aufschwungs bleibt Flensburg ein Team mit zwei Gesichtern: 34 erzielten Treffern stehen ebenso viele Gegentore gegenüber. Besonders gegen starke Gegner zeigt Weiche oft sein Potenzial – die Offensivreihe um Moritz Göttel und Rene Guder gehört zu den gefährlichsten der Liga.
Der VfB reist mit breiter Brust an. Nach den emotionalen Derbysieg Kickers Emden hat das Team von Dario Fossi bewiesen, dass es bis zur letzten Minute an sich glaubt. Trotz einer langen Verletztenliste – zuletzt fehlten Nico Knystock und Ngufor Anubodem – präsentiert sich Oldenburg körperlich und mental stark. Positiv: Marc Schröder absolvierte zuletzt 90 Minuten, und auch Nick Otto feierte sein Comeback.
Historisch betrachtet spricht die Statistik leicht für Flensburg, doch die jüngste Entwicklung zeigt ein ausgeglicheneres Bild. Nur eines der letzten fünf Duelle verlor der VfB. In der vergangenen Saison musste sich Oldenburg einmal mit 0:2 geschlagen geben, im Rückspiel hat der VfB aber deutlich gewonnen.
Mit der bekannten Leidenschaft und taktischen Disziplin will der VfB auch in Flensburg punkten. Der Gegner zählt zwar zu den spielstärksten Teams der Liga, doch die Oldenburger haben zuletzt gezeigt, dass sie auch unter Druck kühlen Kopf bewahren können.