Nicht den Hauch einer Chance…

VfB Leimen
6:0
Rettigheim

VFB Leimen – TSV Rettigheim 6:0 (3:0)

Der TSV rasselt ungebremst auf die Abstiegsplätze und steht ab sofort mit dem Rücken zur Wand! Mit der dritten hohen Niederlage in Folge ist der Tiefpunkt der letzten Wochen wohl endgültig erreicht. Auch beim favorisierten VFB Leimen war deshalb nichts zu holen. Ganz im Gegenteil: hätte der VFB im zweiten Durchgang nicht gleich mehrere Gänge aus der Partie genommen, wäre das Ergebnis wahrscheinlich noch viel höher ausgefallen. Die zahlreichen Ausfälle sind sicherlich ein Grund für die aktuelle Krise…das Auftreten und die Spielweise vom Rest der Mannschaft ist allerdings die andere Seite der Medaille!

Mit dem Anpfiff hinweg wollten die Hausherren für klare Verhältnisse sorgen. Das gelang mit den Treffern in der 9. und 15. Minute prompt. Die Abwehrreihen des TSV waren überfordert und Offensiv gab es wenig, bis gar keine Entlastung. So führte der VFB Leimen die Gäste aus Rettigheim teilweise vor. Der TSV hielt den geforderten Mindestabstand nicht nur auf der Bank, sondern hauptsächlich auf dem Feld brav ein. So war es nicht verwunderlich, dass praktisch keine Zweikämpfe geführt und schon gar nicht gewonnen wurden. Man kam gar nicht in die Nähe, um in Gefahr zu kommen einen Zweikampf führen zu müssen. Und überhaupt: gefühlt spielte man von Beginn an in deutlicher Unterzahl, weil einige Herren überall waren…nur nicht in Leimen. Mit Fussball hatte das über weite Strecken nicht viel zu tun…schon gar nicht mit der Mannschaft aus der letzten Saison. Der VFB Leimen verwaltete die Partie nach Belieben. So war das 3:0 nach 38. Minuten nur eine Frage der Zeit.

Coach Rosenfelder stellte das Team in der Halbzeitpause um und neu ein. Nach 20 Sekunden Spielzeit klingelte es im Kasten des TSV aber erneut. Selbst ungefährliche Angriffe stellen den TSV derzeit vor große Probleme. So passiert in der 46. Minute, als ein langer Ball genügt, um den 4. Treffer zu kassieren. Der Fünfte folgte in der 57. Minute, als sich Leimen wieder ohne Widerstand, problemlos und mit minimalem Geleitschutz bis in der Strafraum kombinieren durfte. Die Hausherren hatten im Anschluss vorerst genug und der TSV durfte bis zum Ende der Partie auch endlich mal etwas mitspielen. Tatsächlich hätte man auch einen Treffer erzielen können, doch die wenigen aussichtsreichen Gelegenheiten passten sich im Abschluss der desolaten Mannschaftsleistung an. Mit dem Treffer zum 6:0 (84.) beendete der VFB die Angriffsbemühungen und auch eine einseitige Partie. Die Niederlage geht auch in dieser Höhe völlig in Ordnung.

Aufrufe: 19.10.2020, 09:40 Uhr
Timo KretzAutor

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