
Der VfB 1921 Krieschow hat am 3. Spieltag der NOFV-Oberliga Süd heute eine schmerzhafte 0:5-Niederlage beim VfB Germania Halberstadt hinnehmen müssen. Nach einem frühen Gegentreffer und Abwehrfehlern fand die Mannschaft von Trainer Robert Koch trotz eigener Tormöglichkeiten nicht mehr in die Partie zurück. Nun richtet sich der Blick auf die 2. Runde im Landespokal beim Landesligisten SG Einheit Zepernick 1925.
Fehlstart nach nicht einmal einer Minute
Vor 394 Zuschauern begann die Auswärtspartie für den VfB 1921 Krieschow denkbar ungünstig. Bereits in der 1. Spielminute geriet die Elf durch ein Tor von Joel-Pascal Klaschka mit 0:1 in Rückstand. Trainer Robert Koch blickte gegenüber FuPa enttäuscht auf den Start zurück: „Wir sind denkbar schlecht in das Spiel reingestartet, direkt nach 50 Sekunden mit dem 0:1, wo wir die Tiefenabsicherung vernachlässigen und ein einfacher Schnittstellenpass dazu führt, dass der Stürmer alleine aufs Tor läuft. Wir haben uns kurz geschüttelt und danach eigentlich ganz gut ins Spiel gefunden. Der Ballbesitz war annähernd gleich. Beide Mannschaften haben den Ball gut laufen lassen. Bei uns war das Spiel mit Ball das, was noch funktioniert hat.“
Vergebene Chancen und der zweite Gegentreffer
In der 25. Minute folgte der nächste Dämpfer, als Pascal Hackethal einen Foulelfmeter zum 2:0 verwandelte. Robert Koch erläuterte die Szene so: „Trotz alledem bekommen wir das 2:0 nach einem individuellen Aussetzer, wo wir tacklen und keine Not herrscht. Klarer Elfmeter, den verwandelt Pascal Hackethal dann sicher zum 2:0.“
Trotz des erneuten Dämpfers erspielte sich der Krieschower Angriff vor dem Pausenpfiff hochkarätige Möglichkeiten. Robert Koch führte dazu aus: „Bis zur Halbzeit entwickelte sich ein offenes Spiel mit Chancen dennoch auf beiden Seiten. Es hätte zur Halbzeit auch 3:3 stehen können, aber wir bekommen den Ball aktuell nicht über die Linie. Martin Zurawsky mit einem Schuss aus 16 Metern ans Lattenkreuz. Miguel Pereira Rodrigues mit einer sehr guten Chance, als wir uns durchkombiniert haben, scheiterte eins gegen eins am Torwart. Nach einer Ecke kam ebenfalls Martin Zurawsky zum Kopfball und ging ganz knapp drüber.“
Die eigene Abwehr blieb jedoch verwundbar: „Trotz alledem waren wir nie richtig sattelfest, was das Defensivverhalten betrifft, sodass Halberstadt noch ein, zwei gute Situationen hatte, wir uns aber auf unseren Torwart Justin Fietz verlassen konnten.“
Druckphase nach der Pause bleibt belohnungslos
Nach dem Seitenwechsel drängte das Team mit Schwung auf den ersten Treffer. Robert Koch schilderte die engagierte Phase nach dem Wiederanpfiff: „Nach einer deftigen Halbzeitansprache, in der es ein bisschen lauter geworden ist, kamen wir mit Elan und Schwung aus der Halbzeit. Wir haben früher gepresst, haben den Gegner bis zur 60. Minute eingeschnürt, hatten auch da wieder gute Aktionen. Nach einer Eingabe von der rechten Seite von Luis Bürger war Andy Hebler in der Mitte einen Schritt zu spät, der Verteidiger bugsierte das Leder gerade noch am Tor vorbei. Ein sehr guter Schuss von Toby Michalski aus dem Sechzehner, der knapp drüber strich, plus noch ein Hinterhaltsschuss von Aaron Stephan.“
Das fehlende Glück verhinderte jedoch den Torerfolg: „Aber wie gesagt, wir haben den Ball momentan nicht über die Linie gekriegt beziehungsweise eben dort auch das nötige Glück fehlt, was du nicht hast, wenn du halt unten drin stehst.“
Defensiver Einbruch und deutliche Niederlage
In der 59. Minute stellte Adrian Doci per Freistoß auf 3:0 für Halberstadt. Robert Koch fand dafür deutliche Worte: „Und dann bekommst du in der 60. Minute das 3:0, ein direkter Freistoß, der durch die Mauer durchgeht. Und das ist dann bezeichnend einfach für unser Defensivverhalten ab dem Moment dann, was noch schlimmer wurde, einfach was in der ersten Halbzeit schon nicht gut war.“
Es folgten weitere Gegentore durch Philipp Heller (63.) zum 4:0 sowie Max Adrian (68.) zum 5:0. Robert Koch analysierte die Fehler im Abwehrverbund: „Dann bekommen wir noch weitere Gegentreffer, das war das 4:0 nach einer Ecke. Kopfball am zweiten Pfosten, wo wir nicht mitgehen in der Manndeckung. Das 5:0 war auch ein Thema Boxverteidigung, wo wir nicht nah genug am Mann sind. Und dann war es auch hinten raus trotzdem noch so, dass Halberstadt auf dem Gaspedal geblieben ist, nicht aufgehört hat und noch weitere gute Chancen hatte. Wir hatten noch einzig einen Freistoß über Andy Hebler, der ebenfalls wieder ans Lattenkreuz ging. Also es war einfach uns nicht vergönnt, an dem Tag auch mal ein Tor zu machen.“
Knallharte Analyse und der Blick auf den Pokal
Das Fazit des Krieschower Trainers fiel nach dem Schlusspfiff unverblümt aus: „Und dementsprechend war es dann am Ende eine klare und verdiente Niederlage, die aktuell aber unser Leistungsvermögen widerspiegelt. So knallhart muss man es konstatieren und das zusammenfassen, dass wir momentan einfach nicht gut drauf sind. Wir müssen das trotzdem knallhart analysieren, weil mit dem Defensivverhalten von der gesamten Mannschaft wirst du halt ganz schwer Punkte holen in dieser Liga.“
In der Tabelle der NOFV-Oberliga Süd belegt der VfB 1921 Krieschow nach drei Partien ohne Punkte und mit 1:9 Toren den 15. Platz, während der VfB Germania Halberstadt mit 9 Punkten und 12:2 Toren auf dem 1. Rang steht. Nun muss der VfB Krieschow den Schalter im Pokalwettbewerb umlegen. Am Samstag, dem 05.09.2026, tritt die Mannschaft um 15 Uhr in der 2. Runde des Landespokals beim SG Einheit Zepernick 1925 an.