
Der VfB Hallbergmoos verlor 1:2 in Grünwald. Trainer Giglberger stellte fest, dass die zweite Reihe noch nicht aufstiegsreif ist.
Das Thema Bayernliga-Aufstieg hat sich für den VfB Hallbergmoos erledigt, und das Gastspiel in Grünwald war das erste nach dieser Vorentscheidung. Deshalb wechselte der VfB munter durch – und beim 1:2 (0:2) blieb am Ende die Erkenntnis, dass die zweite Reihe (noch) nicht für Landesliga-Spitzenfußball bereit ist.
Nach 18 Minuten führte Grünwald bereits mit 2:0, was allerdings eher ein Geschenk als eine Glanzleistung war. Beim 1:0 von Daniel Leugner (4.) leiteten die Gäste die Situation mit einem eigenen Einwurf und einem fatalen Fehlpass ein. Grünwald spielte den Angriff nett aus, aber man wurde von den Verteidigern auch nicht nennenswert gestört. Das 2:0 war dann ein Blackout von Torwart Fabian Müske, der aus seinem Strafraum herausstürmend den Ball beim Versuch, ihn mit der Brust anzunehmen, nicht kontrollieren konnte. Leander Bublitz konnte dann mit dem Spielgerät entspannt bis fast ins leere Tor laufen. Die Saisongegentore Nummer 52 und 53 hat sich der VfB wieder mal selbst reingelegt. Echte Aufstiegskandidaten kassieren deutlich weniger Gegentreffer.
Überhaupt war die erste Halbzeit richtig schlecht. In der Rotation zum Ende der Englischen Woche wollte Trainer Andreas Giglberger nichts von Partien um die goldene Ananas wissen. „Jetzt können sich die Spieler zeigen, die in der nächsten Saison eine größere Rolle spielen wollen“, sagt der Trainer. Das Fazit von Grünwald dürfte sein, dass sich niemand nachhaltig für Hauptrollen im VfB-Gebilde empfohlen hat.
Nach dem Seitenwechsel durfte Tobias Krause mit überschaubarem Schwierigkeitsgrad den Anschlusstreffer markieren (53.). Diesmal leisteten sich die Gastgeber im eigenen Strafraum einen Riesenklops. Hallbergmoos war wieder dran – und in der zweiten Halbzeit war die Leistung auch etwas besser. Das Team hatte dennoch kaum große Chancen gegen das Starensemble aus dem Münchner Nobelvorort. So wahrte Grünwald eine minimale Restchance auf den Aufstieg.
VfB-Trainer Andreas Giglberger sagte im Nachgang, dass der Sieg für die Hausherren so in Ordnung ging. Und für sich stellte er fest, dass die enttäuschende Woche mit zwei Niederlagen in drei Spielen wertvolle Erkenntnisse gebracht habe. Zwischen den Zeilen deutete der Coach an, dass die Hallbergmooser in der nächsten Saison noch ein paar Prozent zulegen und den nächsten Schritt machen wollen – von einer guten zur vielleicht besten Mannschaft der Liga. In den nächsten vier Spielen hat das Bestandspersonal Gelegenheit, sich zu zeigen und den beiden Trainern Giglberger und Andreas Kostorz Argumente für deren Kaderpuzzle in der Sommerpause zu liefern.