
Der VfB Hallbergmoos kassiert eine bittere Niederlage im Titelrennen. Trainer Giglberger zeigt sich maximal enttäuscht von seiner Mannschaft.
Diese Niederlage kam überraschend. Und sie tut richtig weh. In der Fußball-Landesliga verlor der VfB Hallbergmoos völlig unerwartet beim Kellerkind Eintracht Karlsfeld mit 1:3 (1:1). Auch wenn im Meisterrennen noch längst nicht alles verloren ist, war diese Auswärtsfahrt zum Drittletzten richtig frustrierend.
Der Hallbergmooser Trainer Andreas Giglberger stellt sich normalerweise immer vor sein Team. In Karlsfeld war das etwas anders: „Ich bin maximal enttäuscht – auch maximal enttäuscht von der Mannschaft.“ Der Auftritt reichte nicht ansatzweise aus, um in der Landesliga zu gewinnen. Am Ende war der Sieg der Eintracht vollkommen leistungsgerecht.
„Im Verhältnis gesehen war die erste Halbzeit noch gut“, sagte Coach Giglberger. Seine Elf hatte über weite Strecken die Spielkontrolle – und deshalb ging das 1:1 in Ordnung. 120 Sekunden nach der Karlsfelder Führung sorgte Florian Schmuckermeier für den Ausgleich (18.). Mehr als das Remis hatte sich das Team nicht verdient. Hallbergmoos agierte zu kompliziert und war weit weg vom eigentlichen Potenzial.
Zur Pause wollte das Trainertrio Andreas Giglberger, Andreas Kostorz und Mario Mutzbauer mit zwei Wechseln einen Impuls setzen. Doch es kam anders als gedacht: Die zweiten 45 Minuten waren einfach nur schlecht. Chefcoach Giglberger redete da auch nicht um den heißen Brei herum: „Das war ein Totalausfall von jedem einzelnen Spieler – kein Aufbäumen, keine Abläufe, keine Intensität.“ Karlsfeld musste folglich auch keine Heldentaten vollbringen, um am Ende den Überraschungscoup zu landen. Die Hausherren gewannen ihre Zweikämpfe – und es reichten einfachste Mittel, um dieses Match zu gewinnen. Das Kellerkind machte den Sack erst in der Nachspielzeit mit dem 3:1 zu, war davor aber nicht wirklich in Gefahr geraten. Es wirkte, als wehrten sich die Hallbergmooser Fußballer nicht gegen die Niederlage.
„Jeder muss sich selbst reflektieren“, sagt Giglberger und erwartet nun, dass die Spieler über diese 90 Minuten und die eigene Leistung nachdenken. Der Trainer stellt sich auch die Frage, ob die beiden Wechsel in der Halbzeit möglicherweise falsch waren. Der VfB hat einige Dinge zu klären, bevor das Team am Freitag die Spitzenmannschaft aus Murnau empfängt. Dabei muss die Mannschaft möglicherweise noch einen weiteren Preis für die Katastrophe von Karlsfeld bezahlen: Mit Moritz Sassmann und Emil Kierdorf brachte der VfB neben null Punkten zwei Verletzte mit nach Hause. Erst in den nächsten Tagen wird sich herausstellen, ob die beiden Offensivkicker gegen Murnau oder länger ausfallen.