
Der Hallbergmooser Abteilungschef ist nun auch Jugendleiter. Derweil sind die VfB-Fußballer zum Dino der Landesliga aufgestiegen.
Hallbergmoos – In knapp drei Wochen endet für die Landesliga-Kicker des VfB Hallbergmoos das Fußballjahr 2025 – und dann kann man tatsächlich auf ein wildes Jahr zurückblicken. Das tat die Abteilung nun schon einmal in ihrer Spartenversammlung. Dort wurden die beiden Abteilungsleiter Tobias Bracht und Stefan Schmiedel wiedergewählt.
Tobias Bracht ist ein Energiebündel. Das unterstrich er zuletzt auch in der gut besuchten Abteilungsversammlung. Und diese Energie wird er künftig umso mehr brauchen, weil sich Bracht diesmal gleich zweimal zur Wahl stellte – sowohl als Abteilungsleiter als auch als Jugendleiter. Das wurde nötig, weil Martin Gilch sein Amt aufgeben musste. Demnächst beendet er auch beim Gesamtverein seine Arbeit in der Geschäftsstelle. Bracht sprang ein, weil es offensichtlich keinen geeigneten Nachfolgekandidaten gab.
„Natürlich ist Abteilungs- und Jugendleiter in einer Person nicht ideal“, betonte Tobias Bracht. Trotzdem stellte er sich bestens gelaunt zur Wahl. Nun ist er also auch für die Organisation des Spielbetriebs von 18 Jugendmannschaften zuständig. Er machte deutlich, „dass ich auf Sicht die beiden Posten wieder trennen möchte“. Bracht wurde für zwei Jahre gewählt. Einen Zeitdruck hinsichtlich Kandidaten, die möglicherweise in der nächsten Amtsperiode die Jugendleitung übernehmen würden, hat er nicht.
Mit 540 Mitgliedern stellen die Fußballer knapp ein Viertel unter den rund 2300 Mitgliedern des VfB Hallbergmoos. Tobias Bracht berichtete, dass man heuer schon einen Boom bei den Mädchen verzeichnen konnte – sowohl in der D- als auch in der E-Jugend.
Den Rückblick für die Erste Mannschaft übernahm der Sportliche Leiter Anselm Küchle. „In der aktuellen Saison haben wir in der Hinrunde drei Punkte mehr gesammelt als im Vorjahr“, sagte er, „aber es fühlt sich viel besser an.“ Stolz stellte er fest, dass man nach der Spielzeit 2024/25 („Eine schlechte Saison und eine hergeschenkte Rückrunde“) nun wieder zurück im Kreis der Aufstiegskandidaten sei. Oder anders ausgedrückt: „Wir werden von den anderen Mannschaften wieder ernstgenommen.“ Und Küchle machte deutlich, dass die neuen Trainer Andreas Giglberger, Andreas Kostorz und Mario Mutzbauer das Team wieder in die Spur gebracht hätten.
Anselm Küchle berichtete außerdem, dass der VfB Hallbergmoos in der Ewigen Tabelle der Landesliga Südost die Führung übernommen hat. Mit aktuell 545 Punkten liegt man in der zehnten Landesliga-Saison nun elf Zähler vor dem SE Freising (534). Dahinter folgen der TuS Holzkirchen (420) und der nächste Ligagegner SB Chiemgau Traunstein (403). „Wir sind damit der Dino der Liga“, witzelte Küchle, „also quasi der HSV der Landesliga Südost.“ Der Hamburger SV galt einst als fast unabsteigbarer Dino der 1. Bundesliga.