Von angeblichen Spielen um die Goldene Ananas will der Hallbergmooser Fußballtrainer Andreas Giglberger nichts wissen. „Wir können noch Vierter werden“, sagt er, „dann war es eine gute Saison – auch wenn es nicht für ganz vorne gereicht hat.“ Für dieses Vorhaben hat der VfB am Sonntag geliefert – in Form eines 1:0 (0:0) beim SV Aubing.
Das Tor des Tages fiel erst in der 81. Minute durch Moritz Sassmann. Gefeiert wurde vor allem der erste Assist von Fabian Diranko in dieser Saison. Den Unterschied machte beim VfB wieder einmal eine Standardsituation, bei der man mehrfach die Lufthoheit im gegnerischen Strafraum hatte. Nach der Hereingabe von Daniel Müller verlängerte Jonas Mayr den Ball und Diranko brachte ihn vom langen Pfosten wieder in den Gefahrenbereich zum Torschützen.
Über die 90 Minuten geht der Hallbergmooser Sieg in Ordnung. „In der ersten Halbzeit hat es Spaß gemacht, den Jungs zuzuschauen“, sagte Giglberger. Der VfB praktizierte ein starkes Pressing und hatte die Partie gut im Griff. Der Auftritt war ansprechend, aber die ganz großen Chancen sind ausgeblieben. Der Trainer war zufrieden, weil man in der torlosen Hälfte die eigene Spielidee gut umsetzte. Das ist für Giglberger ein entscheidender Faktor: „Wenn du die eigene Spielidee durchkriegst, dann kommen die Ergebnisse automatisch.“
Nach dem Seitenwechsel wurde es dann etwas wilder und farbiger. Der gegnerische Torwart hatte sich verschätzt und kassierte die Rote Karte für sein Handspiel außerhalb des Strafraums. Kurz darauf ging auf der Hallbergmooser Seite Simon Werner wegen einer Lappalie mit Gelb-Rot vom Platz. Die Szene erinnerte an die Ampelkarte gegen Madrids Eduardo Camavinga im Champions-League-Spiel gegen Bayern. Auch hier schien der Schiedsrichter die vorangegangene Gelbe Karte vergessen zu haben. Mit Zehn gegen Zehn war dann auf dem Platz nicht mehr viel los. Die Entscheidung brachte erst besagte späte Standardsituation.